Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

erneute empfohlene Molevac Einnahme gegen Madenwürmer ?

Frage: erneute empfohlene Molevac Einnahme gegen Madenwürmer ?

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Aufgrund eines Madenwurmbefalls wurde mir von meiner Frauenärztin nach Rücksprache mit einer Kinderärztin Molevac Dragees verschrieben ,die ich auch alle 8 Dragees aufgrund meines Gewichts vor der Schwangerschaft genommen habe.Laut Beipackzettel und Infos aus dem Internat sollte nach 2-4 Wochen eine erneute Einnahme erfolgen,schadet diese (wieder hohe) Einnahme meinem Kind oder reicht die einmalige Einnahme von vor 2 Wochen.Meine Ärztin hat keine Erfahrung mit Wurmbefall in der Schwangerschaft, ich bin sehr verzweifelt und danke für ihre Antwort.


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

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Die meisten Anthelmintika (Wurmmittel) werden nur in geringem Umfang aus dem Verdauungstrakt resorbiert, so dass nur eine niedrige Belastung des Ungeborenen mit diesen Substanzen zu erwarten ist. Bei folgenden Wirkstoffen liegen Erfahrungen in der Schwangerschaft vor, ohne dass sich bisher ein Zusammenhang mit einer Fruchtschädigung ergeben hätte: · Mebendazol (z. B. Vermox®): bei Befall mit Oxyuren und Askariden · Pyrviniumembonat (z. B. Molevac®): bei Befall mit Oxyuren · Niclosamid (z. B. Yomesan®): bei Bandwurmbefall Nach oraler Gabe wird Pyrvinium nur zu ca. 1% resorbiert. Eine relevante fetale Exposition ist damit nicht zu befürchten (Smith 1976). Das Collaborative Perinatal Project registrierte keine Häufung von Fehlbildungen unter Exposition mit Pyrvinium (Heinonen 1977). Eine Anwendung in Spätschwangerschaft bzw. Stillzeit wäre durchaus akzeptabel.


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