Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Birgit Müller:

Hormonstörung

Frage: Hormonstörung

Mitglied inaktiv

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Ich bin mit meiner Periode seit 4 Wochen überfällig (hatte bis auf ein paar Tage Verzug meine Tage eigentlich immer regelmäßig) und war beim Arzt, der nach einem Bluttest sagte, dass ich nicht schwanger sei. Als ich ihm sagte, dass ich Schmerzen in der Brust und im Unterleib, sowie Sodbrennen habe, machte er auch noch eine Ultraschalluntersuchung, die auch negativ verlief. Dabei schaute er sich auch die Eierstöcke an und stellte fest, dass sich in meinen Eierstöcken nicht nur eine Eizelle, sondérn viele bilden. Er erklärte mir, das das auf eine Hormonstörung zurückzuführen sei, ich hätte zu viele männliche Hormone und es könnte gar nicht zu einer Schwangerschaft kommen. Das sei auch der Grund, warum ich meine Periode nicht bekommen würde. Der Arzt will jetzt die Periode mit Tabletten einleiten. Dann soll ich Kortison nehmen, um die Hormonstörung in den Griff zu bekommen. Dann würde das auch mit dem Schwangerwerden klappen. Ich bin mir sehr unsicher, da Kortison einen sehr schlechten Ruf hat. Gibt es noch andere Möglichkeiten außer die Therapie mit dem Kortison und stimmt es, dass ich ohne Therapie gar nicht schgwanger werden kann? Ich habe auch noch eine chronische Nierenentzündung (Glomerulonephritis vom IGA-Typ), kann das Kortison da schaden?


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Hallo Alexa, es ist zwar nicht unmöglich, aber tatsächlich schwierig, mit Ihrer Hormonstörung (PCO-Syndrom) spontan schwanger zu werden. Sofern Sie kein Übergewicht haben (hier wäre eine Gewichtsreduktion sehr hilfreich für die Regulierung des Zyklus), ist der Ansatz mit dem Cortisonpräparat (auf befristete Zeit) gut und kann zur Normalisierung des Zyklus beitragen. Falls das Cortison allein nicht ausreicht, gibt es noch die Möglichkeit, mit Hormontabletten (Clomifen) oder Spritzen (FSH) die Follikelreifung anzuregen. In diesen Fällen muß der Zyklus unbedingt von einem KIWU-Spezialisten überwacht werden, um Risiken (Überstimulation, Mehrlinge) zu vermeiden. Wegen Ihrer Glomerulonephritis fragen Sie bitte Ihren Internisten, ob die Cortisonbehandlung o.k. ist. Liebe Grüße Dr. B. Müller


Mitglied inaktiv

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Hallo Alexa und Frau Dr. Müller, ich schlage mich gerade mit dem gleichen Problem herum und nehme bereits seit 2 Monaten Cortison. Mein Blut wird regelmäßig alle 10-14 Tage von meiner Frauenärztin untersucht und ich konnte schon mit der Dosierung runtergehen, da die männlichen Hormone weniger wurden. Zusätzlich messe ich jeden morgen vor dem Aufstehen meine Temperatur. Da mein Mann und ich etwas ungeduldig sind mache ich in jeder möglichen Eisprungzeit Ovulationstests, die sind sehr teuer und bisher auch sehr deprimierend, denn nach der Fieberkurve und den Tests habe ich immer noch keinen Eisprung. Da ich denke, dass die Frage auch Alexa interessiert, möchte ich Sie Frau Dr. Müller fragen, wie lange kann so eine Cortisontherapie dauern und wann werden dann zusätzlich Hormone dazugegeben? Kann man selber auch durch Homöopathie etwas für den ersehnten Eisprung tun? Ich bekomm natürlich von allen Seiten "Hausmütterchen-Rezepte" wie: "Trink mal täglich Rotenbeetesaft". Bringt das was? Danke schon mal im voraus Christine


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Hallo Christine, die Cortisontherapie sollte nicht länger als 6 Monate dauern. Wenn es trotz normaler Androgene in den nächsten 2 Monaten nicht zum ES kommt, empfehle ich eine FSH-Stimulation unter Überwachung durch einen KIWU-Spezialisten. Mit Homöopathie kenne ich mich leider nicht aus. LG Dr. B. Müller


Mitglied inaktiv

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Hallo Frau Dr. Müller, danke frü Ihre Antwort, was ist eine FSH-Stimulation?


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