Mitglied inaktiv
Guten Morgen liebes Expertenteam, Nachdem ich mich gestern, unter Schlafentzug, quer durch Dr. Google gelesen habe, bin ich nun vollkommen verwirrt. Was ist richtig? Was ist falsch? Wer bin ich? Meine Tochter ist 8 Monate alt. Seit dem 5. Lebensmonat haben wir nach und nach die Beikost eingeführt. Seit sie 6 Monate alt ist, trinkt sie zusätzlich zur Muttermilch Wasser. Sie hat noch nie aus einer Flasche getrunken. Sie ist gleich mit einem Becher gestartet und trinkt damit ganz ganz toll alleine. Mittlerweile trinkt sie so ca. 300 ml Wasser am Tag (mal mehr, mal weniger). Seit dem Einführen des 4. Breis jetzt im Februar, stille ich sie nur noch zum Einschlafen und Nachts. Das heißt 2-3 Mal täglich kurz und Abends etwas länger. Zusätzlich stille ich sie Nachts alle 2-5 Stunden. Ihr Ernährungsplan täglich sieht in etwa so aus: Morgens Getreide-Milch-Brei aus 200 ml Kuh Vollmilch mit Getreide wie Hafer oder Dinkel z.B., mit Obst. Mittags 190 g Gemüsebrei mit Fleisch, Fisch, Nudeln, Reis, Kartoffeln, etc. Mit etwas Öl. Nachmittags 200 g Getreide-Obst Brei mit Wasser angemischt. Dazu etwas Öl. Abends Milchbrei mit Wasser angemischt. (Da ist so Milchpulver wie z.B. Folgemilch drin.) Dazu etwas Obstbrei und Öl. Sie bekommt generell Brei ohne Zucker oder sonstige Gewürze und Zusätze. Sie isst auch schon mal Fingerfood. Ab dem 10. Monat wollen wir dann langsam die Familienkost einführen. Meine Fragen sind nun: 1. Ist das zu viel Milchbrei? 2. Ist der Ernährungsplan so in Ordnung? 3. Würde sie sich Nachts jetzt plötzlich abstillen weil sie mehr schläft oder so, müssen wir dann vor dem 1. Geburtstag noch zusätzliche Milch geben? (Auf eine Flasche möchten wir weiter verzichten) 4. Wenn sie erst nach dem 1. Geburtstag abstillt, dann braucht sie keine zusätzliche Milch außer die Becher zu den Brotmahlzeiten. Oder? Sie ist generell sehr sehr aktiv und sportlich. Ihre Verdauung läuft seit dem 4. Brei einwandfrei. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Und liebe Grüße Madeleine.
Doris Plath
Liebe "MadeleineUnbehaun" lassen Sie sich nicht verwirren. Sie und Ihre Kleine machen das im Team ganz wunderbar. Beikost ist keine Zauberkunst. Und es gibt meist mehrere Wege, die alle richtig sind. Zu Ihren Frage: 1) An Milch sind in dem Alter zur ausreichenden Versorgung noch 400-500 ml Milch/Gramm Milchhaltiges wie Milchbrei nötig. Das teilt sich meist auf in 1-2 Stilleinheiten (oder mehr) bzw. eine Flasche Säuglingsmilch (200-250 ml) am Morgen und eine Portion Milchbrei (200-250 g) am Abend. Momentan wird Ihre Kleine mehrmals gestillt (gerne so beibehalten, wenn Sie das möchten) und bekommt noch zwei milchhaltige Mahlzeiten. Ich kann es nicht einschätzen, wie viel Milch sich Ihre Tochter noch übers stillen holt. Je nachdem wie sich das weiterentwickelt, werden Sie eh in Richtung der oben angeführten Mengen gehen. 2) Der Plan ist prima. 3) siehe 1) Anstelle der Flasche ist es jederzeit möglich die Säuglingsmilch aus der Tasse/dem Becher zu füttern. Sie müssen also nicht "die Flasche einführen". Was ich aber schon empfehlen kann, ist wenigsten einmal am Tag - wenn nicht mehr gestillt wird - eine Säuglingsmilch zu verwenden. Also im Brei statt der Kuhmilch am Morgen, könnten Sie auch als Milchkomponente Säuglingsmilch nehmen. Da sind die Nährstoffe einfach passender fürs Baby (z.B. babygerechter Eiweißgehalt, mehr Eisen...). Und auch als Trinkmilch ist im ersten Jahr als Ersatz für Muttermilch die Säuglingsmilch die einzig richtige Wahl. 4) Milch spielt nach dem 1. Geburtstag nach wie vor eine wichtige Rolle, allerdings ist der Bedarf nun geringer als im ersten Jahr. Im zweiten Jahr reichen etwa 300 ml Milch inklusive der anderen Milchprodukte aus. Am besten auf zwei-drei Mahlzeiten am Tag verteilt. In diese Empfehlung werden einberechnet: die Trinkmilch (stillen, Kuhmilch, Kindermilch, Säuglingsmilch) alleinig oder zum Brot, das Müesli, der Milchbrei, der Käse auf dem Brot, ein Joghurt zwischendurch. Auch andere milchhaltige Mahlzeiten wie Milchreis, Pudding, Pürees mit Milch, Milchshakes, mit Käse überbackene Aufläufe etc. sind geeignet und zählen dazu. Am besten ist immer ein Mix an verschiedenen Milchprodukten. Bestimmt finden Sie so einen passenden Weg Ihre Kleine weiterhin gut mit Milch zu versorgen. Herzlicher Gruß Doris Plath