Luisea
Guten Tag. Ich habe auf dem Weg zu meinem Wunschkind nun zwei Zyklen mit Letrozol und Ovitrelle hinter mir. Im ersten Versuch nahm ich (eigentlich Start an Tag 3 vorgesehen, aufgrund des planbaren Schalltermins jedoch an Tag 5) von Tag 5-9 Letrozol, am Zyklustag 14 zeigte sich ein dominanter Follikel von 18mm und ich habe ausgelöst. Es kam zur Einnistung, leider jedoch mit frühem Abgang in der 5. SSW. Im zweiten Anlauf erfolgte die Letrozoleinnahme wieder von Tag 5-9, an Tag 14 war der Follikel 24mm groß und ich habe am selben Tag ausgelöst. Leider ohne Erfolg, obwohl ich ab dem ES zur Unterstützung Utrogestan eingenommen hatte. Nach absetzen dessen is heute mein Zyklustag 1. Mir stellt sich die Frage ob ich im dritten Versuch wie ursprünglich besprochen an Tag 3 mit Letrozol starten sollte, wenn mein Ultraschalltermin am 12. ZT liegt. Ich habe die Sorge, der Eisprung könnte da schon erfolgt sein. Oder sollte ich besser an Tag 4 oder 5 beginnen? Vielen herzlichen Dank.
Guten Tag, ich würde den bisherigen Verlauf zunächst eher ermutigend bewerten: Im ersten Letrozol-/Ovitrelle-Zyklus ist es ja tatsächlich zu einer Schwangerschaft gekommen – leider mit einem sehr frühen Abgang. Das ist enttäuschend, zeigt aber zugleich, dass Follikelreifung, Eisprung, Befruchtung und Einnistung grundsätzlich möglich waren. Im zweiten Versuch war der Follikel an ZT 14 mit 24 mm schon recht groß, aber nicht zwingend „zu spät“. Dass es trotz Utrogestan nicht geklappt hat, ist leider noch kein Hinweis darauf, dass grundsätzlich etwas nicht stimmt – die Chance pro Zyklus bleibt auch unter optimalen Bedingungen begrenzt. Wenn der Ultraschalltermin im nächsten Zyklus erst an ZT 12 möglich ist, würde ich persönlich nicht unbedingt auf ZT 3 vorziehen. Da Sie mit Letrozol von ZT 5–9 bereits eine gute Reaktion hatten, wäre es aus meiner Sicht vernünftig, entweder dieses Schema beizubehalten oder als kleinen Kompromiss ZT 4–8 zu wählen. So reduziert man etwas das Risiko, dass der Follikel beim Ultraschall schon zu weit ist. Wichtig wäre dann am ZT 12 nicht nur die Follikelgröße, sondern auch die Schleimhaut und – falls möglich – LH, Östradiol und Progesteron zu kontrollieren, um den richtigen Auslösezeitpunkt möglichst gut zu treffen. Natürlich kann man bei wiederholten frühen Verlusten oder ausbleibenden Erfolgen weitere Dinge abklären. In Ihrer Situation würde ich aber nach einem frühen Schwangerschaftseintritt im ersten Versuch einen dritten Versuch zunächst durchaus wagen, bevor man das Vorgehen grundsätzlich verändert. Herzliche Grüße Dr. Friedrich Gagsteiger
Luisea
Guten Abend, vielen herzlichen Dank. Ich werde Ihre Empfehlung berücksichtigen und tendenziell den ZT 4 als Starttag wählen.