Babyvogel
Guten Tag Professor Michelmann, wie kann untersucht werden, ob ein Defekt von Eizellen vorliegt. Mein Fall: Ich habe zum zweiten Mal eine Hormonstimulation und Eizellenentnahme für eine ICSI-Behandlung in Tschechien hinter mir. Beide Male haben sich alle Embryonen nach der Befruchtung nicht ausreichend weiterentwickelt. Beim aktuellen Versuch sagte der Arzt bereits vor der zweiten Ultraschallkontrolle (10. Tag), dass sich die Eizellen langsamer als gewünscht entwickeln - und hat deshalb die Hormondosis erhöht. Die Punktion lieferte neun Eizellen, davon fünf reife und zwei, die noch hätten nachreifen können. Befruchtet wurden sechs, bis zum Tag vor der Insemination (5. Tag) entwickelten sich fünf wie gewünscht - bis dann alle ausnahmslos alle ihre Entwicklung einstellten und der Transfer abgesagt wurde. Grund seien wohl die Eizellen, obwohl morphologisch alles in Ordnung wäre. Ein weiterer Versuch sei zwecklos, Empfehlung: Eizellenspende. Wie kann ich die Vermutung verifizieren? Danke
Hallo, das hört sich alles sehr dubios an, was sie mir hier schildern. Aber der Reihe nach: Bei der Ultraschallkontrolle hat der Arzt sicher nicht gesagt, dass sich die Eizellen langsam entwickeln, sondern dass die Anzahl der Follikel und die Follikelgröße nicht seinen Vorstellungen entsprechen. Daraufhin hat er die Hormondosis erhöt, was ja auch zu einem guten Ergebnis (9 Eizellen) führte. Auch die ICSI verlief sehr gut mit der Entwicklung von 5 Embryonen. Jetzt wird es dubios: Wieso wird auf einmal der Transfer abgesagt, obwohl sich doch alle Embryonen bis zum 5. Tag entwickelt haben (Blastozystenstadium)? Spätestens am 5. Tag wird der Transfer durchgeführt. Also kann man gar nicht erkennen, ob ein weiteres Wachstum stattfindet. Wieso ist ein weiterer Versuch zwecklos? Der Grund, eine Eizellspende bei der vorliegenden Befruchtungs- und Entwicklungsrate vorzuschlagen, entzieht sich meinem Verständnis. Holen sie sich bitte eine zweite Meinung in einem deutschen Kinderwunschzentrum ein. Mit freundlichen Grüßen HWM
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