Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Vitamin D3 Substitution

Frage: Vitamin D3 Substitution

w-chen

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Ich habe aufgrund einer Struma nodosa Teile der Schilddrüse entfernt bekommen und nehme seitdem L-Thyroxin 125. Nach der Operation wurden bei mir für einige Wochen Vitamin D3 und Calcium sehr regelmäßig kontrolliert, wohl auch wegen der Gefährdung der Nebenschilddrüsen bei der OP. Da waren die Werte immer gut. Nun hat meine Frauenärztin einen Wert von 18 bei vorgesehenen über 30 festgestellt, leider habe ich vergessen, nach der Einheit zu fragen. Sie riet mir daher dazu, Vigantoletten 500 i.E. Ein Mal täglich einzunehmen. Mein Nuklearmediziner rät hiervon in der Schwangerschaft ab, da es wohl keine ausreichenden Studien geben soll. Nun bin ich mit den beiden Meinungen der beiden von mir sehr geschätzten Mediziner überfordert. Wie ist Ihre Meinung hierzu und auf welcher Grundlage?


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Neuere Untersuchungen bestätigen, dass ein Mangel an Vitamin D in Schwangerschaft und Stillzeit mit Komplikationen wie Präeklampsie, niedrigem Geburtsgewicht, Hypokalzämie des Neugeborenen, vermindertem Wachstum des Säuglings, erhöhter Fragilität der Knochen und einem Anstieg von Autoimmunerkrankungen einhergeht. Daher sollten Serumspiegel für 25-OH-Vitamin-D3 von mindestens 32 ng/ml angestrebt werden. Dafür werden meist Tagesdosen von über 1000 I.E. Vitamin D benötigt (Mulligan et al 2010). Ideal wäre ein Vitamin-D-Wert zwischen 40 und 60 ng/ml. Die Einnahme von Vigantoletten 500 I.E. ist nicht nur unbedenklich, sondern unbedingt ratsam. Vermutlich werden Sie sogar eine höhere Dosis benötigen, um in den Normbereich zu gelangen.


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