Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Prof. Dr. med. H. W. Michelmann:

Männliche Suberfitilität, Spermiogramm-Auswertung

Frage: Männliche Suberfitilität, Spermiogramm-Auswertung

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Sehr geehrter Herr Prof. Michelmann, seit ca. 2 Jahren wünschen meine Frau (39 Jahre) und ich (44 Jahre) ein Geschwisterkind für unseren 5-jährigen Sohn, der - auch nach ca. 9 Monate Versuchen - auf natürlichem Weg gezeugt wurde. Damals ergab ein Spermiogramm Normalwerte. Seit ca. 1 Jahr befinden wir uns nun in der KiWu-Behandlung, 3 Inseminationen waren bisher erfolglos. Ein Spermiogramm ergab dabei die Diagnose "Asthenoteratozoospermie". Es hatte folgende Werte: Volumen: 6,5 ml Dichte: 24 Mio/ml Gesamtdichte: 156 Mio Motilität: (A) 8% (B) 13% (C) 33% (D) 46% Gesamt (A+B) 21% Motilität nach Gradienten-Aufarbeitung: (A) 26% (B) 34% (C) 31% (D) 9% Motilität nach 24h: (A) 0% (B) 10% (C) 21% (D) 69% Morphologie: normale Zellen: 9% pathologische Zellen: 91% Spermatogenesezellen: 0% Wir überlegen jetzt, ob wir den Weg der IVF/ICSI gehen sollen - wozu der behandelnde Arzt uns rät. Ich wäre Ihnen für eine Einschätzung dankbar, ob das der Diagnose zugrunde liegende Spermiogramm keine andere Wahl lässt. Gibt es eine Möglichkeit, die Qualität des Spermiogramms zu verbessern? Ich lese immer wieder, dass Stress sich negativ auswirkt und davon habe ich -- beruflich bedingt-- leider reichlich. Gibt es homöopathische/naturheilkundliche Begleitmaßnahmen? Bietet die Akupunktur Unterstützung? Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung. Leonardo


Prof. Dr. H. W. Michelmann

Prof. Dr. H. W. Michelmann

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Hallo Leonardo, die Diagnose auf Grund des Spermiogramms ist richtig. Mit einer solchen grenzwertigen Ejakulatqualität kann es, muss es aber nicht, durch eine IUI Behandlung zu einer Schwangerschaft kommen. Wenn bei ihrer Frau alles in Ordnung ist, könnte es auch durch einen Geschlechtsverkehr klappen. Meiner Meinung nach ist aber nicht das Spermiogramm das Problem sondern das Alter ihrer Frau. Mit 39 Jahren ist die Chance auf eine Schwangerschaft, auch durch IVF/ICSI, stark reduziert. Ihnen in dieser Situation einen Rat zu geben, ist schwierig. Ich an ihrer Stelle würde eine IVF durchführen lassen, nur um zu sehen, ob es im Reagenzglas zu einer Befruchtung kommt. Ist dies der Fall, würde ich mit IUIs bzw. GVs weitermachen. Aber alles sollte möglichst sofort stattfinden, da die Zeit ihrer Frau davon läuft. Viel Glück! MfG HWM


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