S4R4H
Hallo Herr Doktor Schmidt, ich habe in 11/18 aufgrund eines Kinderwunsches nach 15 Einnahmejahren die Pille abgesetzt. Es schlossen sich lange Zyklen (Minimum 46 Tage) an. Zudem waren die Eibläschen am Eierstock im Ultraschall perlschnurartig aneinandergereiht. Meine FA veranlasste daraufhin an Zyklustag 58 eine Blutabnahme. Dabei ergaben sich folgende Werte: TSH (3. Generation): 2,34 uU/ml freies Testosteron: 0,009 µg/l LH: 17,4 mlE/ml FSH: 9,8 mlE/ml Östradiol: 46 pg/ml Progesteron: 0,2 ng/ml Prolaktin: 20,9 ng/ml Testosteron: 0,86 ng/ml Androstendion: 3,3 ng/ml DHEA-Sulfat: 4378 ng/ml SHBG: 73,5 nmol/l Freier Androgenindex: 4,1 Cortisol: 12 µg/dl Albumin: 4942,7 mg/dl Im Auswertungstermin teilte sie mit, dass PCO vorliegt. Nun bekomme ich 3 Zyklen je 14 Tage Estradiol und 14 Tage Lafamme und sollte keine Besserung eintreten Clomifen. Teilen Sie die Meinung zur Diagnose (PCO) und erachten die Behandlung für zielführend oder wäre eine andere Vorgehensweise geeigneter? DANKE
Hallo, bitte entschuldigen Sie meine verspätete Antwort. Der Plan Ihrer FÄ ist vernünftig, Clomifen oder Letrozol sind Mittel der 1. Wahl, um die Follikelreifung anzuregen. Alles Gute, O. Schmidt
S4R4H
Sie müssen sich nicht entschuldigen, ich bin wirklich froh, dass es überhaupt die Möglichkeit gibt, Sie als Experte zu Rate zu ziehen. Aus gegebenem Anlass hätte ich noch eine Frage. Mein Partner (36, Gelegenheitsraucher, Medikamente: Escitalopram) erhielt gestern das Ergebnis vom Spermiogramm nach WHO: Karenzzeit: 5d Volumen: 3,71 ml pH-Wert: 8,3 Konsistenz: zähflüssig Aussehen: grau-opaleszent Verflüssigungszeit: 28 min Spermienkonzentration: 47,30 Mio/ml Gesamtspermienzahl: 175 Mio/ Ejakulat Mortalität nach WHO: vorwärts-bewegliche Spermat.: 36,75% ortsbewegliche Spermatozoen: 13% Summe aller bewegl. Spermat.: 49,75% Unbewegliche Speematozoen: 50,25% Spermienmorphologie: -normomorphe Spermien: 1,75% Vitalfärbung (%-Anteil lebend) 66,5% MAR-Test: 1,50% Leukozyten im Ejakulat: < 0,01 Mio/ ml Im Ergebnis heißt es, dass eine etwas eingeschränkte Fertilität vorliegt und Teratozoospermie. Ist bei diesem Befund in Kombination mit meinem PCO das Eintreten einer Schwangerschaft auf natürlichem Weg möglich bzw. die Behandlung mit Clomifen immer noch ein erfolgsversprechender Behandlungsschritt? Oder bleibt unter diesen neuen Erkenntnisse nur noch der Weg der künstlichen Befruchtung? Vorab nochmal einen herzlichen Dank an Sie!
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