Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Ute Czeromin:

Schwangerschaft nach zwei FG und Schilddruesenueberfunktion (m. Basedow)

Frage: Schwangerschaft nach zwei FG und Schilddruesenueberfunktion (m. Basedow)

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Hallo Frau Dr. Czeromin, hier stellt sich folgende Situation: Dieses Jahr hatte ich zwei Fehlgeburten in der jeweils siebten SSW. (jeweils missed abortion); diese fanden unter einer diffusen struma statt, Jodtabletten nahm ich - bis auf die Dauer der ersten Schwangerschaft - ein. Nunmehr wurde Ende Mai dieses Jahres eine Ueberfunktion der SD bis hin zu morbus Basedow fest gestellt. Diese wird mit Carbimazol (Dosis 2-1-2) behandelt (FT3 EIA 4,71 pg/ml, FT4 EIA 1,82 ng/dl, TSH EIA < 0,01 mE/l, TRAK 69 U/l.) Der Zyklus ist mittlerweile -früher war er sehr regelmäßig - unregelmäßig. Kann und sollte man bei dieser Diagnostik eine kuenstliche Stimulierung des EP (Hormontherapie) durchführen, oder sollte man warten, bis sich die hormonelle Lage wieder von selbst reguliert hat ? Wie hoch sind die Chancen bei einer Hormontherapie, wie hoch ist die Kostenbeteiligung bei nicht miteinander verheirateten Paaren, und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit von Zwillings-oder Mehrlingsschwangerschaften -udn geburten ? Kann man eine Hormontherapie vor bei einer weiteren geplanten Schwangerschaft durchführen, oder ist dies nicht ratsam ? Stimmt es, dass die Fruchtbarkeit bei Frauen im Allgemeinen bereits ab dem 30. Lebensjahr abnimmt ? Haben Sie vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe. MfG


Dr. Ute Czeromin

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Liebe Christiane, es stimmt, die Fruchtbarkeit von Frauen nimmt bereits ab dem Alter von 30 jahren LANGSAM ab, für Sie sicher kein Grund, jetzt übereilte Entscheidungen zu treffen. Da Sie in diesem Jahr bereits zweimal schwanger waren und die Schilddrüsenwerte jetzt gut eingestellt sind, sehe ich zur Zeit keinen Grund nicht noch ca. ein halbes Jahr abzuwarten, ob sich Ihr Zykus nicht wieder einpendelt. Eine alleinige hormonelle Therapie ost auch bei nicht verheirateten Paaren weiterhin eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse, Bedingung dafür ist aber, daß das Spermiogramm i.O. ist und Verkehr zum Zeitpunkt des Eisprungs stattfindet und keine "künstliche Befruchtung" wie z.B. Inseminationen. Die Mehrlingsschwangerschaftsrate ist nur in Zyklen erhöht, bei denen mehrere Follikel heranwachsen, d.h. bei JEDER hormonmellen Stimulationstherapie muss Ultraschall gemacht werden, um die Entwicklung mehrerer sprungreifer Follikel zu entdecken und die Hormondosis dementsprechend anzupassen. In der Hoffnung daß Sie das alles nicht brauchen... LG Ute Czeromin


Dr. Ute Czeromin

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Liebe Christiane, es stimmt, die Fruchtbarkeit von Frauen nimmt bereits ab dem Alter von 30 jahren LANGSAM ab, für Sie sicher kein Grund, jetzt übereilte Entscheidungen zu treffen. Da Sie in diesem Jahr bereits zweimal schwanger waren und die Schilddrüsenwerte jetzt gut eingestellt sind, sehe ich zur Zeit keinen Grund nicht noch ca. ein halbes Jahr abzuwarten, ob sich Ihr Zykus nicht wieder einpendelt. Eine alleinige hormonelle Therapie ost auch bei nicht verheirateten Paaren weiterhin eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse, Bedingung dafür ist aber, daß das Spermiogramm i.O. ist und Verkehr zum Zeitpunkt des Eisprungs stattfindet und keine "künstliche Befruchtung" wie z.B. Inseminationen. Die Mehrlingsschwangerschaftsrate ist nur in Zyklen erhöht, bei denen mehrere Follikel heranwachsen, d.h. bei JEDER hormonmellen Stimulationstherapie muss Ultraschall gemacht werden, um die Entwicklung mehrerer sprungreifer Follikel zu entdecken und die Hormondosis dementsprechend anzupassen. In der Hoffnung daß Sie das alles nicht brauchen... LG Ute Czeromin


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