Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Nassar, Mein Mann, 37 und ich 35, wünschen uns seit 1,5 J. ein zweites Kind. Meine Tochter ist knapp 2,5J. alt. Ich hatte 17 J. lang die Pille genommen und bin nach Absetzen 2 Mon. später schwanger geworden. In der 14. SSW wurde eine große Omphalocele festgestellt, meine Tochter wurde im Nov. 05 per KS geboren und 2x operiert und ist jetzt Gesund. Das kurz zur Vorgeschichte. Seit Okt. 06 versuchen wir nun wieder schwanger zu werden und es will einfach nicht klappen. Im Juli '07 hatte ich einen Frühabort ohne Ausschabung. Im Nov. '07 versuchten wir es mit Clomifen und auslösende Spritze, danach nahm ich Utrogest, aber ich wurde nicht schwanger. Danach habe ich vom Schwangerwerden etwas Abstand genommen, aber der KiWu ist doch sehr groß. Im Jan. machte mein Mann ein Spermiogramm, dieses ist okay. Blutuntersuchung im Febr. ergab am 5. ZT gute Hormonwerte bei mir und am 20 ZT wurde das Progesteron untersucht: 9,3 - zu niedrig. Meine FÄ hat mich nun zur Bauchspiegelung überwiesen - heute hatte ich ein Gespräch mit dem Prof. Dieser hält eine Bauchspiegelung nicht unbedingt für notwendig, da ich ja letztes Jahr Schwanger wurde, trotz Abort. Er ist der Meinung ist, dass es meine Psyche ist, warum ich nicht schwanger werde. Meine FÄ will mich nach der Bauchspiegelung in eine KiWu-Praxis zur Stimulationstherapie überweisen. Der Prof. meinte heute, es gäbe 2 Möglichkeiten: 1) KiWu ausschalten um den Kopf frei zu bekommen - viele werden dann schwanger 2) wenn ich eine Hormontherapie machen wolle, würde er eine Bauchspiegelung machen, aber nur damit ich mir keine GEdanken mehr machen müsste, ob auch alles okay wäre. So, nun sitze ich hier und weiß nicht so recht was ich machen soll. Da ich selbst in der Visceralchirurgie arbeite, weiß ich, dass es bei jedem Eingriff auf Risiken gibt. Eigentlich bin ich auch der Meinung, keine BS machen zu lassen. Als ich letztes Jahr den Frühabort hatte (bei 5+2, HCG 88) hatte ich den ersten Monat nicht ans Schwangerwerden gedacht - doch Psyche? Auch meine FÄ meint, dass es evtl. die Psyche wäre, da wir eine sehr schwierige - vor allem emotional schwierige - Schwangerschaft hatten. Oder kann es am Progesteronmangel liegen ? Was wäre denn der Normwert. Heute beim US - ZT 11 - sah der Prof. einen Follikel mit 17 mm - ES in 1-2 Tagen. Somit ein normaler Zyklus - Zykluslänge ist bei mir zwischen 23 und 26 Tagen. Wenn ich doch jetzt ein so schönes Follikel habe, bräuchte ich doch keine Stimulationstherapie, oder ? Ich habe etwas Sorge, was die Mehrlingsrate angeht. Meine FÄ ist ab morgen in Urlaub. Nun habe ich mir überlegt, in der 2. Zyklushälfte Utrogest zu nehmen (ich habe noch genügend da). Halten Sie dies für sinnvoll ? Wie lange sollte ich es dann einnehmen? Wie hoch sollte die Dosierung vom Utrogest sein? Was raten Sie mir? Den KiWu kann ich leider nicht ganz ausschalten - da ich ja nicht jünger werde :-( Vielen Dank für Ihre Einschätzung und entschuldigen Sie bitte die Länge des Textes. Gruß Carmen
Hallo Carmen, man kann nicht alles immer nur auf die Psyche schieben und der Rat den Kinderwunsch zur Seite zu legen ist zwar gut gemeint, hilft Ihnen aber nicht wirklich weiter. Es ist o.k. mit der BS noch ein wenig zu warten. Ihr Zyklus ist deutlich verkürzt, somit liegt auch klinisch eine leichte Störung der Eizellreifung vor, die mittels einer vorsichtigen Hormonstimulation ausgeglichen werden kann. Die Gelbkörperhormonschwäche ist nur als ein Symptom der Reifungsstörung zu werten. Utrogest kann zwar den Gelbkörperhormon-Spiegel erhöhen, aber die Wirksamkeit ist in diesem Fall nicht gesichert. Übliche Dosierung sind 2Kps./Tag ab ca. 18. Zyklustag. Tipp: fragen Sie Ihre Frauenärztin morgen, ob Sie Ihnen eine HCG-Spritze zum auslösen des Eisprungs verabreichen könnte. Sollte der SS-Test in 3 Wochen nicht positiv ausfallen, können Sie mich gern nochmal ansprechen. Viel Glück, Ihr N. Nassar
Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Nassar, vielen lieben Dank für Ihre Antwort. Es bestätigt mich darin, keine Bauchspiegelung machen zu lassen. Bzgl. der von Ihnen angeratenen Hormonstimulation wollte ich noch etwas fragen: -Kann dies meine FÄ machen oder muß ich da zum Spezialisten? -Was für eine Therapie ist das? Leider ist meine FÄ im Urlaub, somit konnte ich keine auslösende Spritze bekommen. Wir waren aber die letzten TAge fleißig am Üben - wer weiß.... Vielen Dank nochmals Gruß Carmen
Hallo Carmen, es gibt zwei grundsäzzliche Möglichkeiten: 1. mit einem so genannten "Antiöstrogen" wie Clomiphen. Einnahme in Tablettenform 5 Tage lang ab 3.-5. Zyklustag. Wirkmechanismus: Indirekte Anregung der Eizellreifung durch Senkung des Östrogenspiegels zu Zyklusbeginn. DIe Hirnanhangsdrüse reagiert darauf mit einer vermehrten Ausschüttung der Botenstoffe FSH und LH. Vorteil: einfach in der Anwendung und Risikoarm, kann von Ihrer Frauenärztin verordnet werden. 2. Direkte Stimulation der Eibläschen mit Gonadotropinen. Anwendung niedrigdosiert eine Spritze ab 2.-5. ZT. und Kontrolle der Eierstockreaktion mittels Ultraschall und Blutnetnahme. Vorteil: Bessere Wirksamkeit, Nachteil höhere Kosten und darf nur vom Spezialisten verordnet werden. Die Hauptnebenwirkung entspricht der eigentlichen Wirkung: Das wachstum mehrere Eibläschen mit der Gefahr einer Mehrlings-SS. Deshalb Anwendung nur unter fachärztlicher Überwachung. Andere ernsthafte Nebenwirkungen (z. B. Überstimulation) treten bei den üblichen Dosierungen nur sehr selten auf. In beiden Fällen würde die Auslösung des Eisprungs mit einer HCG-Spritze die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen. Womöglich brauchen SIe's aber gar nicht ;-) Gruß N. Nassar
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