Frage im Expertenforum Kinderwunsch an Dr. med. Friedrich Gagsteiger:

Einnahmebeginn von Letrozol im dritten Versuch

Frage: Einnahmebeginn von Letrozol im dritten Versuch

Luisea

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Guten Tag. Ich habe auf dem Weg zu meinem Wunschkind nun zwei Zyklen mit Letrozol und Ovitrelle hinter mir. Im ersten Versuch nahm ich (eigentlich Start an Tag 3 vorgesehen, aufgrund des planbaren Schalltermins jedoch an Tag 5) von Tag 5-9 Letrozol, am Zyklustag 14 zeigte sich ein dominanter Follikel von 18mm und ich habe ausgelöst. Es kam zur Einnistung, leider jedoch mit frühem Abgang in der 5. SSW. Im zweiten Anlauf erfolgte die Letrozoleinnahme wieder von Tag 5-9, an Tag 14 war der Follikel 24mm groß und ich habe am selben Tag ausgelöst. Leider ohne Erfolg, obwohl ich ab dem ES zur Unterstützung Utrogestan eingenommen hatte. Nach absetzen dessen is heute mein Zyklustag 1. Mir stellt sich die Frage ob ich im dritten Versuch wie ursprünglich besprochen an Tag 3 mit Letrozol starten sollte, wenn mein Ultraschalltermin am 12. ZT liegt. Ich habe die Sorge, der Eisprung könnte da schon erfolgt sein. Oder sollte ich besser an Tag 4 oder 5 beginnen? Vielen herzlichen Dank.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Tag, ich würde den bisherigen Verlauf zunächst eher ermutigend bewerten: Im ersten Letrozol-/Ovitrelle-Zyklus ist es ja tatsächlich zu einer Schwangerschaft gekommen – leider mit einem sehr frühen Abgang. Das ist enttäuschend, zeigt aber zugleich, dass Follikelreifung, Eisprung, Befruchtung und Einnistung grundsätzlich möglich waren. Im zweiten Versuch war der Follikel an ZT 14 mit 24 mm schon recht groß, aber nicht zwingend „zu spät“. Dass es trotz Utrogestan nicht geklappt hat, ist leider noch kein Hinweis darauf, dass grundsätzlich etwas nicht stimmt – die Chance pro Zyklus bleibt auch unter optimalen Bedingungen begrenzt. Wenn der Ultraschalltermin im nächsten Zyklus erst an ZT 12 möglich ist, würde ich persönlich nicht unbedingt auf ZT 3 vorziehen. Da Sie mit Letrozol von ZT 5–9 bereits eine gute Reaktion hatten, wäre es aus meiner Sicht vernünftig, entweder dieses Schema beizubehalten oder als kleinen Kompromiss ZT 4–8 zu wählen. So reduziert man etwas das Risiko, dass der Follikel beim Ultraschall schon zu weit ist. Wichtig wäre dann am ZT 12 nicht nur die Follikelgröße, sondern auch die Schleimhaut und – falls möglich – LH, Östradiol und Progesteron zu kontrollieren, um den richtigen Auslösezeitpunkt möglichst gut zu treffen. Natürlich kann man bei wiederholten frühen Verlusten oder ausbleibenden Erfolgen weitere Dinge abklären. In Ihrer Situation würde ich aber nach einem frühen Schwangerschaftseintritt im ersten Versuch einen dritten Versuch zunächst durchaus wagen, bevor man das Vorgehen grundsätzlich verändert. Herzliche Grüße Dr. Friedrich Gagsteiger


Luisea

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Guten Abend, vielen herzlichen Dank. Ich werde Ihre Empfehlung berücksichtigen und tendenziell den ZT 4 als Starttag wählen.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Tag vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich würde Ihre Überlegung unterstützen und tendenziell den 4. Zyklustag als Starttag für die Letrozol-Einnahme wählen. Nach dem ersten Versuch ist es ja bereits zu einer Befruchtung und Einnistung gekommen – auch wenn es leider sehr früh wieder zu einem Abgang kam. Das zeigt zumindest, dass grundsätzlich schon wichtige Schritte funktioniert haben. Bitte behalten Sie aber im Blick, dass der Kinderwunsch nicht nur durch den genauen Stimulationstag beeinflusst wird. Es spielen viele weitere Faktoren eine Rolle – Eizellqualität, Spermienqualität, Schleimhaut, Gelbkörperphase, Schilddrüse, Stoffwechsel, Gerinnung, Immunologie und auch allgemeine Lebensumstände. Ich hoffe sehr, dass Sie hier gut begleitet und betreut werden. Für den nächsten Versuch wünsche ich Ihnen von Herzen viel Glück und einen guten Verlauf.


Luisea

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Guten Tag, ich danke Ihnen für ihren Rat sehr. Tatsächlich sind einige der genannten Faktoren bereits überprüft worden. Fürs erste versuche ich positiv in den neuen Versuch zu starten.  Ich bedanke mich für die Anteilnahme.


Luisea

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Guten Abend, ich habe tatsächlich am ZT 30 einen positiven Test in den Händen gehalten. Das Progesteron nehme ich daher konsequent weiterhin. Am Mittwoch habe ich endlich meinen Termin bei der Gynäkologin. Die Angst vor einem erneuten frühen Abgang lässt mich leider nicht los... Heute ist das Brustspannen auch etwas weniger ausgeprägt als die letzten Tage. Ich hoffe, das ist kein schlechtes Zeichen? Ich hoffe, Sie können mir etwas Mut machen. Ich danke Ihnen herzlich.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Zunächst einmal möchte ich Ihnen ganz herzlich zu Ihrem positiven Schwangerschaftstest gratulieren. Das sind wirklich sehr schöne Nachrichten, und ich freue mich sehr mit Ihnen. Dass Sie nach Ihren bisherigen Erfahrungen nun große Angst vor einer erneuten frühen Fehlgeburt haben, ist vollkommen verständlich. Gerade nach einem solchen Erlebnis wird jeder Tag des Wartens zu einer großen emotionalen Herausforderung. Versuchen Sie aber, sich immer wieder bewusst zu machen: Diese Schwangerschaft ist eine neue Schwangerschaft und hat ihre eigene Chance. Die Vergangenheit bestimmt nicht zwangsläufig den weiteren Verlauf. Dass das Brustspannen heute etwas weniger ausgeprägt ist als an den vergangenen Tagen, ist nach meiner Erfahrung kein verlässliches Warnzeichen. Schwangerschaftssymptome können von Tag zu Tag deutlich schwanken. Manche Frauen haben über Wochen ein starkes Brustspannen, andere fast gar keines. Auch Übelkeit, Müdigkeit oder Ziehen im Unterbauch kommen und gehen häufig. Solange keine stärkeren Blutungen oder ausgeprägten krampfartigen Schmerzen auftreten, würde ich aus einer Veränderung der Symptome keine negativen Schlüsse ziehen. Es ist sehr gut, dass Sie das Progesteron konsequent weiter einnehmen. Damit schaffen Sie die bestmöglichen Voraussetzungen für die frühe Schwangerschaft. Der Termin am Mittwoch wird Ihnen hoffentlich etwas Sicherheit geben. Je nachdem, wie weit die Schwangerschaft dann ist, kann man im Ultraschall bereits eine Fruchthöhle, einen Dottersack und möglicherweise sogar schon einen kleinen Embryo mit Herzaktion erkennen. Sollte die Schwangerschaft noch sehr früh sein und noch nicht alles sichtbar werden, ist auch das zunächst kein Grund zur Sorge. Oft bringt bereits eine Kontrolle wenige Tage später Klarheit. Bis dahin wünsche ich Ihnen vor allem eines: Versuchen Sie, die Hoffnung genauso viel Raum zu geben wie der Angst. Ein positiver Schwangerschaftstest ist zunächst einmal eine gute Nachricht – und im Moment gibt es keinen Hinweis darauf, dass sich die Schwangerschaft nicht normal entwickeln sollte. Ich drücke Ihnen für Mittwoch ganz fest die Daumen und wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie dann die erlösenden Bilder im Ultraschall sehen dürfen. Alles Gute für Sie! Herzliche Grüße Ihr Dr. Friedrich Gagsteiger


Luisea

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Vielen lieben Dank für diese aufbauenden Worte. Ich sehne mich sehr nach positiven Nachrichten am Mittwoch. Aber bis dahin tat es gut Ihre Nachricht zu lesen. Nochmals danke sehr!


Luisea

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Sehr geehrter Herr Dr. med. Friedrich Gagsteiger, heute war nun mein lang ersehnter Ultraschalltermin. Die Fruchthöhle war zu sehen und laut meiner Ärztin genau so groß wie sie zum jetzigen Zeitpunkt (5+2) sein sollte. Ich bin sehr erleichtert. Bedeutet das, dass mein Hcg Wert auch entsprechend angestiegen ist? Eine Blutkontrolle wollte sie nicht durchführen. Sie meinte sie sei optimistisch.  Ich frage mich wie groß das Risiko für einen frühen Abgang jetzt noch ist. Die Sorge begleitet mich nach wie vor. Vielen herzlichen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen  Anna Roth 


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Frau Roth, zunächst einmal freue ich mich sehr über diese Nachricht. Nach den vielen Sorgen der letzten Tage ist das ein wichtiger und schöner Zwischenschritt. Dass bei 5+2 Schwangerschaftswochen eine Fruchthöhle in der Gebärmutter zu sehen ist und diese nach Aussage Ihrer Frauenärztin zeitgerecht entwickelt ist, ist tatsächlich ein sehr erfreulicher Befund. Damit wissen wir zunächst einmal, dass sich die Schwangerschaft an der richtigen Stelle entwickelt und der Ultraschall zum Schwangerschaftsalter passt. Zu Ihrer Frage bezüglich des hCG-Wertes: Mit absoluter Sicherheit lässt sich der hCG-Wert aus dem Ultraschall zwar nicht ableiten. Ein zeitgerechter Ultraschallbefund spricht jedoch indirekt dafür, dass sich der hCG-Wert in den vergangenen Tagen ausreichend entwickelt hat. Genau deshalb verzichten viele Frauenärztinnen und Frauenärzte ab dem Zeitpunkt, an dem im Ultraschall eine zeitgerechte Entwicklung erkennbar ist, auf weitere hCG-Kontrollen. Der Ultraschall liefert dann meist die aussagekräftigere Information. Ihre Frauenärztin war optimistisch – und nach Ihrer Schilderung halte ich diesen Optimismus ebenfalls für berechtigt. Natürlich kann ich Ihre Sorge gut verstehen. Gerade nach einem positiven Schwangerschaftstest oder nach einer früheren Fehlgeburt begleitet viele Frauen die Angst, dass jederzeit etwas passieren könnte. Wie hoch ist das Risiko jetzt noch? Mit jeder Woche, in der sich die Schwangerschaft zeitgerecht entwickelt, nimmt das Fehlgeburtsrisiko weiter ab. Bei einer intakten, zeitgerechten Fruchthöhle in der 6. Schwangerschaftswoche ist die Prognose bereits deutlich besser als unmittelbar nach dem positiven Schwangerschaftstest. Der nächste wichtige Meilenstein ist der Nachweis eines Embryos mit Herzaktion, der meist zwischen 6+0 und 7+0 Schwangerschaftswochen gelingt. Sobald eine altersentsprechende Herzaktion nachweisbar ist, sinkt das Risiko für einen frühen Schwangerschaftsverlust noch einmal ganz erheblich. Bis dahin bleibt leider ein wenig Geduld gefragt – und ich weiß, dass genau diese Geduld oft das Schwierigste ist. Versuchen Sie, sich an dem zu orientieren, was Sie heute wissen und nicht an dem, was theoretisch passieren könnte. Heute wissen Sie: Die Fruchthöhle liegt in der Gebärmutter. Sie ist zeitgerecht entwickelt. Ihre Frauenärztin ist mit dem Befund zufrieden. Es gibt aktuell keinen Hinweis darauf, dass sich die Schwangerschaft nicht regelgerecht entwickelt. Das sind alles gute Nachrichten. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie beim nächsten Ultraschall einen kleinen Embryo mit kräftiger Herzaktion sehen dürfen. Ich denke, dieser Termin wird Ihnen noch einmal deutlich mehr Sicherheit geben. Bis dahin dürfen Sie vorsichtig optimistisch sein. Dafür gibt es nach Ihrem heutigen Befund allen Grund. Ganz herzliche Grüße Ihr Dr. med. Friedrich Gagsteiger


Luisea

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Guten Abend, vielen vielen Dank, dass sie sich die Zeit genommen haben so ausführlich zu antworten. Es tut unheimlich gut, nochmal eine fachliche Meinung zu hören. Ich werde versuchen zu entspannen und optimistisch zu bleiben. Meine Ärztin hat mich bis zum nächsten Termin in knapp zwei Wochen auch erstmal krank geschrieben, da mir mit meiner Arbeit auf der Intensivstation nicht wohl ist in dieser sensiblen Phase. Nochmals vielen Dank und einen schönen Abend. Mit freundlichen Grüßen  Anna Roth


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Sehr geehrte Frau Roth, vielen Dank für Ihre liebe Rückmeldung. Es freut mich sehr, dass ich Ihnen ein wenig Sicherheit und Zuversicht geben konnte. Ich halte es für eine gute und nachvollziehbare Entscheidung, dass Ihre Frauenärztin Sie bis zum nächsten Termin krankgeschrieben hat. Die Arbeit auf einer Intensivstation ist sowohl körperlich als auch psychisch sehr fordernd. Gerade nach einer vorausgegangenen Fehlgeburt und in dieser frühen Phase der Schwangerschaft ist es wichtig, unnötigen Stress zu vermeiden und sich die Möglichkeit zu geben, etwas zur Ruhe zu kommen. Auch wenn Ruhe allein eine Schwangerschaft nicht “festhalten” kann, tut sie Ihrer seelischen Verfassung sicherlich gut. Versuchen Sie, sich bis zum nächsten Ultraschall nicht von jedem einzelnen Symptom oder dessen Veränderung verunsichern zu lassen. Brustspannen, Müdigkeit oder andere Schwangerschaftszeichen können von Tag zu Tag unterschiedlich stark ausgeprägt sein und erlauben leider keine zuverlässigen Rückschlüsse auf den Schwangerschaftsverlauf. Entscheidend sind vielmehr die Ultraschallkontrollen, und die erste Untersuchung mit einer zeitgerecht entwickelten Fruchthöhle war bereits ein sehr ermutigender Schritt. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie die kommenden zwei Wochen etwas entspannter erleben können und Sie beim nächsten Termin ein kräftig schlagendes Herzchen sehen dürfen. Dafür drücke ich Ihnen ganz fest die Daumen. Mit den besten Wünschen Dr. med. Friedrich Gagsteiger


Luisea

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Guten Tag, ich komme gerade vom Ultraschall. Ich bin am Boden zerstört, hatte ich doch gehofft bei 7+2 schon die Herzaktivität zu sehen. Es hat sich zwar etwas getan im Vergleich zu vor zwei Wochen, aber leider nicht genug. Die Fruchthöhle war deutlich größer und der Dottersack ist gut zu erkennen gewesen. Jedoch war nur eine kleine embryonale Struktur sichtbar... Ich soll nun in zwei Tagen erneut zum Schall kommen. Wie schätzen Sie das ein, besteht noch Hoffnung bzw. haben Sie schon Fälle gesehen wo der Embryo noch rasch gewachsen ist?  Ich danke Ihnen herzlich. Mit freundlichen Grüßen  Anna Roth


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Frau Roth, es tut mir sehr leid, dass Sie heute mit so einer belastenden Situation nach Hause gehen mussten.  Leider muss ich sagen, dass der Befund bei einer rechnerischen Schwangerschaftswoche von 7+2 eher ungünstig ist. Zu diesem Zeitpunkt erwarten wir normalerweise bereits einen deutlich erkennbaren Embryo mit nachweisbarer Herzaktivität. Dass die Fruchthöhle und der Dottersack weitergewachsen sind, zeigt zwar, dass sich zunächst etwas entwickelt hat, das Wachstum des Embryos scheint jedoch hinter den Erwartungen zurückzubleiben. Trotzdem würde ich die Hoffnung noch nicht vollständig aufgeben. Es gibt seltene Fälle, in denen der Eisprung oder die Einnistung später stattgefunden haben als angenommen und sich der Embryo innerhalb weniger Tage noch deutlich entwickelt. Genau deshalb ist die Kontrolluntersuchung in zwei Tagen so wichtig. Erst wenn sich auch dann kein entsprechendes Wachstum oder keine Herzaktion zeigt, kann man mit ausreichender Sicherheit von einer nicht intakten Schwangerschaft ausgehen. Bis dahin bleibt Ihnen leider nur das Warten – und ich weiß, wie schwer diese zwei Tage sein können. Versuchen Sie, sich bewusst zu machen, dass Sie im Moment nichts beeinflussen können. Falls diese Schwangerschaft sich tatsächlich nicht weiterentwickeln sollte, liegt das in den allermeisten Fällen an einer zufälligen Chromosomenstörung des Embryos und nicht an etwas, das Sie getan oder unterlassen haben. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass die nächste Untersuchung eine positive Überraschung bereithält. Bitte schreiben Sie mir nach dem Kontrolltermin noch einmal. Ich denke an Sie und drücke Ihnen ganz fest die Daumen. Mit herzlichen Grüßen Dr. Friedrich Gagsteiger


Luisea

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Danke Ihnen erstmal für die Antwort. Leider hatte ich mit so einer Einschätzung gerechnet und bereite mich innerlich bereits auf die traurige Gewissheit vor... Man liest ja immer mal, man könne die Schwangerschaft zurück datieren ( meine Ärztin sagte ich läge eine Woche zurück in der Entwicklung), dass das nicht so selten gemacht wird. Mir bleibt leider nur das Warten.. Ich melde mich dann wieder in 2 Tagen. Ich danke Ihnen für die Antwort.  Mit freundlichen Grüßen  Anna Roth


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Frau Roth, ich kann gut verstehen, dass Sie sich innerlich bereits auf beide Möglichkeiten vorbereiten. Das ist in einer solchen Situation ganz menschlich. Eine Rückdatierung der Schwangerschaft kommt tatsächlich vor, wenn der Eisprung oder die Einnistung später waren als angenommen. Deshalb wartet man in einer solchen Situation immer die Kontrolluntersuchung ab. Entscheidend ist nicht nur der heutige Ultraschall, sondern vor allem, ob sich der Embryo innerhalb der nächsten zwei Tage weiterentwickelt und eine Herzaktivität zeigt. Auch wenn der Befund leider eher vorsichtig stimmt, gibt es bis zur nächsten Untersuchung noch keine endgültige Gewissheit. Deshalb würde ich versuchen, die Hoffnung noch nicht ganz aufzugeben. Ich denke an Sie und drücke Ihnen für die Kontrolle ganz fest die Daumen. Melden Sie sich danach gerne wieder. Mit herzlichen Grüßen Dr. Friedrich Gagsteiger


Luisea

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Guten Tag, in den letzten zwei Tagen habe ich mich bereits auf das Schlimmste eingestellt... Heute beim Schall war folgendes sichtbar. Die Fruchthöhle ist im Vergleich zu Mittwoch etwas gewachsen und der Embryo war besser vom Dottersack abgrenzbar und damit besser darstellbar. Auch wenn die Größe bei 5mm gleich geblieben ist in den 2 Tagen. Aber der Herzschlag war sichtbar, meine Gynäkologin meinte auch ihn leicht hören zu können. Der HCG lag bei 49000, dieser wurde heute nochmals abgenommen und ich soll Montag wieder zur Kontrolle kommen. Halten Sie es für möglich, dass der Embyro das Wachstum noch aufholen kann? Ich bin vorerst sehr erleichtert, jedoch bleibt es weiter sehr aufreibend. Ich danke Ihnen für das Lesen meiner Nachricht.  Mit freundlichen Grüßen  Anna Roth 


Luisea

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Guten Tag, in den letzten zwei Tagen habe ich mich bereits auf das Schlimmste eingestellt... Heute beim Schall war folgendes sichtbar. Die Fruchthöhle ist im Vergleich zu Mittwoch etwas gewachsen und der Embryo war besser vom Dottersack abgrenzbar und damit besser darstellbar. Auch wenn die Größe bei 5mm gleich geblieben ist in den 2 Tagen. Aber der Herzschlag war sichtbar, meine Gynäkologin meinte auch ihn leicht hören zu können. Der HCG lag bei 49000, dieser wurde heute nochmals abgenommen und ich soll Montag wieder zur Kontrolle kommen. Halten Sie es für möglich, dass der Embyro das Wachstum noch aufholen kann? Ich bin vorerst sehr erleichtert, jedoch bleibt es weiter sehr aufreibend. Ich danke Ihnen für das Lesen meiner Nachricht.  Mit freundlichen Grüßen  Anna Roth 


Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Frau Roth, das sind heute tatsächlich vorsichtig ermutigende Nachrichten.  Dass ein Herzschlag sichtbar war und Ihre Frauenärztin ihn sogar andeutungsweise hören konnte, ist ein wichtiger positiver Befund. Auch dass die Fruchthöhle weiter gewachsen ist und sich der Embryo nun besser vom Dottersack abgrenzen lässt, spricht dafür, dass sich die Schwangerschaft zumindest weiterentwickelt. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn der Embryo in den letzten zwei Tagen auch messbar an Größe zugenommen hätte. Allerdings sind Messungen in diesem sehr frühen Stadium oft schwierig. Schon kleinste Unterschiede in der Schnittebene oder im Messwinkel können bei einem nur wenige Millimeter großen Embryo einen scheinbaren Größenunterschied ausmachen. Deshalb würde ich die unveränderten 5 mm im Moment noch nicht überbewerten. Ob der Embryo das Wachstum noch aufholen kann? Ja, das ist durchaus möglich. Gerade in diesem frühen Schwangerschaftsstadium sehen wir immer wieder, dass sich zunächst etwas langsam entwickelte Schwangerschaften später völlig zeitgerecht weiterentwickeln. Der Herzschlag ist dabei ein deutlich wichtigeres Zeichen als ein Größenunterschied von wenigen Millimetern über nur zwei Tage. Der hCG-Wert von etwa 49.000 IU/l liegt grundsätzlich in einem Bereich, der zu einer intakten Frühschwangerschaft passen kann. In diesem Schwangerschaftsabschnitt verliert der hCG-Anstieg allerdings zunehmend an Aussagekraft. Jetzt sind die Ultraschallbefunde wesentlich wichtiger als die Blutwerte. Bis zur Kontrolle am Montag können Sie leider selbst nichts aktiv dazu beitragen, dass der Embryo schneller wächst. Was Sie aber sehr wohl tun können, ist, die bestmöglichen Bedingungen für Ihre Schwangerschaft zu schaffen. Das bedeutet: Versuchen Sie, Stress und große Aufregung möglichst zu vermeiden. Gönnen Sie sich Ruhe, lenken Sie sich mit schönen Dingen ab und versuchen Sie, nicht jede Minute zu grübeln oder jedes Symptom zu analysieren. Eine ruhige, möglichst positive Stimmung ist jetzt das Beste, was Sie Ihrem Körper und Ihrem kleinen Baby schenken können. Sie können den Verlauf der Schwangerschaft nicht aktiv steuern – aber Sie sollten darauf achten, dass Sie die Situation nicht durch anhaltenden Stress und Angst zusätzlich belasten. Ich weiß, dass das leichter gesagt als getan ist, besonders nach Ihrer Vorgeschichte. Aber heute gibt es einen guten Grund, die Hoffnung wieder ein Stück wachsen zu lassen. Es gibt einen Herzschlag, und das ist im Moment die wichtigste Botschaft. Ich drücke Ihnen für Montag ganz fest die Daumen. Ich wünsche Ihnen sehr, dass dann nicht nur das Herzchen kräftig schlägt, sondern auch ein deutlicher Wachstumsschritt zu sehen ist. Bis dahin versuchen Sie, den heutigen positiven Befund mitzunehmen – und geben Sie der Natur die Zeit, die sie manchmal einfach braucht. Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute.


Luisea

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Vielen lieben Dank für die freundliche Nachricht und ausführliche Antwort. Ich versuche mich etwas zu entspannen und positiv zu bleiben.


Luisea

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Guten Tag, ich bin am Boden zerstört. Der Termin lief leider nicht gut.  Der HCG von Freitag liegt zwar noch bei 60000, aber der Embryo ist nicht größer geworden, war schwerer abgrenzbar und zeigte keinen Herzschlag. Auch die Fruchthöhle hatte die Form eines Tropfens und ist nicht gewachsen. Mein kleiner Krümel hat es nicht geschafft... Ich werde nachher 800mg Misoprostol einnehmen.  Wenn die Abbruchblutung vorbei ist, könnte ich theoretisch dann mit der ersten regulären Periode wieder mit Letrozol starten? Wann kann ich mit der normalen Periode rechnen? Ich danke Ihnen.  Mit freundlichen Grüßen  Anna Roth


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Frau Roth, das tut mir sehr leid. Gerade nachdem Sie so gehofft, gewartet und bei jedem kleinen Entwicklungsschritt mitgefiebert haben, ist diese Nachricht besonders schmerzhaft. Ihr kleiner Krümel hat es leider nicht geschafft. Zu Ihrer Frage: Grundsätzlich können Sie nach einer vollständig abgeschlossenen Fehlgeburt häufig bereits mit der ersten regulären Periode wieder mit Letrozol beginnen, sofern im Ultraschall keine Reste mehr zu sehen sind und das hCG ausreichend abgefallen bzw. negativ geworden ist. Eine längere medizinisch begründete Wartezeit ist nach einem unkomplizierten frühen Schwangerschaftsverlust meist nicht erforderlich. Nach Misoprostol setzt die stärkere Blutung typischerweise innerhalb einiger Stunden ein und kann einige Tage anhalten. Die erste richtige Menstruation kommt häufig nach etwa 4–6 Wochen, manchmal dauert es etwas länger. Wichtig wäre vorher eine Kontrolle, ob die Gebärmutter vollständig entleert ist und das hCG entsprechend fällt. Und für heute müssen Sie noch gar nicht an den nächsten Versuch denken. Heute dürfen Sie einfach traurig sein und Abschied nehmen. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Ihr Körper sich rasch erholt – und dass Sie, wenn Sie soweit sind, wieder neuen Mut für den nächsten Schritt finden. Herzliche Grüße Friedrich Gagsteiger


Luisea

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Ich danke Ihnen für Ihre Antwort und die Anteilnahme.  Danke auch für die Beantwortung meiner Fragen. Nach nunmehr der zweiten Fehlgeburt wächst meine Sorge, das Risiko für weitere Fehlgeburten könnte erhöht sein. Ich hoffe so sehr auf eine normale Schwangerschaft. Eine Kontrolle per Ultraschall ist für nächste Woche Mittwoch geplant. Eine Frage habe ich noch: solange die Blutung anhält sind Tampons und schwimmen tabu? Oder gilt dies für die stärkeren Blutungstage? Ich danke Ihnen. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth


Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Frau Roth, Ihre Sorge nach nunmehr zwei Fehlgeburten kann ich sehr gut verstehen. Trotzdem bedeuten zwei Fehlgeburten keineswegs, dass eine nächste Schwangerschaft wieder so verlaufen muss. Die Chance auf eine anschließend ganz normale Schwangerschaft ist weiterhin gut. Solange Sie nach der Fehlgeburt noch bluten, würde ich auf Tampons verzichten und stattdessen Binden verwenden. Auch mit Schwimmen, Baden und Sauna würde ich warten, bis die Blutung vollständig aufgehört hat. Hintergrund ist vor allem, das Infektionsrisiko in dieser Zeit möglichst gering zu halten. Duschen ist natürlich problemlos möglich. Die Ultraschallkontrolle am kommenden Mittwoch ist sehr sinnvoll. Dabei sollte insbesondere geschaut werden, ob die Gebärmutter vollständig entleert ist. Je nach Verlauf kann zusätzlich eine hCG-Verlaufskontrolle sinnvoll sein. Und auch wenn der Blick nach zwei solchen Erfahrungen verständlicherweise sorgenvoller geworden ist: Geben Sie die Hoffnung auf eine gesunde Schwangerschaft bitte nicht auf. 🌷 Herzliche Grüße Friedrich Gagsteiger


Luisea

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Alles klar, dann weiß ich erstmal Bescheid. Vielen Dank für Ihre Ratschläge. Herzliche Grüße  Anna Roth


Luisea

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Guten Morgen, leider hat sich doch noch eine Frage entwickelt. Die Einnahme von Misoprostol ist nun bald 48h her. Recht schnell nach der Einnahme (oral) hatte ich periodenähnliche Unterleibsschmerzen, und die Blutung fing auch an. Allerdings ging nur ein Koagel ab, sonst mehr oder weniger nur ein paar Tropfen Blut beim Toilettengang. Und auch dies und die Schmerzen sind gegen Abend weniger geworden, auch über Nacht und gestern tat sich nix weiter. Ich hatte gestern schon in der Praxis angerufen, jedoch war keine Ärztin vor Ort und ich solle abwarten. Ich war auch spazieren und alles, aber ohne Erfolg. Vorhin kontaktierte ich die Praxis erneut. Die Ärztin möchte, dass ich bis morgen abwarte, mich viel bewege und morgen früh soll ich zum Ultraschall kommen. Aber gibt es denn noch die Chance, dass die Wirkung noch einsetzt? Es kann aus meiner Sicht unmöglich alles abgegangen sein. Ich würde sehr gern um einen operative Eingriff herum kommen. Vlt bekomme ich morgen auch noch eine zweite Dosis des Medikamentes. Ich möchte es einfach sehr gern hinter mir haben. Ich danke Ihnen schon mal. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth


Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Morgen Frau Roth, ja – es besteht durchaus noch die Möglichkeit, dass sich in den nächsten Stunden noch etwas tut. Bei den meisten Frauen setzt nach Misoprostol innerhalb von etwa 48 Stunden eine deutlichere Blutung ein, es kann aber auch länger dauern; in Patienteninformationen wird beschrieben, dass der eigentliche Abgang gelegentlich erst innerhalb mehrerer Tage erfolgt. Dass Sie bislang nur wenig geblutet haben und lediglich ein Koagel abgegangen ist, macht allerdings tatsächlich eher den Eindruck, dass der Abgang noch nicht vollständig erfolgt ist. Sicher beurteilen lässt sich das aber erst morgen im Ultraschall. Deshalb finde ich das Vorgehen Ihrer Ärztin – heute noch abzuwarten und morgen zu kontrollieren – gut nachvollziehbar. Und wichtig für Ihre Hoffnung, eine Operation vermeiden zu können: Eine zweite Misoprostol-Gabe ist grundsätzlich eine etablierte Möglichkeit, wenn die erste Gabe nicht ausreichend gewirkt hat. Je nach Befund, Schwangerschaftswoche und verwendetem Schema kann eine Wiederholungsdosis angeboten werden. Ein operativer Eingriff ist also keineswegs automatisch der nächste Schritt. Die Bewegung dürfen Sie gern machen, wenn Sie sich dabei wohlfühlen – Sie müssen allerdings nicht versuchen, durch besonders viel Laufen den Abgang „zu erzwingen“. Entscheidend ist die Wirkung des Medikaments und die Reaktion der Gebärmutter. Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie nach all den letzten Tagen einfach möchten, dass dieses Kapitel endlich abgeschlossen ist. Morgen wird der Ultraschall wahrscheinlich viel Klarheit bringen, und wenn noch Schwangerschaftsgewebe vorhanden ist und es Ihnen ansonsten gut geht, kann man mit Ihrer Ärztin durchaus besprechen, ob ein weiterer medikamentöser Versuch sinnvoll ist. Sollten vorher jedoch sehr starke Blutungen, zunehmende starke Schmerzen, Fieber/Schüttelfrost, Kreislaufprobleme oder übelriechender Ausfluss auftreten, sollten Sie nicht bis morgen warten, sondern sich akut ärztlich vorstellen.


Luisea

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Okay alles klar, vielen Dank. Wenn Sie auch der Meinung sind, dass man durchaus so auch Erfolg haben kann, dann bin ich etwas beruhigter. Ich werde spazieren gehen , aber alles in Maßen. Und vlt tut sich noch etwas. Vielen Dank Ihnen.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Sehr gern, Frau Roth. Ja, ein vollständiger Abgang kann auch nach zunächst eher geringer Blutung noch einsetzen, und eine erneute medikamentöse Behandlung kann je nach Ultraschallbefund ebenfalls erfolgreich sein. Gehen Sie ruhig spazieren, aber wirklich so, wie es Ihnen guttut – Sie müssen nichts „erzwingen“. Morgen wird der Ultraschall zeigen, wie viel bereits abgegangen ist und welcher nächste Schritt sinnvoll ist. Ich wünsche Ihnen sehr, dass sich die Situation möglichst unkompliziert und ohne operativen Eingriff löst.


Luisea

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Vielen lieben Dank Ihnen.


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Frau Roth, ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft und ganz besonders für Ihren Kinderwunsch von Herzen alles Gute, viel Zuversicht und hoffentlich bald die Erfüllung Ihres großen Wunsches. 🍀 Wir engagieren uns hier bei „Rund ums Baby“ freiwillig und mit viel persönlichem Einsatz. Wenn Sie mit unserer Beratung zufrieden waren und uns etwas Gutes tun möchten, würden wir uns sehr über eine freundliche und wohlwollende Google-Bewertung für Best Fertility freuen. Sie finden uns über www.bestfertility.de. Damit unterstützen Sie nicht nur uns, sondern helfen auch anderen Patientinnen und Paaren dabei, eine Anlaufstelle zu finden, bei der sie kompetenten Rat und Unterstützung erhalten. Vielen herzlichen Dank – und für Ihren weiteren Weg alles, alles Gute!


Luisea

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Ich weiß Ihre Arbeit und den Einsatz sehr zu schätzen. Ich hoffe, mich auch in Zukunft weiterhin an Sie wenden zu dürfen. Soeben habe ich eine Rezension verfasst. Danke nochmals.


Luisea

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Guten Tag Herr Dr. Gagsteiger, im Ultraschall heute bestätigte sich, dass ich kein Abgang eingetreten ist. Ich habe vor 2h nochmal 600Mikrogramm Cytotec genommen, sie diesmal sublingual wenige Minuten lösen lassen und dann geschluckt. Nach kurzer Zeit bekam ich gastrointestinale Beschwerden, leider musste ich mich ca 30min nach Einnahme übergeben. Ich habe nun die Sorge, der Wirkstoff wurde nicht korrekt aufgenommen. Halten Sie dies für wahrscheinlich? Mit freundlichen Grüßen  Anna Roth


Dr. Friedrich Gagsteiger

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Nach einer sublingualen Einnahme von Misoprostol erfolgt die Aufnahme relativ rasch über die Mundschleimhaut; maximale Plasmaspiegel werden im Mittel bereits nach etwa 26–30 Minuten erreicht. Daher ist es durchaus wahrscheinlich, dass trotz Erbrechens nach etwa 30 Minuten bereits ein relevanter Anteil des Wirkstoffs aufgenommen wurde. Wenn Sie Frau Roth antworten möchten, würde ich es etwa so formulieren: Guten Abend Frau Roth, ich denke, Sie müssen sich wegen des Erbrechens keine allzu großen Sorgen machen. Da Sie das Cytotec zunächst sublingual haben auflösen lassen und das Erbrechen erst etwa 30 Minuten später aufgetreten ist, dürfte bereits ein wesentlicher Teil des Wirkstoffs aufgenommen worden sein. Misoprostol wird bei sublingualer Anwendung sehr rasch resorbiert. Die Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sind leider typische Nebenwirkungen von Cytotec und treten bei der sublingualen Anwendung sogar etwas häufiger auf. Ich würde daher nicht allein wegen des Erbrechens eigenständig eine zusätzliche Dosis einnehmen, sondern zunächst den weiteren Verlauf abwarten. Entscheidend ist nun, ob Blutungen und gegebenenfalls krampfartige Unterbauchschmerzen einsetzen. Sollten sehr starke Blutungen auftreten (beispielsweise mehr als zwei große Binden pro Stunde über zwei Stunden), starke anhaltende Schmerzen, Kreislaufprobleme oder Fieber bzw. ein deutliches Krankheitsgefühl hinzukommen, sollten Sie sich bitte umgehend ärztlich vorstellen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Gagsteiger


Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Abend Frau Roth, ich denke, Sie müssen sich wegen des Erbrechens keine allzu großen Sorgen machen. Da Sie das Cytotec zunächst sublingual haben auflösen lassen und das Erbrechen erst etwa 30 Minuten später aufgetreten ist, dürfte bereits ein wesentlicher Teil des Wirkstoffs aufgenommen worden sein. Misoprostol wird bei sublingualer Anwendung sehr rasch resorbiert. Die Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sind leider typische Nebenwirkungen von Cytotec und treten bei der sublingualen Anwendung sogar etwas häufiger auf. Ich würde daher nicht allein wegen des Erbrechens eigenständig eine zusätzliche Dosis einnehmen, sondern zunächst den weiteren Verlauf abwarten. Entscheidend ist nun, ob Blutungen und gegebenenfalls krampfartige Unterbauchschmerzen einsetzen. Sollten sehr starke Blutungen auftreten (beispielsweise mehr als zwei große Binden pro Stunde über zwei Stunden), starke anhaltende Schmerzen, Kreislaufprobleme oder Fieber bzw. ein deutliches Krankheitsgefühl hinzukommen, sollten Sie sich bitte umgehend ärztlich vorstellen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Gagsteiger


Dr. Friedrich Gagsteiger

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Guten Abend Frau Roth, ich denke, Sie müssen sich wegen des Erbrechens keine allzu großen Sorgen machen. Da Sie das Cytotec zunächst sublingual haben auflösen lassen und das Erbrechen erst etwa 30 Minuten später aufgetreten ist, dürfte bereits ein wesentlicher Teil des Wirkstoffs aufgenommen worden sein. Misoprostol wird bei sublingualer Anwendung sehr rasch resorbiert. Die Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sind leider typische Nebenwirkungen von Cytotec und treten bei der sublingualen Anwendung sogar etwas häufiger auf. Ich würde daher nicht allein wegen des Erbrechens eigenständig eine zusätzliche Dosis einnehmen, sondern zunächst den weiteren Verlauf abwarten. Entscheidend ist nun, ob Blutungen und gegebenenfalls krampfartige Unterbauchschmerzen einsetzen. Sollten sehr starke Blutungen auftreten (beispielsweise mehr als zwei große Binden pro Stunde über zwei Stunden), starke anhaltende Schmerzen, Kreislaufprobleme oder Fieber bzw. ein deutliches Krankheitsgefühl hinzukommen, sollten Sie sich bitte umgehend ärztlich vorstellen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Gagsteiger


Luisea

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Guten Abend, vielen Dank für Ihre Schilderungen. Meine Frauenärztin hat mir dies auch nochmals bestätigt. Leider trat keine größere Blutung auf, sodass ich heute nochmals insgesamt 800 Mikrogramm genommen habe. Dieses Mal scheint sich der Erfolg einzustellen. Ich bin recht sicher, dass ich vorhin die Fruchthöhle verloren habe. Abschließend werde ich es dann wohl nächste Woche Mittwoch in der Kontrolle sehen. Nun hoffe ich stark, dass ich psychisch langsam heilen und wieder Hoffnung finden kann. Vielen Dank nochmals. Mit freundlichen Grüßen  Anna Roth


Dr. Friedrich Gagsteiger

Dr. Friedrich Gagsteiger

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Liebe Frau Roth, es tut mir sehr leid, dass Sie diesen traurigen Weg nun tatsächlich gehen mussten. Nach Ihrer Schilderung klingt es so, als hätte das Misoprostol dieses Mal die gewünschte Wirkung entfaltet. Die Ultraschallkontrolle am Mittwoch ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Gebärmutter vollständig entleert ist. Für die kommenden Tage wünsche ich Ihnen vor allem Ruhe und Zeit. Auch wenn der körperliche Teil irgendwann abgeschlossen ist, braucht die Seele häufig deutlich länger. Sie müssen jetzt weder schnell wieder „funktionieren“ noch sofort neue Hoffnung haben. Trauer und Zuversicht dürfen eine ganze Weile nebeneinander bestehen. Vielleicht kann Ihnen dabei auch Unterstützung von außen guttun: Es gibt ein Netzwerk engagierter und erfahrener Beraterinnen, die sich intensiv mit Kinderwunsch, Verlust und den damit verbundenen seelischen Belastungen beschäftigen. Schauen Sie gerne einmal unter www.bkid.de beim Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland (BKiD). Dort können Sie Ansprechpartnerinnen finden, die Ihnen Trost und professionelle Hilfestellung geben können. Und dennoch möchte ich Ihnen etwas mitgeben: Diese Fehlgeburt bedeutet nicht, dass eine zukünftige Schwangerschaft ebenfalls so verlaufen muss. Die Hoffnung auf eine gesunde Schwangerschaft bleibt bestehen. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie nun Schritt für Schritt wieder Kraft und Vertrauen finden. Herzliche Grüße Friedrich Gagsteiger


Luisea

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Vielen herzlichen Dank. 


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