Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Medikamente bei Thrombose in der Stillzeit

Frage: Medikamente bei Thrombose in der Stillzeit

Lama87

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Sehr geehrter Dr. Paulus, ich habe nach 8 Wochen Gipsverband und trotz regelmäßiger Trombose Spritzen leider eine Thrombose entwickelt. Nach der Abnahme des Gips/Airwalker am 25.11 ist mein Bein kontinuierlich angeschwollen. Leider kann ich nicht genau sagen ab wann, weil mein Fuß durch den Walker sich verformt hatte und dick war. Ich dachte es käme noch vom Bruch. Es ist mir erst nach 7 Tagen seltsam vor und bin in die Notaufnahme. Viel haben sie dort leider nicht gemacht. Ich sollte mein altes Medikament innohep 3500 nehmen und mir wurde das Bein gewickelt, Überweisung zum Venenarzt. Am nächsten Tag bin ich dann zum Spezialisten. Leider ist mein Trombose Wert im Blut zu hoch und liegt bei 8000. Ultraschall soweit gut. Seit dem 2.12 bin ich wieder richtig medizinisch versorgt. Jedoch hat meine Ärztin starke Bedenken wegen des Medikaments und möchte gerne in Zukunft auf ein nicht stillfreundlich Medikament umstellen. Ich nehme zurzeit Innohep 18.000 0,9ml. Sie hat jedochAngst, dass mein Sohn jetzt mit Blutverdünnt wird, wenn ich es 3 bis 6 Monate nehme. Andere Medikamente wären auch für mein sehr hohes Gewicht besser in der Dosis geeignet und sollen wohl oral eingenommen werden. Nun ist meine Frage schadet das innohep 18.000 bis zum Abstillen? Gibt es zur Behandlung einer Trombose vielleicht doch noch ein stillfreundliches Medikament, was ich vorschlagen könnte? Meine Ärztin ist leider dem Stillen negativ eingestellt. Mit freundlichen Grüßen


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Heparine werden vom Säugling über die Muttermilch nicht aufgenommen. Da Heparine im Magen-Darm-Trakt zersetzt werden, müssen sie für einen therapeutischen Einsatz gespritzt werden. Das gilt auch für die niedermolekularen Heparine wie Tinzaparin (Innohep). Insofern besteht bei Anwendung in der Stillzeit keine Gefahr für den Säugling. Orale Gerinnungshemmer gehen dagegen eher in die Muttermilch über und würden den Säugling grundsätzlich mehr belasten.


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