E.S.
Sehr geehrte Frau Dr. Popovici, ich bin vor kurzem 36 Jahre alt geworden und mein Mann und ich wünschen uns ein Kind. Wir versuchen es seit ca. 3 Monaten, bislang hat es nicht geklappt. Anfang Januar wurde ich im Bereich der Lendenwirbelsäule geröngt (2 Bilder, Grund waren starke, langanhaltende Rückenschnerzen). Ich war zu dieser Zeit in dem Glauben, dass das ganz zu Beginn eines Zyklus unproblematisch sei, was mir die Mitarbeiterin am Röntgengerät auch so sagte. Erst als ich zu Hause war bin ich im Internet auf eine neue Studie aus dem Jahr 2025 gestoßen. Auf der Internetseite des Deutschen Ärzteblatts kann man lesen: "Montréal – Eine große Kohortenstudie aus Kanada legt nahe, dass Computertomografien (CT) vor der Empfängnis das Risiko für Schwangerschaftsverluste und angeborene Fehlbildungen erhöhen können. Die Ergebnisse sind in den Annals of Internal Medicine (2025; DOI: 10.7326/ANNALS-24-03479) publiziert." Auf der Internetseite der süddeutschen Zeitung heißt es zu der neuen Studie unter anderem: je näher die CT-Untersuchung am geschätzten Empfängnisdatum lag, desto höher war das Risiko. Im Internet habe ich zudem gelesen, dass die Strahlenbelastung bei einem Röntgen im Bereich der LWS zwar wohl niedriger sein soll als bei einem CT, aber dennoch deutlich höher als bei Röntgen in anderen Körperregionen. Und leider liegt die Lendenwirbelsäule ja auch in der Nähe der Eierstöcke. Da ich die beiden Röntgenbilder leider nicht mehr rückgängig machen kann frage ich mich wie ich mich nun möglichst gut verhalten kann. Es erscheint mir angesichts meines Alters nicht sinnvoll meinen Kinderwunsch noch jahrelang aufzuschieben, andererseits scheint die Studie aber zu sagen, dass das Risiko umso höher ist je näher die Strahlenbelastung am Empfängnisdatum lag. Wie lange sollte ich warten? Gibt es sonst irgendetwas das ich jetzt noch tun kann um das Risiko zu minimieren? Kann auch das ärztlich noch geplante MRT schädlich sein? Sollte ich es nicht machen lassen? Sollte man auch nach einem MRT pausieren und wenn ja wie lange? Ich bedanke mich bei Ihnen ganz herzlich für Ihre Antwort!
Hallo, 2 Röntgenbilder in der 1. Zyklusphase halte ich für vollkommen unbedenklich. Ein CT-Bild macht eine deutliche höhere Strahlenbelastung als 2 Röntgenbilder. Bei einem MRT setzt man sich überhaupt keiner Strahlenbelastung aus. Sollte ein Kontrastmittel nötig sein, sollte das MRT nicht nach dem Eisprung erfolgen. Pausieren müssen Sie danach nicht. Alles Gute, RP
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