Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Prof. Dr. med. H. W. Michelmann:

Kinderwunsch seit 4 Jahren.

Frage: Kinderwunsch seit 4 Jahren.

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Hallo, mein Mann und ich versuchen seit ca. 4 Jahren Kinder zu bekommen. Wir hatten am 09.09.08 einen Termin im IVF - Zentrum in Ulm, da wurden diverse Tests durchgeführt. Und nun komme ich zu meinem Anliegen. Habe heute einen Brief vom Zentrum bekommen in dem folgendes steht: DIAGNOSE: 09/08 Teratozoospermie Chronische Prostatitis (Mykoplasmen / Gardnerella) Parapelvine Nierenzysten rechts BEURTEILUNG UND THERAPIE: 1. Es liegt eine Teratozoospermie bei normogonadotropem Normogonadismus vor. Die Langzeitmotilität der Spermien ist normal. Die endokrinologische Diagnostik ist unauffällig. 2. Der transrektale Ultraschall der Prostata ist noch ausstehend. Ein organisch pathologischer Befund fand sich sonst nicht. 3. In der Ejakulatkultur waren Ureaplasmen und Gardnerellen nachweisbar. Ich rezeptierte Azithomycin und Metronidazol. Eine Therapie der Partnerin wird empfohlen. Bis zum Abschluss der Therapie bei beiden Partnern sollte der Geschlechtsverkehr durch Kondome geschützt werden. 4. Ich empfehle eine konsequente Nikotinkarenz und antioxidative Therapie mit Vitaminkomplexen (cellagon + Cefasel200µg + Cefazink 20mg). 5. Eine Kontrolle des Spermiogramms und Ejakulatkultur ist in drei Monaten sinnvoll. 6. Vor ICSI / IVF sollte eine genetische Beratung angeboten werden. 7. Jährliche Kontrolle der rechten Niere empfohlen. ANAMNESE: In der allg. Vorgeschichte Epilepsie (Valproinat). Keine relevanten Voroperationen. Die aktuelle Vorstellung erfolgte wegen sekundärer Sterilität mit unerfülltem Kinderwunsch seit 4 Jahren. Schwangerschaft oder Fehlgeburt in der jetzigen Partnerschaft werden verneint. Die Partnerin hat 2 Kinder aus erster Ehe. Mit einem früheren Partner bestand auch eine Schwangerschaft nach Spontankonzeption die in einem Abort im ersten Trimenon resultierte. Eine zytogenetische Analyse des Abortgewebes erfolgte nicht. Eine humangenetische Beratung erfolgte bislang nicht. Ferner trat bei der geburt des älteren Sohnes eine Totgeburt eines Zwillingsbruders auf. Bisherige Therapiemaßnahmen: hormonelle Zyklusregulierung. Gynäkologische Faktoren bei der Partnerin: Z. n. Konisation (Carzinoma insitu) ... LABOR: ... Vereinzelt Wachstum von Gardnerella Vaginalis, Metronidazol (s). Vereinzelt Wachstum von koagulase - negative Staphylococcen.... Nun aber zu meiner Frage: 1. Ich verstehe bei dem Schreiben nur Bahnhof und würde sie bitte es mir einfach zu erklären. 2. Kann diese Ureaplasmen / Mycoplasmen - Infektion so ausschlaggebend für eine Einschränkung der Fruchtbarkeit sein? 3. Was bewirken diese Medis? 4. Warum soll mein Mann eine antioxidative Therapie mit Vitaminkomplexen (cellagon + Cefasel200µg + Cefazink 20mg) machen und ich nicht? (Mein Mann und ich Rauchen seit ca. 2 Wochen nicht mehr) Ich bedanke mich schonmal im Voraus. Gruß Angelmam


Prof. Dr. H. W. Michelmann

Prof. Dr. H. W. Michelmann

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Hallo Angelmam, mich würde schon interessieren, wie das Spermiogramm ausgesehen hat, denn es ist nicht aufgeführt, wie hoch die Spermiendichte und die Motilität war und wieviel Prozent der Samenzellen morphologisch verändert waren. Die Infektion könnte in der Tat die Ursache für die Unfruchtbarkeit sein und muss unbedingt behandelt werden. Es ist eine Partnerbehandlung, damit eine Reinfektion nicht auftritt. Solche Infektionen sind zwar nicht die Ursache für die Teratozoospermie, können aber nach der Befruchtung zum Absterben des frühen Embryos führen. Die Gründe für die antioxidative Therapie sehe ich auch nicht. Sie wirkt weder gegen die Teratozoospermie noch gegen Infektionen. Wahrscheinlich ist es ein prophylaktischer Einsatz um die Samenzellzahl und/oder Motilität zu steigern. MfG HWM


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