KleinerSchatz772
Guten Morgen, Ich konnte leider nicht lange stillen und wir haben sehr schnell zur Flasche gegriffen. Haben natĂŒrlich Testberichte gelesen und uns extra fĂŒr eine vermeintlich gute und auch teure Prenahrung entschieden. Leider gibt es nun einen neuen Test und die vorher mit "gut" bewertete Prenahrung ist nun mit "ausreichend" bewertet worden u. a. wegen der Unausgewogenheit von DHA zu ARA. Diese Nahrung haben wir jetzt natĂŒrlich in den ersten 6 Monaten gefĂŒttert. Jetzt habe ich natĂŒrlich Angst vor kognitiven EinschrĂ€nkungen. Unsere Tochter ist nun etwas ĂŒber 6 Monate alt und wir fĂŒttern jetzt eine Milch mit ausgewogenem VerhĂ€ltnis. Ist das jetzt zu spĂ€t, da das Gehirn ja in den ersten 6 Monaten am stĂ€rksten wĂ€chst? Ich Ă€rger mich maĂlos und ich mache mir totale VorwĂŒrfe. Vielen Dank und freundliche GrĂŒĂe
Eva Freitag
Liebe âKleinerSchatz772â, Sie sind aufgrund der aktuellen Ergebnisse des Testberichts verunsichert â das kann ich sehr gut nachvollziehen. Gleich zu Beginn möchte ich Sie (dennoch) beruhigen: GrundsĂ€tzlich unterliegen alle SĂ€uglingsnahrungen in ihrer Zusammensetzung strengen gesetzlichen Vorgaben, die jeder Hersteller einhalten muss. Damit wird gewĂ€hrleistet, dass mit jeder angebotenen, altersgerechten SĂ€uglingsnahrung Ihr Baby alle wichtigen NĂ€hrstoffe erhĂ€lt, die es braucht. Darauf können Sie sich immer verlassen â Ihre Tochter war also zu jedem Zeitpunkt mit allen wichtigen NĂ€hrstoffen gut versorgt. Als wertvolle ZusĂ€tze in SĂ€uglingsmilchnahrungen gelten sogenannte LCPs (langkettige mehrfach ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren) - hier sind zu nennen die DocosahexaensĂ€ure (DHA, Omega-3-Reihe) und die ArachidonsĂ€ure (ARA, Omega-6-Reihe). Diese sind wichtig fĂŒr die Entwicklung von Sehkraft, Gehirn -und Nervenzellen. Alle fĂŒhrenden Milchnahrungshersteller setzen in den Anfangsnahrungen Pre und 1 deshalb LCPs ein. Die langkettigen mehrfach ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren sind demnach auch in der von Ihnen zuvor verwendeten Milchnahrung enthalten gewesen und Ihre Tochter war damit ausreichend versorgt. Zudem galt bisher, dass der reifgeborene SĂ€ugling in der Lage ist, langkettige, mehrfach ungesĂ€ttigte FettsĂ€uren (LCPs) auch selbst herzustellen. Als VorlĂ€uferstufen dienen hierbei die ungesĂ€ttigten FettsĂ€uren Linol-und LinolensĂ€ure â diese beiden FettsĂ€uren hat Ihre Tochter ĂŒber die vorherige Milchnahrung erhalten. Optimaler Weise sollen nun â nach neuesten Erkenntnissen und Empfehlungen â die FettsĂ€uren DHA und ARA in einem VerhĂ€ltnis von 1:1 vorliegen. Mein lieber Rat: Fragen Sie doch auch einmal beim Hersteller der zuvor verwendeten Milchnahrung nach. Der Hersteller kann Ihnen sicher Auskunft zu den HintergrĂŒnden des aktuellen Tests und zum DHA-ARA-VerhĂ€ltnis in der bisher verwendeten Nahrung geben. Bitte machen Sie sich keine VorwĂŒrfe mehr â Sie haben nichts falsch gemacht. GenieĂen Sie die Zeit mit Ihrer kleinen Tochter! Ihnen und Ihrer Kleinen wĂŒnsche ich alles Gute und eine schöne SpĂ€tsommerwoche! Herzliche GrĂŒĂe Eva Freitag
KleinerSchatz772
Vielen Dank fĂŒr Ihre Antwort. Auf meine Frage zum VerhĂ€ltnis DHA zu ARA habe ich von dem Hersteller leider bis heute keine Antwort erhalten. Ihnen auch eine schöne SpĂ€tsommerwoche.
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