Frage im Expertenforum Kochen für Kinder an Dipl. oec. troph. Birgit Neumann:

Essen mit 9,5 Monaten

Frage: Essen mit 9,5 Monaten

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Guten Tag Frau Neumann! Meine Tochter (9,5 Monate) weigert sich konsequent Fleisch zu essen. Außerdem muß die Breikonsistenz den 4-Monatsgläschen entsprechen, sonst würgt und erbricht sie das Essen.Reiswaffeln waren besonders schlimm. Dazu kommt, dass sie allergiegefährdet ist und Kuhmilch nicht verträgt. Sie wird noch morgens und abends gestillt.Sie isst mittags eigentlich nur ein paar Gemüsesorten mit Kartoffeln und nachmittags ihren Reis/Hirse Birnen Brei, welchen sie jetzt allmählich ablehnt. Sie bekommt ihn ja auch schon seit 4 Monaten.Hätten Sie eine Idee, wie ich sie langsam an etwas (und was?) festeres gewöhnen könnte, bzw. ihr genügend Eisen im Essen anbieten könnte? Vielen Dank jetzt schonmal für die Auskunft. Viele Grüße


Birgit Neumann

Birgit Neumann

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Hallo Losana da du stillst, wird dein Baby gut ernährt und erhält viele wertvolle Nährstoffe, Auch Eisen. Bei Muttermilch wird das enthaltene Eisen beosnders gut resorbiert. Das Schlucken größerer Stücke oder Stückchen ist auch mit einem Reifeprozess verbunden. Wenn es bei euch noch nicht gut klappt, ist das in diesem Alter noch kein Problem. Das wird sich bestimmt bald geben. Statt dem gesmichten GOB, kannst du nun auch Obstmus pur geben. Bestimmt ist dein Baby einfach nicht mehr so hungrig. Mit etwa 10 lm nämlich, ist die Zeit des schnellen Wachstums vorbei und die meisten Babys benötigen weniger Nahrung. Entweder lässt du den GOB komplett weg, oder versuchst es mit Obstmus. Im Sinne des Familienkost, könntest du dieses Mus bspw selber dünsten. Mit mildem Apfel oder Birne. So schmeckt der Brei nicht immer exakt gleich, obwohl es doch die selbe Obstsorte ist. Selbiges gilt für den Mittagsbrei. Nicht nur die Konsistenz (Stückchen), sondern auch die Vielfalt charakterisiert die Familienkost. Und neue Geschmackserlebnisse, spielerisch erlebt, sind in diesem Alter sehr wichtig für die spätere Akzeptanz von Essen. Es müssen niemals Riesenmengen von Neuem gegessen werden. Oft reicht es auch, wenn das Kind die Bereitschaft zeigt, überhaupt zu probieren. Auch wenn es nur bspw eine einzige Erbse wäre. Beim nächsten Mal wären es dann zwei und so weiter. Die Familienkost sollte langsam (!) die Breimahlzeiten ersetzen. Zu Anfang sollte es ganz basic sein. Mal eine Nudel, ein Kartoffel-oder Gemüsestück. Es muss keine üppigen Portionen von Neuem essen, sondern es einfach als "Spielerei" und sich an den üblichen Breien sattessen. . So kann dein Kind die unterschiedlichen Geschmäcker und Konsistenzen unterschiedlicher Nahrungsmittel kennenlernen. Und den Inhalt des Gläschens gibst du auf den Teller, ebenso etwas von deinem Essen von deinem Teller. Zunächst einmal solltest du dein Kind ganz allgemein an die gewohnten Familienmahlzeiten gewöhnen. Das bedeutet: Alle sitzen gemeinsam vam Tisch und jeder hat einen Teller und Besteck. Und auch dein Kind darf selber essen. Wenn es sein muss, mit den Fingern. Es müssen keine Riesenmengen gegessen werden. Aber das Kind soll lernen, dass bspw Nudeln, egal ob grosse Nudeln oder kleine Nudeln, dicke Nudeln oder Spaghetti, in ähnlicher Weise vertragen und verdaut werden (oder auch nicht) und dass es eben Nudeln sind und Essen insgesamt viele Variationsmöglichkeiten bietet. Statt ständig neuer Gerichte, kannst du besser die Breizutaten einzeln in breiähnlichen Varianten servieren. Grüsse Birgit Neumann


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