Knuddelhexe
Liebe Frau Neumann, meine Tochter (6 Jahre) geht seit kurzem in die erste Klasse. Bisher war's immer so, dass wir abends warm gegessen haben und mittags gab's nur eine Kleinigkeit. Jetzt in der Schule hat sie aber weniger Zeit zum essen und kommt meist recht hungrig nach Hause. Haben sie Tipps was ich ihr dann nahrhaftes anbieten kann? Da sie eher ein Leichtgewicht ist, hab ich jetzt überlegt zweimal warm zu kochen oder ist das übertrieben. Vielen Dank für ihre Tipps Knuddelhexe
Hallo Knuddelhexe du kannst prima Reste vom Vorabendessen mittags noch mal anbieten, damit du nicht zwei mal kochen brauchst, was ja Zeit in Anspruch nimmt, Wenn du Zeit hast und gerne kochst, spräche natürlich auch nichts dagegen, wenn du mittags eine Kleinigkeit zubereitest. Gegen zwei warme Mahlzeiten ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden. Warme Speisen machen schneller satt und nachhaltig zufriedener. Was isst du denn mittags? Ergänzend zu Brot wären auch Gemüsecremesuppen wunderbar geeignet oder mal ein Müsli oder Milchreis o.ä., mal Pizza oder Pfannkuchen... Hier in Deutschland hat sich die Brotzeit etabliert, weil es viele Familien einfach passend finden. "Brotzeit" am Abend oder am Mittag ist für viele Familien einfach eine praktische und schnelle Möglichkeit, alle Familienmitglieder mit allen Nährstoffgruppen zu versorgen. Dabei kann sich jeder seine Mahlzeit individuell zusammen stellen und die jeweiligen Essportionen (bspw die Buttermenge auf dem Brot) dem aktuellen Appetit und dem Hunger anpassen. Handle ganz frei nach deinen Vorstellungen und euren familiären Bedürfnissen. Grüße Birgit S. P.S. schau auch mal noch in diesen Text: http://www.rund-ums-baby.de/ernaehrung/die-warme-mahlzeit.htm
Mitglied inaktiv
Hallo, ich bin natürlich kein Experte, aber vielleicht hilft Dir meine Antwort trotzdem. Zum einen gibt es vielleicht Dinge, die nahrhaft sind und schnell zu essen (Brot/ Gemüse/ Käse/ Wurst/ Obst in mundgerechte Stücke schneiden). Oder darf sie Joghurt/ Pudding/ mitnehmen? Klar braucht sie dann was richtiges zu essen, aber in der Schule sollte sie ja trotzdem was essen. Ich kann nur aus meiner Kindheit berichten. Mittags aß die Familie (bis auf meinen Vater, der zu weit weg arbeitete um zum Mittagessen kommen zu können) bei den Großeltern zu Mittag. Es gab immer warmes, deftiges, deutsches Essen mit viel Butter, Sahne, Kartoffeln... Abends gab es bei uns zu Hause ebenfalls warmes Essen, eher mediterran, leicht, Salate mit Fisch oder Geflügel, Gemüsepfannen... da nicht immer klar war, ob mein Vater mittags etwas warmes hatte. Bis heute versuche ich das beizubehalten. Keiner von uns ist auch nur minimal übergewichtig. Ich mag das sehr und kenne Brot wirklich nur zum Frühstück und brate mir heute lieber noch ein Ei oder koche schnell Nudeln, bevor ich mir zu nicht- Frühstückszeiten ein Brot schmiere (nicht, dass ich nicht auch gern ein schönes frisches Brötchen oder Schwarzbrot mit Butter und Käse essen würde). Mir persönlich gibt ein warmes essen (und sei es nur das frische Ei zum Salat oder das gebratene Hühnchen) ein viel wohligeres Gefühl (erst recht im Winter) als ein Butterbrot. Ich persönlich würde es toll finden, wenn Du bereit bist, Mittags auch warm zu kochen und für Deine Tochter ist es bestimmt auch toll. Wir haben uns immer riesig gefreut, wenn wir aus der Schule kamen und wussten, es gibt ein besonder geliebtes Essen (wir hatten bestimmte Tage an denen es bestimmte Sachen gab. Natürlich in Variationen. Z.B. gab es donnerstags immer Pasta, Freitags immer Fisch, auch mal sehr gern gegessen Fischstäbchen und wir durften gucken, wer mehr schafft, dienstags und Freitags immer frisches, saisonales Gemüse, da das die Markttage waren, samstags, auch wenn keine Schule war, Eierkuchen, Kartoffelpuffer, selbstgekochte Suppen und es gab so gut wir immer Nachtisch - Pudding, Obst, Cremes, Quarkspeisen...selbstgekocht-, und wie gesagt, trotzdem niemand dick). Wir hatten, erst recht in späteren Schuljahren (heute gibt es ja viele Horte, aber das Essen ist ja oft nicht besonders gesund/ schmackhaft) immer großen Hunger und das warme Mittagessen war einfach super. Und nach Hausaufgaben, daußen spielen, später Sport... auch das warme Abendessen. Ich würde bei meinen Kindern genauso machen. Wenn das zeitlich nicht machbar ist, vorkochen und früh zum Auftauen rauslegen. Ich finde die Idee mit dem zweimal warm essen toll! Wenn das zeitlich geht, ist das doch super. Grundsätzlich werden ja nicht mehr Kalorien aufgenommen. Für mich ist das typisch Deutsch und ein Trugschluss. Das kalte Abendbrot, Vesper, Brotzeiten etc. hat (mit Butter, Käse, Wurst, Aufstrichen, diversen, ja auch hellem Brotsorten) sicher gleichviele, wenn nicht mehr Kalorien als ein warmes Essen (ein Salat oder eine Gemüsepfanne sind oft sicher gesünder). Vielleicht kannst Du ja eine der Mahlzeite einfacher gestalten und die abendliche Familienmahlzeit weiter als Hauptmahlzeit. Oder mittags schon das Abendessen mit vorbereiten (schnippeln...). So kannst Du zweimal warm kochen ohne den kompletten Aufwand zu haben. Ich persönlich finde das super und absolut nicht übertrieben.