Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Birgit Müller:

ICSI

Frage: ICSI

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Hallo Frau Dr. Müller, da wir nicht verheiratet sind, planen wir eine ICSI in Österreich. Nun waren wir zum ersten Termin in unserer Deutschen KiWu-Praxis, wo Bedenken gegen unser Vorhaben geäußert wurden. Es wurde gesagt, dass eine Vor- und Nachbehandlung in der Deutschen KiWu-Praxis nur erfolgen kann, wenn die Ethik-Kommission unserer künstlichen Befruchtung zustimmt. Ist dies wirklich so, oder kann ein Deutscher Frauenarzt auch ohne Zustimmung der Ethik-Kommission die Vor- und Nachbehandlung machen (Überwachung des Ei-Wachstums etc.), wenn die Medikamente vom Österreichischen Arzt verordnet werden ? Wenn die Zustimmung der Ethik-Kommission notwendig sein sollte, was kann vom Arzt in Deutschland alles schon gemacht werden, bevor die Kommission zugestimmt hat (Hormonbehandlung zum Heranreifen der Eibläschen etc) ? Vielen Dank im Voraus. Yvette


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Hallo Yvette, Sie müssen für Ihre Behandlung nicht unbedingt nach Österreich fahren. Ich weiß nicht, wie es in Ihrem Bundesland geregelt ist, aber die IVF-Kommission der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, die für unsere Praxis zuständig ist, stimmt den Anträgen zur Durchführung von IVF oder ICSI bei unverheirateten Paaren praktisch immer zu. Es bedarf hierfür nur eines schriftl. Antrages durch uns und eines anschließenden persönlichen Gesprächs des Paares vor der Kommission ("lockere Atmosphäre" nach Angaben von Patienten, die bereits dort waren).Somit dürfen wir natürlich auch die Behandlung völlig legal durchführen. Die Bedenken Ihrer KiWu-Praxis sind insofern berechtigt, als ohne Zustimmung der IVF (=Ethik-)Kommission tatsächlich kein "Handgriff" geleistet werden darf, da ja die Behandlung in diesem Fall nicht erlaubt wäre und auch unterstützende Maßnahmen zu Verfahren, die in Deutschland verboten sind, dem Arzt verboten sind. Sofern die IVF-Kommission zugestimmt hat, darf Ihr Arzt theoretisch die gesamte Behandlung durchführen, sonst würde ja die Zustimmung keinen Sinn ergeben, oder? Liebe Grüße Dr. B. Müller


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