Familie R.
Sehr geehrter Herr Dr. Gagsteiger, in einer Antwort von Ihnen aus dem Jahr 2014 habe ich die Aussage gefunden, dass Sie bei Kinderwunsch die Lutealphase mit Östrogenen und Progesteron unterstützen. Das interessiert mich sehr, weil bei mir sowohl die Östrogen- als auch Progesteronwerte in der Lutealphase suboptimal sind – obwohl die Werte in der Follikelphase sehr gut sind. Können Sie mir erklären, was Sie mit einer Unterstützung der Lutealphase mit Östrogenen und Progesteron genau meinen? Geben Sie zusätzlich zu einem Progesteronpräparat ein Östrogenpräparat? Haben Sie damit gute Erfahrungen gemacht? Mit freundlichen Grüßen, Familie R.
Hallo Familie R, leider lässt sich das so pauschal nicht beantworten. Das wichtigste ist eine optimale Eizellreifung. Gelingt diese nicht, gibt es später eine Gelbkörperschwäche. Diese kann man dann versuchen, mit fehlenden Östrogen oder Progesteron zu stützen. Es ist auch bekannt, die Gelbkörperphase mit kleinen Dosen von Schwangerschaftshormon zu stützen, wenn sei sich als zu schwach herausstellt. Aber entscheidend ist vorher die Eizellreifung zu unterstützen. Sprechen sie mit Ihrem behandelnden Arzt. Er weiß das. Viel Glück!
Familie R.
Zwischenzeitlich habe ich noch weiter in älteren Antworten von Ihnen gestöbert und aus dem Jahr 2016 noch etwas Interessantes gefunden. Sie schreiben: "Brevactid ist zwar ein Schwangerschaftshormon. Man gibt es meistens aber um den Eisprung auszulösen oder die Gelbkörper zur Arbeit anzuregen." Wenn Sie Brevactid zu dem Zweck einsetzen, den Gelbkörper zu Arbeit anzuregen (ES findet bei mir nämlich zuverlässig statt) - an welchen Zyklustagen geben Sie dann wie viele Einheiten? (Die ursprüngliche Frage interessiert mich aber dennoch nach wie vor...) Nochmals viele Grüße! Familie R.
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