julia.carlin
Sehr geehrte Frau Professor Sonntag, wir haben einen zweiten Kinderwunsch. Ich bin mittlerweile 41 Jahre alt und habe nur noch einen Eierstock und Eileiter (Op im Januar 2022 wegen eines großen gutartigen Tumors). Im Mai 2022 bin ich bei der ersten Insemination im natürlichen Zyklus mit unserer Tochter schwanger geworden. Insemination war notwendig, da Spendersamen benötigt. Unkomplizierte Schwangerschaft und Geburt. Erneuter Kinderwunsch seit Sommer 2024. Leider vor erneuter Insemination perforierte Appendizitis mit lokaler Peritonitis im Juli 2024. Bei diagnostischer Laparoskopie im November 2024 wurden ausgedehnte Adhäsionen festgestellt auch am Eileiter. Nach Adhäsiolyse war der Eileiter wieder frei beweglich und auch durchgängig. Die operierende Ärztin meinte, es sei 2-3 Monate möglich schwanger zu werden mit Insemination. Leider konnten wir diesen Zeitraum aufgrund von einer Corona Infektion und darauf folgender Grippe nur für eine leider erfolglose Insemination nutzen. Meine Gynäkologin rät mir zu weiteren Versuchen per Insemination, da sie anhand des Op Berichts keine Bedenken hat, dass es doch noch klappen kann. Ich bin verunsichert aufgrund der Aussage der operierenden Ärztin. Mein fortgeschrittenes Alter macht zusätzlich Druck. Mein AMH Wert liegt aktuell bei 2,62 ng/ ml, 10 Antralfollikel konnten an ZT 3 gezählt werden und auch die anderen Hormonwerte im diagnostischen Zyklus sind gut. Was würden Sie mir empfehlen? Weitere Versuche mit Insemination, klassische IVF oder IVF Naturelle? Vielen Dank für Ihre Mühe. Viele Grüße Jule
Individuelle Abwägung zwischen zeitlich begrenzten weiteren Versuchen der Insemination oder direkt IVF-Therapie. Erfreulicherweise ist Ihre Eierstockreserve überdurchschnittlich, und Sie hatten bereits eine erfolgreiche Schwangerschaft. Beides positive Vorhersageparameter. Wenn IVF, dann mit Stimulation aufgrund des zu erwartenden guten Ansprechens und dadurch dann gesteigerter Chancen.
julia.carlin
Vielen Dank für Ihre Antwort. In welchem Zeitraum nach der Bauchspiegelung würden Sie eine Insemination für sinnvoll halten? Wann ist mit neuen Verwachsungen zu rechnen? Oder kann die Bauchspiegelung auch dauerhaft die Funktion wieder herstellen?
Das Zeitfenster ist durch Ihr Alter und die zunehmende Verschlechterung der Eizellqualität limitiert, sowie dadurch geringe Chance pro Zyklus, nicht durch erneut auftretende oder nicht auftretende Verwachsungen.
julia.carlin
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Mir ist bewusst, dass mein Alter das größte Problem darstellt. Vielleicht können Sie mir mit Ihrer Einschätzung weiterhelfen, ob Inseminationen überhaupt Sinn machen aufgrund des Zustands nach Appendizitis und Adhäsiolyse. Kann es überhaupt funktionieren und wenn ja, wie lange nach der Adhäsiolyse? Ich würde sehr gerne keine IVF machen müssen, aber möchte auch keine Zeit und Geld in eine Behandlung investieren, die mir zwar lieber, aber sinnlos ist. Ich danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit nehmen.
Alles möglich, wir wissen es nicht.
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