Mitglied inaktiv
Hallo und nochmals vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage und die Tipps:http://www.rund-ums-baby.de/kochecke/beitrag.htm?id=30231 Ich wollte nun noch einmal fragem, warum ein selbstgekochter Griessbrei nun empfehlenswerter ist, als die bisherigen Breie zum Anrühren. Zum Beispiel von Nestle oder Milupa. Hat das mit Nährstoffen zu tun? Das würde mich einfach noch interessieren. Meine Tochter ist nun übrigens 14,5 Monate alt und isst sehr gut. Besten DAnk und viele Grüße Bridget
Hallo bridget ab dem 2. Lj können die Kleinen mitessen, was die Küche üblicherweise so hergibt. Einfache Speisen, die ohne viel Zutaten auskommen, die einfach und doch schmackhaft und bekömmlich zubereitet wurden, sind langfristig sehr vorteilhaft. Besonders in jungen Jahren ist die Geschmacksprägung ein Argument bei der Speisenauswahl. Die einmal erlernten Geschmacksmuster, in frühester Kindheit, werden treu bis ins Erwachsenenalter hinein beibehalten. Muttermilchersatzpulver bspw. enthält gewöhnlich den Aromastoff Vanillin. Das Münchner Sensorikunternehmen ASAP hat hierzu eine Versuch durchgeführt: 130 Jugendliche und Erwachsene erhielten zwei fast identische Proben Ketchup. Die Proben unterschieden sich in der Zugabe von Vanillin zu einer Ketchupflasche. Der vanillinhaltige Ketchup wurde von ehemaligen Flaschenkindern 4 mal so häufig bevorzugt, als von ehemals gestillten Personen. Eine neuere Studie ergab, dass Kinder, die häufig aromatisierte Fruchtjoghurts aßen, sich so sehr an die Aromen gewöhnen, dass sie dann den im Testversuch selber angerührten Joghurt mit frischen Früchten, als Kunstprodukt zu identifizieren glaubten. Fazit: Das Aroma der echten Früchte war ihnen so fremd, dass sie die künstlichen, naturidentischen, natürlichen Aromen, jeweils als den Geschmack von "echtem Obst" abgespeichert hatten und künftig diesen "unechten" favorisierten. Auch Vitamin-und Mineralstoffzusätze sind mit frotschreitendem Alter bei ausgewogener Kost eigentlich nicht mehr unbedingt notwendig. Grüsse B.Neumann