93tinchen
Guten Abend Herr Prof. Dr. med. Hackelöer, ich hatte heute meine zweite Untersuchung beim Frauenarzt (SSW 11+3). Gerade habe ich im Mutterpass den Vermerk gesehen "Antikörper positiv Anti-Kell 1:64". Mein Gynäkologe hat dazu heute aber gar nichts gesagt ... ich habe nun etwas im Internet nachgelesen und gerade sehr große Sorge!! Können Sie uns erklären was das heißt/ was wir nun tun sollten etc. Vielen Dank!!
Hallo 93tinchen, es gibt ca.29 verschiedene Blutgruppensysteme,wobei das häufigste und bekannteste bei der es zu Unverträglichkeiten mit den roten Blutkörperchen kommen kann das Rhesus-System ist,wobei ca.85% der hiesigen Bevölkerung Resus-positiv und ca.15 % rhesus-negativ sind.Für die Blutgruppe Kjell sind etwa 91% negativ und 9 % positiv. Ist der Vater z.B.Kjell positiv und die Mutter Kjell negativ ,kann das Kind die Blutgruppe vom Vater geerbt haben und die Mutter kann Antikörper gebildet haben.In seltenen Fällen kann es dann zu Unverträglichkeitsreaktionen führen.Dies kann man erkennen,wenn der Titer von 1:64 weiter ansteigt und gleichzeitig sonografisch Hinweise beim Kind gefunden würden,die eine Gefährdung durch ein Anämie anzeigen würden. Das passiert aber im Kjell-System sehr selten.Titerkontrollen bei Ihrem Frauenarzt und Ultraschallkontrollen bei einem Pränatalspezialisten sind empfehlenswert. Zunächst kein Grund sich Sorgen zu machen. Alles Gute Prof. Hackelöer
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