Hallo! Ich möchte Sie um Ihre Einschätzung zur Schwangerschaft meiner Frau bitten. Meine Frau ist 30 Jahre alt und befindet sich aktuell in der 16. Schwangerschaftswoche. Zur Vorgeschichte: Leider haben wir unsere erste Schwangerschaft in der 22. Schwangerschaftswoche durch einen intrauterinen Fruchttod verloren. Eine eindeutige Ursache konnte damals nicht festgestellt werden, am ehesten wurde jedoch eine thrombotische Ursache vermutet. Bei meiner Frau wurde Faktor-V-Leiden festgestellt, weshalb sie in dieser Schwangerschaft behandelt wird. Nun zum eigentlichen Thema: Das Ersttrimester-Screening in der 12. Schwangerschaftswoche mit Nackentransparenz und Ultraschall war unauffällig. Auch die bisherigen Ultraschallkontrollen verliefen unauffällig, das Wachstum und die Entwicklung des Kindes entsprechen der Schwangerschaftswoche. Im Zweittrimester-Screening fiel lediglich ein deutlich erniedrigter AFP-Wert von 9,45 ng/ml auf. Die anderen Werte (β-hCG, uE3 und Inhibin A) lagen im Normbereich. Unsere Pränatalmedizinerin meinte, dass sie insgesamt glaube, dass wahrscheinlich alles in Ordnung sei, empfahl uns aufgrund des AFP-Wertes aber einen NIPT. Diesen haben wir bereits durchführen lassen und warten nun auf das Ergebnis. Da uns die Situation aufgrund unserer Vorgeschichte sehr belastet, würden wir Sie gerne fragen: Wie würden Sie einen solchen Befund aus Ihrer Erfahrung beurteilen? Kommt es häufiger vor, dass trotz eines so niedrigen AFP-Wertes und ansonsten unauffälliger Befunde letztlich alles in Ordnung ist? Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung. Beste Grüße