Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

dünne Plazenta - dünnes Baby

Frage: dünne Plazenta - dünnes Baby

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Ich (35 J.) bin im "Endspurt" (38+6) einer Bilderbuchschwangerschaft ohne "übliche" Probleme (keine Übelkeit, wenig Gewichtszunahme, keine Wassereinlagerung - nix außer einer Krampfader), habe in 8 Tagen ET. Bei den Untersuchungen vor 2 bzw. 4 Wochen meinte meine Ärztin, mein Kleiner wäre vom Bauchumfang her ca. 2 Wochen zurück (Kopfumfang normal), was aber auch erblich/an seinen schlanken Eltern liegen könnte und nicht bedenklich wäre. Die gestrige Untersuchung brachte ca. 4 Wochen statistischer Abweichung (ca. 2.400g, 47cm) und es wurde ein Doppler gemacht. Der durchführende Arzt erklärte mir, dass keine Verkalkung vorliege, aber die Plazenta eher dünn (aber normal breit) wäre und ich sicherheitshalber alle 2-3 Tage CTG vornehmen lassen sollte, um den Kleinen "im Auge zu behalten". Er gibt meiner Plazenta noch ca. 10 Tage und meint, eine Übertragung sollte vermieden werden. Heißt das, dass dann die Geburt eingeleitet wird (wenn ja, wie) ? Was bedeutet es für mein Kind ? Je eher die Geburt desto besser ? Kann ich noch irgendetwas zur Verbesserung tun (Essen, mehr Ruhen oder mehr Bewegung, ...), damit mein Kleiner nicht unterversorgt ist und nicht im letzten Moment noch was schief geht ? Schon mal vielen Dank für Eure Antworten !


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Hallo, 1. gewisse Differenzen im Ultraschall können sich natürlich zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft ergeben, ohne dass dem automatisch eine klinische Bedeutung zukommen muss. Wichtig ist die Ausprägung der Differenz, ob diese schon seit Beginn der Schwe Schwangerschaft vorhanden war und die Tatsache, ob diese Differenz im Laufe der Zeit zunimmt. Zeigen sich erhebliche Differenzen in den Messungen oder in dem ein oder anderen Maß und war die frühe Berechnung des Schwangerschaftsalters korrekt, ist immer die Frage, warum das Kind kleiner oder größer =leichter oder schwerer! ist bzw. warum das ein oder andere Maß deutlich abweicht und je nach Ausprägung würde man einen solchen Befund kurzfristig kontrollieren und bei erheblicher Abweichung die genaue Ursache abklären. Bei größeren Abweichungen, kann dieses ansonsten zu Beginn der Schwangerschaft ein Hinweis auf eine nicht reguläre Entwicklung des Feten auch genetisch bedingt sein; im weiteren Verlauf unter anderem auch mal Ausdruck einer nicht ausreichenden Versorgung des Kindes oder einer verminderten Funktionsleistung der Plazenta sein. Hierbei würde aber die Kontrolle per Doppler-Ultraschall, ggf. durchgeführt durch einen entsprechend qualifizierten Arzt/Ärztin, schnell Sicherheit verschaffen. Und hier sollte dann zunächst mal diese Kontrolle abgewartet werden, bevor man sich sorgt. 2. bei einer Differenz von 4 Wochen kann dieses eine Gefährdung des Kindes darstellen, weshalb das weitere Vorgehen immer mit einer entsprechend erfahrenen Klinik abgestimmt werden sollte. 3. ob hier alleine die CTG-Kontrollen ausreichend sind, ist so kaum zu sagen. 4. Sie selbst können den Verlauf praktisch nicht beeinflussen. VB


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