Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Friedrich Gagsteiger:

Progesteron oder Mönchspfeffer

Frage: Progesteron oder Mönchspfeffer

Valvopi

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Guten Abend Herr Dr. Gagsteiger, seit ca 3 Monaten habe ich Schmierblutungen vor dem Einsetzen der Periode, diese wurden auch immer länger, mittlerweile dauern sie 3 Tage. Ich messe die Basaltemperatur und mache seit November Ovus, die waren stets positiv an Tag 13 oder 14. An Tag 22 kamen beim letzten Zyklus die Schmierblutungen, an Tag 25 die Periode. Nach meinem Laienverständnis ist die Lutealphase zu kurz und eine Einnistung erschwert. Stimmt das oder besteht trotzdem die Chance auf eine Schwangerschaft? Ich war nun bei meiner Gynäkologin, die meinte, für sie klinge es nach einem Progrsteronmangel. Weil es auch relative Mängel gibt, bringen Bluttests nicht viel. Der Ultraschall war unauffällig. Eine Folikelreifungsstörung schließt sie wegen den Ovus aus. Aufgrund eines Leberadenoms hat sie mir Mönchspfeffer verschrieben. Ich solle mit dem Internisten abklären, ob ich Progesteron nehmen könne. Dieser gab nun seit ok.  Nun meine Fragen: - sehen Sie das mit dem Bluttest auch so? Wenn nein, wann sollte ich ins Labor? - kann mönchspfeffer meine Lage auch verschlimmern? Wie hoch mein Progesteron ist, weiß ich ja nicht.  - ich nehme nun seit einem Tag den Mönchspfeffer, sollte ich stattdessen auf Progesteron umsteigen? Wenn nein, wie lange würden sie den Mönchspfeffer eine Chance geben? - was empfehlen Sie mir um schnellstmöglich meinen Kinderwunsch zu erfüllen?  Dankeschön! 🙏 


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Abend, vielen Dank für Ihre sehr klare Schilderung. Und vorweg: Ihr eigenes Verständnis der Situation ist medizinisch vernünftig.          1. Ist Ihre Lutealphase zu kurz – und erschwert das die Einnistung?   Ja, das ist sehr wahrscheinlich der Fall.   Positiver Ovulationstest an ZT 13–14 Schmierblutungen ab ZT 22 Menstruation an ZT 25   Das ergibt eine Lutealphase von etwa 8–9 Tagen. Optimal sind mindestens 10 Tage, besser 11–14 Tage. Mit einer verkürzten Lutealphase:   ist eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen, aber die Einnistung ist instabiler, frühe Abbrüche (biochemische Schwangerschaften) sind häufiger.   👉 Ihre Sorge ist also berechtigt, auch wenn grundsätzlich eine Chance besteht.         2. Bringt eine Progesteron-Blutuntersuchung etwas?   Hier sehe ich es etwas differenzierter als Ihre Gynäkologin. Es stimmt:   Ein einzelner Progesteronwert ist kein perfekter Marker Es gibt relative Mängel, die sich nicht immer eindeutig zeigen   Aber: Ein Bluttest ist durchaus sinnvoll, wenn er richtig durchgeführt wird.   Wann messen?     5–7 Tage nach dem Eisprung bei Ihnen etwa ZT 19–21 orientiert am positiven Ovulationstest, nicht am Kalender     Orientierung:     >10 ng/ml → spricht für ausreichende Gelbkörperfunktion < 10 ng/ml → Hinweis auf Lutealinsuffizienz < 7 ng/ml → klar behandlungsbedürftig   👉 Ich würde nicht endlos messen, aber einmal wissen, wo Sie stehen, ist sinnvoll.         3. Mönchspfeffer – kann er helfen oder schaden?   Ja, beides ist möglich. Mönchspfeffer wirkt über die Hirnanhangsdrüse, senkt Prolaktin und kann bei manchen Frauen:   den Zyklus stabilisieren die zweite Zyklushälfte verbessern   Aber:   wenn kein Prolaktinproblem besteht und der Eisprung ohnehin regelmäßig erfolgt   kann Mönchspfeffer:   den Zyklus unnötig verändern die Lutealphase sogar verkürzen die Situation instabiler machen   Da Sie:   regelmäßige Eisprünge haben keine bekannte Hyperprolaktinämie bereits eine verkürzte Lutealphase   bin ich zurückhaltend, was Mönchspfeffer als erste Maßnahme betrifft.         4. Progesteron oder Mönchspfeffer?   In Ihrer Situation halte ich Progesteron für den klareren und direkteren Weg.   gezielte Wirkung gut steuerbar schnell wirksam reversibel     Praktisch:     Progesteron ab Eisprung +2 oder +3 z. B. 200 mg vaginal abends ggf. 200 mg morgens + abends bis ZT 25–26 bei positivem Schwangerschaftstest: fortführen   👉 Wenn Progesteron gegeben wird, würde ich Mönchspfeffer absetzen. Beides parallel ist meist nicht sinnvoll.         5. Ein ganz wichtiger Zusatz: Progesteron ist nicht immer die ganze Lösung   Das möchte ich offen ansprechen, weil es für das Gesamtverständnis entscheidend ist: 👉 Progesteron allein kann die zweite Zyklushälfte manchmal nur „kosmetisch“ verbessern. Was bedeutet das?   Progesteron von außen kann   Schmierblutungen reduzieren die Lutealphase verlängern die Einnistungsbedingungen verbessern     Aber: Die Qualität der Gelbkörperphase hängt ganz wesentlich davon ab, wie gut der Follikel in der ersten Zyklushälfte gereift ist. Ein gut gereifter Follikel:   bildet einen stabileren Gelbkörper produziert von sich aus mehr Progesteron sorgt häufig für eine ruhigere, längere zweite Zyklushälfte   Es kann also sein, dass:   Progesteron Symptome bessert, die Ursache aber in einer suboptimalen Follikelreifung liegt (auch wenn ein Eisprung stattfindet!).           6. Was bedeutet das konkret für Sie?   Mein pragmatisches Vorgehen wäre:   Schritt 1 – jetzt:     Luteale Unterstützung mit Progesteron Mönchspfeffer pausieren     Schritt 2 – beobachten (2–3 Zyklen):     Dauer der Lutealphase Schmierblutungen ja/nein Zyklusgefühl     Schritt 3 – falls keine Schwangerschaft eintritt:   Nicht einfach „mehr Progesteron“, sondern einen Schritt früher ansetzen:   Lebensumstände optimieren (Stress, Schlaf, Ernährung, Sport) Schilddrüse / Prolaktin prüfen (falls noch nicht erfolgt) ggf. Eisen- oder Vitamin-D-Status in ausgewählten Fällen eine sehr milde Unterstützung der Eizellreifung → nicht „mehr“, sondern besser   Denn: Ein gut gereifter Follikel macht oft mehr für die zweite Zyklushälfte als jede Progesteronkapsel allein.         Zusammenfassung in Klartext     Ihre Lutealphase ist wahrscheinlich zu kurz Eine Schwangerschaft ist möglich, aber weniger stabil Ein richtig getimter Progesteronwert kann hilfreich sein Progesteron ist der sinnvollere erste Schritt als Mönchspfeffer Langfristig ist die Qualität der Follikelreifung entscheidend   Herzliche Grüße Ihr Dr. Friedrich Gagsteiger


Valvopi

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Guten Morgen Herr Dr. Gagsteiger, herzlichen Dank für diese umfassende Antwort, die hilft mir sehr! 3 Fragen dazu:  1. soll ich dieses Monat schon Progesteron nehmen oder um ein Blutbild machen zu können, auf nächstes Monat warten? Und bis dahin Mönchspfeffer absetzen? Meine Gynäkologin hat mir eine Überweisung fürs Labor gegeben, allerdings für ZT 2-5 (mit folgenden Werten: Prolaktin, AMH,  LH, FSH, Östradiol, Testosteron, DHEAS, TSH).  Dh ich sollte zwei mal ins Labor und fehlen Werte? Es sieht für mich so wenig aus. 2. Ich habe bereits bei den Umständen angesetzt, meine Ernährung noch verbessert, viel weniger Gewicht als vor der letzten Schwangerschaft und versuche Stress abzubauen. Wie könnte man der Folikelreifung helfen und wie finde ich raus, wie gut diese ist?  3. Ich bin nun 35, wir versuchen es seit August. Ab wann würden sie mir raten, in ein Kinderwunschzentrum zu gehen bzw bis wann reicht die niedergelassene Gynäkologin? Einen Zweijährigen haben wir übrigens, er entstand nach 4 Monaten.  Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag und danke Ihnen herzlich für diese wichtige Arbeit! 


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Tag, vielen Dank für Ihre Fragen.  Zur geplanten Diagnostik   Nicht alle weiterführenden Untersuchungen können über die gesetzliche Krankenkassen-Chipkarte abgerechnet werden. Hintergrund ist das sogenannte WANZ-Prinzip („wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig“), an das niedergelassene Ärztinnen und Ärzte strikt gebunden sind. Wer darüber hinaus diagnostiziert, riskiert finanzielle Regressforderungen. Das bedeutet ganz praktisch: Ein Teil der vertieften Hormon- oder Zyklusdiagnostik kann medizinisch sinnvoll, aber nicht immer kassenfinanziertsein. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass einzelne Laborwerte als Selbstleistung übernommen werden müssen. Das ist kein Zeichen von Überdiagnostik, sondern Folge der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Progesteron in diesem Zyklus   Unabhängig von der Diagnostik spricht nichts dagegen, bereits in diesem Zyklus vorsichtig zu unterstützen:   Beginn ab dem Tag nach dem Eisprung 200 mg Progesteron vaginal abends   Diese Dosierung ist gut verträglich und wird häufig eingesetzt, wenn die zweite Zyklushälfte vorsorglich stabilisiert werden soll. Sollte etwa fünf Tage nach dem Eisprung eine Blutabnahme erfolgen und dabei Progesteron und Östradiolbestimmt werden, lässt sich die Qualität der Lutealphase dennoch gut beurteilen. Der Grund: Vaginal appliziertes Progesteron wirkt vor allem lokal in der Gebärmutter und beeinflusst den Blutwert nur geringfügig. Wenn Sie mir diese Werte mitteilen, können wir gemeinsam einschätzen, ob die Gelbkörperphase gut angelegt ist oder ob eine gezieltere Unterstützung sinnvoll wäre. Bitte seien Sie versichert: Ihr Vorgehen ist überlegt, verantwortungsvoll und medizinisch absolut nachvollziehbar. Wir können die Diagnostik und Behandlung Schritt für Schritt anpassen – ohne Zeitdruck, aber mit klarem Plan. Herzliche Grüße Ihr Dr. Gagsteiger


Valvopi

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Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, ich komme auf Ihr freundliches Angebot, meine Blutwerte anzusehen und die mögliche Folikelreifungsstörung zu beurteilen, zurück.  Es war so, dass ich am Sonntag, den 8.2. morgens einen überdeutlich positiven Ovulationstest hatte und ich am darauffolgenden Dienstag am morgen mit 100mg Utrogestan vaginal begonnen habe. Dienstag wählte ich, weil meine Basaltemperatur deutlich höher war und Sie meinten 1 Tag nach dem Eisprung beginnen. Ich nehme es nun morgens und abends vaginal.  Frage 1: War Dienstag richtig? Und stimmt vaginal (meine Gyn meinte oral, ich verstehe allerdings nicht wieso, zumal ich auch noch ein Leberadenom habe)? Ich war dann am 19. Zyklustag, somit am Samstag, den 14.2. im Labor und habe nun die folgenden Ergebnisse: Eisen 37 - 145 µg/dl (= Referenzwert) 105 µg/dl Ferritin 15 - 150 ng/ml 49 ng/ml TSH 0.35 - 4.94 mU/l 4.04 mU/l Östradiol (E2) 145.0 pg/ml Prolaktin 5.18 - 26.53 ng/ml (=Referenz) 26.21 ng/ml Progesteron 19.9 ng/ml Ich habe ein umfangreiches Blutbild machen lassen und nur Gamma - GT, Cholesterin und Hämatokrit waren etwas aus der Norm.  Frage 2: Was bedeutet das nun für mich? Ist das Progesteron gut und inwieweit beeinflusst von Utrogestan? Habe ich nun die vermutete Gelbkörperschwäche und wenn nein, wieso die Schmierblutungen sowie die kurze Lutealphase? Frage 3: Wie und wann beende ich Utrogestan? Die Assistentin meiner Gyn meinte bei einem positiven Schwangerschaftstest sofort aufhören, ansonsten nach 14 Tagen. Sie meinten ja fortfahren. Muss ich immer einen Schwangerschaftstest machen? Oder setzen meine Blutungen auch mit Progesteron ein? Frage 4: Abends verlangt mein 2-Jähriger noch die Brust, daher wohl der hohe Prolaktinwert. Stört der? herzlichen Dank!!


Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Abend, Ich gehe Ihre Fragen strukturiert durch.   1️⃣ Beginn und Art der Progesterongabe   Ovulationstest Sonntag deutlich positiv → Eisprung meist 12–36 Stunden später → sehr wahrscheinlich Montag Beginn Dienstagmorgen = korrekt Das entspricht „1 Tag nach Eisprung“. Das passt. Vaginal vs. oral: Bei Ihnen vaginal eindeutig sinnvoller:   bessere lokale Wirkung am Endometrium geringere systemische Belastung bei bestehendem Leberadenom klar günstiger   Oral hat keinen Vorteil, eher mehr Nebenwirkungen. Vaginal ist medizinisch absolut richtig.         2️⃣ Ihre Laborwerte – Einordnung     Progesteron 19,9 ng/ml   Das ist gut für die mittlere Lutealphase. Wichtig: Vaginal gegebenes Progesteron erhöht den Serumwert nur moderat. Der Wert zeigt also: → Sie haben einen funktionierenden Gelbkörper. Das spricht nicht für eine ausgeprägte Gelbkörperschwäche.         Östradiol 145 pg/ml   Für die Lutealphase absolut passend.         TSH 4,04   Das ist der Wert, der mir am meisten auffällt. Für Kinderwunsch sollte TSH idealerweise: → unter 2,5 liegen → optimal eher zwischen 1–2 Hier besteht Handlungsbedarf. Ein suboptimal eingestelltes TSH kann:   Schmierblutungen begünstigen Lutealphasen verkürzen Einnistung beeinträchtigen   Das ist relevanter als das Progesteron.     Prolaktin 26,2 Am oberen Normrand. Abendliches Stillen kann das erklären. Dieser Wert stört die Lutealphase nicht wesentlich, solange der Eisprung zuverlässig stattfindet – was bei Ihnen der Fall ist.     3️⃣ Haben Sie eine Gelbkörperschwäche?   Nach diesen Werten: → Nein, keine klassische Lutealinsuffizienz. Ihre Schmierblutungen können entstehen durch: suboptimale Schilddrüseneinstellung minimale Zyklusdysbalance altersbedingte feinere hormonelle Schwankungen   Progesteron ist hier eher unterstützend, nicht die Kernlösung.   4️⃣ Wann Utrogestan absetzen?   Wichtig: Progesteron kann eine Blutung unterdrücken. Deshalb: 14 Tage nach Eisprung Schwangerschaftstest bei negativem Test absetzen Blutung kommt dann meist 2–4 Tage später   Bei positivem Test: → weiternehmen → mindestens bis zur 10.–12. SSW Nicht bei positivem Test absetzen. Das wäre falsch.   Zusammengefasst   Beginn Dienstag: richtig Vaginal: absolut sinnvoll Progesteronwert: gut keine klare Gelbkörperschwäche TSH sollte optimiert werden Prolaktin durch Stillen erklärbar Progesteron erst nach negativem Test beenden   Und jetzt etwas Wichtiges: Ihre Hormone zeigen, dass Ihr Zyklus grundsätzlich funktioniert. Die kurze Lutealphase ist wahrscheinlich kein „schwerer Defekt“, sondern eher ein Feintuning-Thema – vor allem Schilddrüse. Herzliche Grüße Dr. Gagsteiger


Valvopi

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Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, herzlichen Dank für diese gut verständliche Antwort! Das mit der Schilddrüse, die also für meine Schmierblutungen verantwortlich ist, ist für mich allerdings noch unklar. Welcher Facharzt ist dafür zuständig, wie würden Sie das behandeln? Wie stark sinken meine Chancen? Diese 2 Werte wurden für die Schilddrüse auch noch erhoben: freies T3 1.58 - 3.91 pg/ml2.53 pg/ml freies T4 0.70 - 1.48 ng/dl1.02 ng/dl Ich weiß nicht, ob die auch relvant sind.  Und auch ohne Progesteronschwäche nehme ich es weiter, weil es nicht schaden kann, sondern unterstützt. Es kann also nicht zu hoch werden? Vielen, vielen Dank!


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Abend, Sie stellen genau die richtigen Fragen.     1️⃣ Ihre Schilddrüsenwerte – was bedeuten sie?   TSH: 4,04 mU/l fT3: 2,53 (normal) fT4: 1,02 (normal) Das ist eine latente Hypothyreose:   TSH erhöht freie Werte noch im Normbereich   Für den „Alltag“ wäre das oft tolerabel. Für Kinderwunsch ist es nicht optimal. Zielwert bei Kinderwunsch: 👉 TSH zwischen 1,0 und 2,0 spätestens unter 2,5.     2️⃣ Können davon Schmierblutungen kommen?   Ja – indirekt. Eine leicht erhöhte TSH-Situation kann:   die Follikelreifung minimal beeinflussen die Gelbkörperfunktion subtil abschwächen Zykluslängen verschieben Schmierblutungen begünstigen   Es ist selten der alleinige Grund – aber bei Ihnen wahrscheinlich ein mitwirkender Faktor.    3️⃣ Wie stark sinken Ihre Chancen?   Nicht dramatisch. Aber messbar. Studien zeigen:   höhere Fehlgeburtsrate bei TSH > 2,5 etwas reduzierte Einnistungsrate   Wir sprechen nicht von „halbierten Chancen“, sondern eher von einem unnötigen Risikofaktor, den man einfach optimieren kann. Und genau das würde ich tun. 4️⃣ Wer ist zuständig?   Das kann:   Ihre Gynäkologin Ihr Hausarzt oder ein Endokrinologe   behandeln. In der Praxis reicht meist: 👉 Beginn mit 25–50 µg L-Thyroxin morgens nüchtern Kontrolle nach 6 Wochen. Keine große Aktion. Aber ein sinnvoller Feinschliff.   Sie sind nicht in einer schlechten hormonellen Situation. Sie sind in einer Situation, in der Feintuning sinnvoll ist. Herzliche Grüße Dr. Gagsteiger


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