Frage im Expertenforum Kinderzahngesundheit an Dr. med. dent. Jacqueline Esch:

Falsche Zahnbürste

Frage: Falsche Zahnbürste

Suna883

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Liebe Frau Dr. Etsch, mein Kind ist fast 1 Jahr alt. Leider hat es heute die elektrische Zahnbürste seines älteren Geschwisters in den Mund genommen. Dieses hatte leider bereits Zwischenraumkaries, da es einen sehr engen Zahnstand hat. Leider ist auch noch durch die Zahnseide (letzte Woche) eine Füllung rausgefallen, die morgen erneuert wird. Ich bin dadurch sehr akribisch bei der Zahnhygiene und es herrscht auch ein absolutes Verbot für alles was zum Austausch von Speichel führen könnte. Leider hat mein Mann heute Morgen in der Eile die Zahnbürste des Großen unausgewaschen auf einen kleinen Beistelltisch gelegt, weil sie spät dran waren. Als ich heimgekommen bin, habe ich gesehen, dass das Baby sie erhascht hat und drauf herum gekaut hat. Das muss erst Momente davor gewesen sein, weil die Zahnbürste nicht "nass" war. Nur ein ganz kleines bisschen angespeichelt oben. Das Baby bekommt gerade Zähne und steckt alles in den Mund, wobei es schon weiß, was man mit einer elektrischen Zahnbürste macht. Kann ich irgendetwas proaktiv tun um die Keimanzahl von Streptococcus mutans möglichst auf ein Minimum zu bringen? Generell? Dieses Thema stresst mich sehr und je älter das Baby wird, desto schwerer wird es. Einmal hat es den Löffel meines Bruder ganz schnell gepackt und in den Mund gesteckt. Mein Bruder hat damit nicht gerechnet und ich war am anderen Endes des Raumes. Es will ständig an anderen Trinkflaschen nuckeln und lutscht altersgemäß alles ab was es in die Finger bekommt. Ist es realtisch zu schaffen, dass ein Baby/Kind keimfrei bleibt? Ich habe das Gefühl das ist ein Kampf gegen Windmühlen und nur ich nehme das so wirklich Ernst. Die Großeltern belächeln mich sowieso. In der Krippe und im Kindergarten teilen die Kinder ja gefühlt alles irgendwie (ausversehen). Ich putze dem Baby natürlich zweimal am Tag die 4 vorhanden Zähne, auch schon elektrisch. Vielen Dank für ihre Auskunft!  herzliche Grüße! 


Dr. Jacqueline Esch

Dr. Jacqueline Esch

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Hallo,     die Menge der Bakterien und Häufigkeit der Übertragung spielen natürlich eine Rolle. Nicht sanierte Zähne der Betreuungsperson unterstützen die Übertragung der Kariesbakterien, nach dem Motto je mehr vorhanden sind, desto mehr können übertragen werden. Nun muß man sich aber klar machen, daß dann ein Besuch in einer Kindertageseinrichtung/ im Kindergarten, ein Besuch beim Kinderarzt, bei Freunden der Kinder...nicht mehr möglich wäre. Denn überall könnten die Kinder beim Spielen gemeinsam an etwas lutschen, sich gegenseitig den Schnuller ausleihen oder das Essen teilen... Karies ist eine multifaktorielle Erkrankung, bei denen die Bakterien alleine noch keine Karies verursachen können. Es ist aber tatsächlich gut, wenn Ihr Kind erst spät mit den ersten Bakterien in Kontakt kommt! Sie können wahrscheinlich nicht andauernd anwesend sein und kontrollieren was Ihr Kind macht. Aber während Ihrer Anwesenheit können Sie gerne solche "Übertragungswege" unterbinden, um die Häufigkeit der Übertragung gering zu halten. Achten Sie einfach vermehrt darauf und versuchen Sie auf die Ernährung zu achten und eine gute Mundhygiene zu betreiben.     Alles Gute und viele Grüße 


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