Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Sertralin 50 mg vor Geburt reduzieren, Sertralin in der Stillzeit

Frage: Sertralin 50 mg vor Geburt reduzieren, Sertralin in der Stillzeit

Ella Sophie

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Sehr geehrter Herr Dr. Paulus! Vor ca. 3 Monaten konnte ich die Sertralindosis auf 50 mg reduzieren. Ich befinde mich nun in der 38. SSW. Meine Ärztin meinte, ich könnte die Dosis eine Woche vor der Geburt auf 25 mg reduzieren, um die Gefahr für Anpassungsstörungen beim Baby noch weiter zu reduzieren. Denken Sie, dass es in Bezug auf diese Problematik einen Unterschied macht, ob ich 25 oder 50 mg zum Zeitpunkt der Geburt nehme? Vom Gefühl her würde ich sehr gerne auf 50 mg bleiben, aber natürlich möchte ich auch die Belastung für mein Baby möglichst gering halten. Wie hoch sehen Sie die Gefahr für Unruhezustände beim Baby in der Stillzeit bei einer Dosis von 50 bis 75 mg Sertralin? Vielen Dank für Ihre Antwort! Mit freundlichen Grüßen, Ella Sophie


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Kindliche Anpassungsstörungen nach der Geburt können mitunter auch bei niedrigeren Dosen von Psychopharmaka nach der Geburt auftreten. Allerdings würde ich die aktuelle Dosis nicht zwingend reduzieren, wenn sich darunter Ihr Befinden verschlechtert, zumal Sie sich bereits jetzt auf einer niedrigen Tagesdosis (50 mg) befinden. Unter den Serotonin-Reuptake-Hemmern liegen insbesondere Angaben zu Sertralin in der Stillzeit vor (Llewellyn & Stowe 1998). Bei insgesamt 15 Säuglingen fanden die Untersucher lediglich in 6 Fällen geringe Konzentrationen von Sertralin bzw. Desmethylsertralin im kindlichen Serum. Kindliche Komplikationen wurden nicht beobachtet.


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