Guten Tag. Ich habe auf dem Weg zu meinem Wunschkind nun zwei Zyklen mit Letrozol und Ovitrelle hinter mir. Im ersten Versuch nahm ich (eigentlich Start an Tag 3 vorgesehen, aufgrund des planbaren Schalltermins jedoch an Tag 5) von Tag 5-9 Letrozol, am Zyklustag 14 zeigte sich ein dominanter Follikel von 18mm und ich habe ausgelöst. Es kam zur Einnistung, leider jedoch mit frühem Abgang in der 5. SSW. Im zweiten Anlauf erfolgte die Letrozoleinnahme wieder von Tag 5-9, an Tag 14 war der Follikel 24mm groß und ich habe am selben Tag ausgelöst. Leider ohne Erfolg, obwohl ich ab dem ES zur Unterstützung Utrogestan eingenommen hatte. Nach absetzen dessen is heute mein Zyklustag 1. Mir stellt sich die Frage ob ich im dritten Versuch wie ursprünglich besprochen an Tag 3 mit Letrozol starten sollte, wenn mein Ultraschalltermin am 12. ZT liegt. Ich habe die Sorge, der Eisprung könnte da schon erfolgt sein. Oder sollte ich besser an Tag 4 oder 5 beginnen? Vielen herzlichen Dank.
Guten Tag, ich würde den bisherigen Verlauf zunächst eher ermutigend bewerten: Im ersten Letrozol-/Ovitrelle-Zyklus ist es ja tatsächlich zu einer Schwangerschaft gekommen – leider mit einem sehr frühen Abgang. Das ist enttäuschend, zeigt aber zugleich, dass Follikelreifung, Eisprung, Befruchtung und Einnistung grundsätzlich möglich waren. Im zweiten Versuch war der Follikel an ZT 14 mit 24 mm schon recht groß, aber nicht zwingend „zu spät“. Dass es trotz Utrogestan nicht geklappt hat, ist leider noch kein Hinweis darauf, dass grundsätzlich etwas nicht stimmt – die Chance pro Zyklus bleibt auch unter optimalen Bedingungen begrenzt. Wenn der Ultraschalltermin im nächsten Zyklus erst an ZT 12 möglich ist, würde ich persönlich nicht unbedingt auf ZT 3 vorziehen. Da Sie mit Letrozol von ZT 5–9 bereits eine gute Reaktion hatten, wäre es aus meiner Sicht vernünftig, entweder dieses Schema beizubehalten oder als kleinen Kompromiss ZT 4–8 zu wählen. So reduziert man etwas das Risiko, dass der Follikel beim Ultraschall schon zu weit ist. Wichtig wäre dann am ZT 12 nicht nur die Follikelgröße, sondern auch die Schleimhaut und – falls möglich – LH, Östradiol und Progesteron zu kontrollieren, um den richtigen Auslösezeitpunkt möglichst gut zu treffen. Natürlich kann man bei wiederholten frühen Verlusten oder ausbleibenden Erfolgen weitere Dinge abklären. In Ihrer Situation würde ich aber nach einem frühen Schwangerschaftseintritt im ersten Versuch einen dritten Versuch zunächst durchaus wagen, bevor man das Vorgehen grundsätzlich verändert. Herzliche Grüße Dr. Friedrich Gagsteiger
Guten Abend, vielen herzlichen Dank. Ich werde Ihre Empfehlung berücksichtigen und tendenziell den ZT 4 als Starttag wählen.
Guten Tag vielen herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich würde Ihre Überlegung unterstützen und tendenziell den 4. Zyklustag als Starttag für die Letrozol-Einnahme wählen. Nach dem ersten Versuch ist es ja bereits zu einer Befruchtung und Einnistung gekommen – auch wenn es leider sehr früh wieder zu einem Abgang kam. Das zeigt zumindest, dass grundsätzlich schon wichtige Schritte funktioniert haben. Bitte behalten Sie aber im Blick, dass der Kinderwunsch nicht nur durch den genauen Stimulationstag beeinflusst wird. Es spielen viele weitere Faktoren eine Rolle – Eizellqualität, Spermienqualität, Schleimhaut, Gelbkörperphase, Schilddrüse, Stoffwechsel, Gerinnung, Immunologie und auch allgemeine Lebensumstände. Ich hoffe sehr, dass Sie hier gut begleitet und betreut werden. Für den nächsten Versuch wünsche ich Ihnen von Herzen viel Glück und einen guten Verlauf.
Guten Tag, ich danke Ihnen für ihren Rat sehr. Tatsächlich sind einige der genannten Faktoren bereits überprüft worden. Fürs erste versuche ich positiv in den neuen Versuch zu starten. Ich bedanke mich für die Anteilnahme.
Alles Gute!
Guten Abend, ich habe tatsächlich am ZT 30 einen positiven Test in den Händen gehalten. Das Progesteron nehme ich daher konsequent weiterhin. Am Mittwoch habe ich endlich meinen Termin bei der Gynäkologin. Die Angst vor einem erneuten frühen Abgang lässt mich leider nicht los... Heute ist das Brustspannen auch etwas weniger ausgeprägt als die letzten Tage. Ich hoffe, das ist kein schlechtes Zeichen? Ich hoffe, Sie können mir etwas Mut machen. Ich danke Ihnen herzlich.
Zunächst einmal möchte ich Ihnen ganz herzlich zu Ihrem positiven Schwangerschaftstest gratulieren. Das sind wirklich sehr schöne Nachrichten, und ich freue mich sehr mit Ihnen. Dass Sie nach Ihren bisherigen Erfahrungen nun große Angst vor einer erneuten frühen Fehlgeburt haben, ist vollkommen verständlich. Gerade nach einem solchen Erlebnis wird jeder Tag des Wartens zu einer großen emotionalen Herausforderung. Versuchen Sie aber, sich immer wieder bewusst zu machen: Diese Schwangerschaft ist eine neue Schwangerschaft und hat ihre eigene Chance. Die Vergangenheit bestimmt nicht zwangsläufig den weiteren Verlauf. Dass das Brustspannen heute etwas weniger ausgeprägt ist als an den vergangenen Tagen, ist nach meiner Erfahrung kein verlässliches Warnzeichen. Schwangerschaftssymptome können von Tag zu Tag deutlich schwanken. Manche Frauen haben über Wochen ein starkes Brustspannen, andere fast gar keines. Auch Übelkeit, Müdigkeit oder Ziehen im Unterbauch kommen und gehen häufig. Solange keine stärkeren Blutungen oder ausgeprägten krampfartigen Schmerzen auftreten, würde ich aus einer Veränderung der Symptome keine negativen Schlüsse ziehen. Es ist sehr gut, dass Sie das Progesteron konsequent weiter einnehmen. Damit schaffen Sie die bestmöglichen Voraussetzungen für die frühe Schwangerschaft. Der Termin am Mittwoch wird Ihnen hoffentlich etwas Sicherheit geben. Je nachdem, wie weit die Schwangerschaft dann ist, kann man im Ultraschall bereits eine Fruchthöhle, einen Dottersack und möglicherweise sogar schon einen kleinen Embryo mit Herzaktion erkennen. Sollte die Schwangerschaft noch sehr früh sein und noch nicht alles sichtbar werden, ist auch das zunächst kein Grund zur Sorge. Oft bringt bereits eine Kontrolle wenige Tage später Klarheit. Bis dahin wünsche ich Ihnen vor allem eines: Versuchen Sie, die Hoffnung genauso viel Raum zu geben wie der Angst. Ein positiver Schwangerschaftstest ist zunächst einmal eine gute Nachricht – und im Moment gibt es keinen Hinweis darauf, dass sich die Schwangerschaft nicht normal entwickeln sollte. Ich drücke Ihnen für Mittwoch ganz fest die Daumen und wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie dann die erlösenden Bilder im Ultraschall sehen dürfen. Alles Gute für Sie! Herzliche Grüße Ihr Dr. Friedrich Gagsteiger
Vielen lieben Dank für diese aufbauenden Worte. Ich sehne mich sehr nach positiven Nachrichten am Mittwoch. Aber bis dahin tat es gut Ihre Nachricht zu lesen. Nochmals danke sehr!
Sehr geehrter Herr Dr. med. Friedrich Gagsteiger, heute war nun mein lang ersehnter Ultraschalltermin. Die Fruchthöhle war zu sehen und laut meiner Ärztin genau so groß wie sie zum jetzigen Zeitpunkt (5+2) sein sollte. Ich bin sehr erleichtert. Bedeutet das, dass mein Hcg Wert auch entsprechend angestiegen ist? Eine Blutkontrolle wollte sie nicht durchführen. Sie meinte sie sei optimistisch. Ich frage mich wie groß das Risiko für einen frühen Abgang jetzt noch ist. Die Sorge begleitet mich nach wie vor. Vielen herzlichen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Liebe Frau Roth, zunächst einmal freue ich mich sehr über diese Nachricht. Nach den vielen Sorgen der letzten Tage ist das ein wichtiger und schöner Zwischenschritt. Dass bei 5+2 Schwangerschaftswochen eine Fruchthöhle in der Gebärmutter zu sehen ist und diese nach Aussage Ihrer Frauenärztin zeitgerecht entwickelt ist, ist tatsächlich ein sehr erfreulicher Befund. Damit wissen wir zunächst einmal, dass sich die Schwangerschaft an der richtigen Stelle entwickelt und der Ultraschall zum Schwangerschaftsalter passt. Zu Ihrer Frage bezüglich des hCG-Wertes: Mit absoluter Sicherheit lässt sich der hCG-Wert aus dem Ultraschall zwar nicht ableiten. Ein zeitgerechter Ultraschallbefund spricht jedoch indirekt dafür, dass sich der hCG-Wert in den vergangenen Tagen ausreichend entwickelt hat. Genau deshalb verzichten viele Frauenärztinnen und Frauenärzte ab dem Zeitpunkt, an dem im Ultraschall eine zeitgerechte Entwicklung erkennbar ist, auf weitere hCG-Kontrollen. Der Ultraschall liefert dann meist die aussagekräftigere Information. Ihre Frauenärztin war optimistisch – und nach Ihrer Schilderung halte ich diesen Optimismus ebenfalls für berechtigt. Natürlich kann ich Ihre Sorge gut verstehen. Gerade nach einem positiven Schwangerschaftstest oder nach einer früheren Fehlgeburt begleitet viele Frauen die Angst, dass jederzeit etwas passieren könnte. Wie hoch ist das Risiko jetzt noch? Mit jeder Woche, in der sich die Schwangerschaft zeitgerecht entwickelt, nimmt das Fehlgeburtsrisiko weiter ab. Bei einer intakten, zeitgerechten Fruchthöhle in der 6. Schwangerschaftswoche ist die Prognose bereits deutlich besser als unmittelbar nach dem positiven Schwangerschaftstest. Der nächste wichtige Meilenstein ist der Nachweis eines Embryos mit Herzaktion, der meist zwischen 6+0 und 7+0 Schwangerschaftswochen gelingt. Sobald eine altersentsprechende Herzaktion nachweisbar ist, sinkt das Risiko für einen frühen Schwangerschaftsverlust noch einmal ganz erheblich. Bis dahin bleibt leider ein wenig Geduld gefragt – und ich weiß, dass genau diese Geduld oft das Schwierigste ist. Versuchen Sie, sich an dem zu orientieren, was Sie heute wissen und nicht an dem, was theoretisch passieren könnte. Heute wissen Sie: Die Fruchthöhle liegt in der Gebärmutter. Sie ist zeitgerecht entwickelt. Ihre Frauenärztin ist mit dem Befund zufrieden. Es gibt aktuell keinen Hinweis darauf, dass sich die Schwangerschaft nicht regelgerecht entwickelt. Das sind alles gute Nachrichten. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie beim nächsten Ultraschall einen kleinen Embryo mit kräftiger Herzaktion sehen dürfen. Ich denke, dieser Termin wird Ihnen noch einmal deutlich mehr Sicherheit geben. Bis dahin dürfen Sie vorsichtig optimistisch sein. Dafür gibt es nach Ihrem heutigen Befund allen Grund. Ganz herzliche Grüße Ihr Dr. med. Friedrich Gagsteiger
Guten Abend, vielen vielen Dank, dass sie sich die Zeit genommen haben so ausführlich zu antworten. Es tut unheimlich gut, nochmal eine fachliche Meinung zu hören. Ich werde versuchen zu entspannen und optimistisch zu bleiben. Meine Ärztin hat mich bis zum nächsten Termin in knapp zwei Wochen auch erstmal krank geschrieben, da mir mit meiner Arbeit auf der Intensivstation nicht wohl ist in dieser sensiblen Phase. Nochmals vielen Dank und einen schönen Abend. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Sehr geehrte Frau Roth, vielen Dank für Ihre liebe Rückmeldung. Es freut mich sehr, dass ich Ihnen ein wenig Sicherheit und Zuversicht geben konnte. Ich halte es für eine gute und nachvollziehbare Entscheidung, dass Ihre Frauenärztin Sie bis zum nächsten Termin krankgeschrieben hat. Die Arbeit auf einer Intensivstation ist sowohl körperlich als auch psychisch sehr fordernd. Gerade nach einer vorausgegangenen Fehlgeburt und in dieser frühen Phase der Schwangerschaft ist es wichtig, unnötigen Stress zu vermeiden und sich die Möglichkeit zu geben, etwas zur Ruhe zu kommen. Auch wenn Ruhe allein eine Schwangerschaft nicht “festhalten” kann, tut sie Ihrer seelischen Verfassung sicherlich gut. Versuchen Sie, sich bis zum nächsten Ultraschall nicht von jedem einzelnen Symptom oder dessen Veränderung verunsichern zu lassen. Brustspannen, Müdigkeit oder andere Schwangerschaftszeichen können von Tag zu Tag unterschiedlich stark ausgeprägt sein und erlauben leider keine zuverlässigen Rückschlüsse auf den Schwangerschaftsverlauf. Entscheidend sind vielmehr die Ultraschallkontrollen, und die erste Untersuchung mit einer zeitgerecht entwickelten Fruchthöhle war bereits ein sehr ermutigender Schritt. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie die kommenden zwei Wochen etwas entspannter erleben können und Sie beim nächsten Termin ein kräftig schlagendes Herzchen sehen dürfen. Dafür drücke ich Ihnen ganz fest die Daumen. Mit den besten Wünschen Dr. med. Friedrich Gagsteiger
Guten Tag, ich komme gerade vom Ultraschall. Ich bin am Boden zerstört, hatte ich doch gehofft bei 7+2 schon die Herzaktivität zu sehen. Es hat sich zwar etwas getan im Vergleich zu vor zwei Wochen, aber leider nicht genug. Die Fruchthöhle war deutlich größer und der Dottersack ist gut zu erkennen gewesen. Jedoch war nur eine kleine embryonale Struktur sichtbar... Ich soll nun in zwei Tagen erneut zum Schall kommen. Wie schätzen Sie das ein, besteht noch Hoffnung bzw. haben Sie schon Fälle gesehen wo der Embryo noch rasch gewachsen ist? Ich danke Ihnen herzlich. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Liebe Frau Roth, es tut mir sehr leid, dass Sie heute mit so einer belastenden Situation nach Hause gehen mussten. Leider muss ich sagen, dass der Befund bei einer rechnerischen Schwangerschaftswoche von 7+2 eher ungünstig ist. Zu diesem Zeitpunkt erwarten wir normalerweise bereits einen deutlich erkennbaren Embryo mit nachweisbarer Herzaktivität. Dass die Fruchthöhle und der Dottersack weitergewachsen sind, zeigt zwar, dass sich zunächst etwas entwickelt hat, das Wachstum des Embryos scheint jedoch hinter den Erwartungen zurückzubleiben. Trotzdem würde ich die Hoffnung noch nicht vollständig aufgeben. Es gibt seltene Fälle, in denen der Eisprung oder die Einnistung später stattgefunden haben als angenommen und sich der Embryo innerhalb weniger Tage noch deutlich entwickelt. Genau deshalb ist die Kontrolluntersuchung in zwei Tagen so wichtig. Erst wenn sich auch dann kein entsprechendes Wachstum oder keine Herzaktion zeigt, kann man mit ausreichender Sicherheit von einer nicht intakten Schwangerschaft ausgehen. Bis dahin bleibt Ihnen leider nur das Warten – und ich weiß, wie schwer diese zwei Tage sein können. Versuchen Sie, sich bewusst zu machen, dass Sie im Moment nichts beeinflussen können. Falls diese Schwangerschaft sich tatsächlich nicht weiterentwickeln sollte, liegt das in den allermeisten Fällen an einer zufälligen Chromosomenstörung des Embryos und nicht an etwas, das Sie getan oder unterlassen haben. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass die nächste Untersuchung eine positive Überraschung bereithält. Bitte schreiben Sie mir nach dem Kontrolltermin noch einmal. Ich denke an Sie und drücke Ihnen ganz fest die Daumen. Mit herzlichen Grüßen Dr. Friedrich Gagsteiger
Danke Ihnen erstmal für die Antwort. Leider hatte ich mit so einer Einschätzung gerechnet und bereite mich innerlich bereits auf die traurige Gewissheit vor... Man liest ja immer mal, man könne die Schwangerschaft zurück datieren ( meine Ärztin sagte ich läge eine Woche zurück in der Entwicklung), dass das nicht so selten gemacht wird. Mir bleibt leider nur das Warten.. Ich melde mich dann wieder in 2 Tagen. Ich danke Ihnen für die Antwort. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Liebe Frau Roth, ich kann gut verstehen, dass Sie sich innerlich bereits auf beide Möglichkeiten vorbereiten. Das ist in einer solchen Situation ganz menschlich. Eine Rückdatierung der Schwangerschaft kommt tatsächlich vor, wenn der Eisprung oder die Einnistung später waren als angenommen. Deshalb wartet man in einer solchen Situation immer die Kontrolluntersuchung ab. Entscheidend ist nicht nur der heutige Ultraschall, sondern vor allem, ob sich der Embryo innerhalb der nächsten zwei Tage weiterentwickelt und eine Herzaktivität zeigt. Auch wenn der Befund leider eher vorsichtig stimmt, gibt es bis zur nächsten Untersuchung noch keine endgültige Gewissheit. Deshalb würde ich versuchen, die Hoffnung noch nicht ganz aufzugeben. Ich denke an Sie und drücke Ihnen für die Kontrolle ganz fest die Daumen. Melden Sie sich danach gerne wieder. Mit herzlichen Grüßen Dr. Friedrich Gagsteiger
Guten Tag, in den letzten zwei Tagen habe ich mich bereits auf das Schlimmste eingestellt... Heute beim Schall war folgendes sichtbar. Die Fruchthöhle ist im Vergleich zu Mittwoch etwas gewachsen und der Embryo war besser vom Dottersack abgrenzbar und damit besser darstellbar. Auch wenn die Größe bei 5mm gleich geblieben ist in den 2 Tagen. Aber der Herzschlag war sichtbar, meine Gynäkologin meinte auch ihn leicht hören zu können. Der HCG lag bei 49000, dieser wurde heute nochmals abgenommen und ich soll Montag wieder zur Kontrolle kommen. Halten Sie es für möglich, dass der Embyro das Wachstum noch aufholen kann? Ich bin vorerst sehr erleichtert, jedoch bleibt es weiter sehr aufreibend. Ich danke Ihnen für das Lesen meiner Nachricht. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Guten Tag, in den letzten zwei Tagen habe ich mich bereits auf das Schlimmste eingestellt... Heute beim Schall war folgendes sichtbar. Die Fruchthöhle ist im Vergleich zu Mittwoch etwas gewachsen und der Embryo war besser vom Dottersack abgrenzbar und damit besser darstellbar. Auch wenn die Größe bei 5mm gleich geblieben ist in den 2 Tagen. Aber der Herzschlag war sichtbar, meine Gynäkologin meinte auch ihn leicht hören zu können. Der HCG lag bei 49000, dieser wurde heute nochmals abgenommen und ich soll Montag wieder zur Kontrolle kommen. Halten Sie es für möglich, dass der Embyro das Wachstum noch aufholen kann? Ich bin vorerst sehr erleichtert, jedoch bleibt es weiter sehr aufreibend. Ich danke Ihnen für das Lesen meiner Nachricht. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Liebe Frau Roth, das sind heute tatsächlich vorsichtig ermutigende Nachrichten. Dass ein Herzschlag sichtbar war und Ihre Frauenärztin ihn sogar andeutungsweise hören konnte, ist ein wichtiger positiver Befund. Auch dass die Fruchthöhle weiter gewachsen ist und sich der Embryo nun besser vom Dottersack abgrenzen lässt, spricht dafür, dass sich die Schwangerschaft zumindest weiterentwickelt. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn der Embryo in den letzten zwei Tagen auch messbar an Größe zugenommen hätte. Allerdings sind Messungen in diesem sehr frühen Stadium oft schwierig. Schon kleinste Unterschiede in der Schnittebene oder im Messwinkel können bei einem nur wenige Millimeter großen Embryo einen scheinbaren Größenunterschied ausmachen. Deshalb würde ich die unveränderten 5 mm im Moment noch nicht überbewerten. Ob der Embryo das Wachstum noch aufholen kann? Ja, das ist durchaus möglich. Gerade in diesem frühen Schwangerschaftsstadium sehen wir immer wieder, dass sich zunächst etwas langsam entwickelte Schwangerschaften später völlig zeitgerecht weiterentwickeln. Der Herzschlag ist dabei ein deutlich wichtigeres Zeichen als ein Größenunterschied von wenigen Millimetern über nur zwei Tage. Der hCG-Wert von etwa 49.000 IU/l liegt grundsätzlich in einem Bereich, der zu einer intakten Frühschwangerschaft passen kann. In diesem Schwangerschaftsabschnitt verliert der hCG-Anstieg allerdings zunehmend an Aussagekraft. Jetzt sind die Ultraschallbefunde wesentlich wichtiger als die Blutwerte. Bis zur Kontrolle am Montag können Sie leider selbst nichts aktiv dazu beitragen, dass der Embryo schneller wächst. Was Sie aber sehr wohl tun können, ist, die bestmöglichen Bedingungen für Ihre Schwangerschaft zu schaffen. Das bedeutet: Versuchen Sie, Stress und große Aufregung möglichst zu vermeiden. Gönnen Sie sich Ruhe, lenken Sie sich mit schönen Dingen ab und versuchen Sie, nicht jede Minute zu grübeln oder jedes Symptom zu analysieren. Eine ruhige, möglichst positive Stimmung ist jetzt das Beste, was Sie Ihrem Körper und Ihrem kleinen Baby schenken können. Sie können den Verlauf der Schwangerschaft nicht aktiv steuern – aber Sie sollten darauf achten, dass Sie die Situation nicht durch anhaltenden Stress und Angst zusätzlich belasten. Ich weiß, dass das leichter gesagt als getan ist, besonders nach Ihrer Vorgeschichte. Aber heute gibt es einen guten Grund, die Hoffnung wieder ein Stück wachsen zu lassen. Es gibt einen Herzschlag, und das ist im Moment die wichtigste Botschaft. Ich drücke Ihnen für Montag ganz fest die Daumen. Ich wünsche Ihnen sehr, dass dann nicht nur das Herzchen kräftig schlägt, sondern auch ein deutlicher Wachstumsschritt zu sehen ist. Bis dahin versuchen Sie, den heutigen positiven Befund mitzunehmen – und geben Sie der Natur die Zeit, die sie manchmal einfach braucht. Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute.
Vielen lieben Dank für die freundliche Nachricht und ausführliche Antwort. Ich versuche mich etwas zu entspannen und positiv zu bleiben.
Alles, alles Gute wünsche ich ihnen.
Guten Tag, ich bin am Boden zerstört. Der Termin lief leider nicht gut. Der HCG von Freitag liegt zwar noch bei 60000, aber der Embryo ist nicht größer geworden, war schwerer abgrenzbar und zeigte keinen Herzschlag. Auch die Fruchthöhle hatte die Form eines Tropfens und ist nicht gewachsen. Mein kleiner Krümel hat es nicht geschafft... Ich werde nachher 800mg Misoprostol einnehmen. Wenn die Abbruchblutung vorbei ist, könnte ich theoretisch dann mit der ersten regulären Periode wieder mit Letrozol starten? Wann kann ich mit der normalen Periode rechnen? Ich danke Ihnen. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Liebe Frau Roth, das tut mir sehr leid. Gerade nachdem Sie so gehofft, gewartet und bei jedem kleinen Entwicklungsschritt mitgefiebert haben, ist diese Nachricht besonders schmerzhaft. Ihr kleiner Krümel hat es leider nicht geschafft. Zu Ihrer Frage: Grundsätzlich können Sie nach einer vollständig abgeschlossenen Fehlgeburt häufig bereits mit der ersten regulären Periode wieder mit Letrozol beginnen, sofern im Ultraschall keine Reste mehr zu sehen sind und das hCG ausreichend abgefallen bzw. negativ geworden ist. Eine längere medizinisch begründete Wartezeit ist nach einem unkomplizierten frühen Schwangerschaftsverlust meist nicht erforderlich. Nach Misoprostol setzt die stärkere Blutung typischerweise innerhalb einiger Stunden ein und kann einige Tage anhalten. Die erste richtige Menstruation kommt häufig nach etwa 4–6 Wochen, manchmal dauert es etwas länger. Wichtig wäre vorher eine Kontrolle, ob die Gebärmutter vollständig entleert ist und das hCG entsprechend fällt. Und für heute müssen Sie noch gar nicht an den nächsten Versuch denken. Heute dürfen Sie einfach traurig sein und Abschied nehmen. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Ihr Körper sich rasch erholt – und dass Sie, wenn Sie soweit sind, wieder neuen Mut für den nächsten Schritt finden. Herzliche Grüße Friedrich Gagsteiger
Ich danke Ihnen für Ihre Antwort und die Anteilnahme. Danke auch für die Beantwortung meiner Fragen. Nach nunmehr der zweiten Fehlgeburt wächst meine Sorge, das Risiko für weitere Fehlgeburten könnte erhöht sein. Ich hoffe so sehr auf eine normale Schwangerschaft. Eine Kontrolle per Ultraschall ist für nächste Woche Mittwoch geplant. Eine Frage habe ich noch: solange die Blutung anhält sind Tampons und schwimmen tabu? Oder gilt dies für die stärkeren Blutungstage? Ich danke Ihnen. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Liebe Frau Roth, Ihre Sorge nach nunmehr zwei Fehlgeburten kann ich sehr gut verstehen. Trotzdem bedeuten zwei Fehlgeburten keineswegs, dass eine nächste Schwangerschaft wieder so verlaufen muss. Die Chance auf eine anschließend ganz normale Schwangerschaft ist weiterhin gut. Solange Sie nach der Fehlgeburt noch bluten, würde ich auf Tampons verzichten und stattdessen Binden verwenden. Auch mit Schwimmen, Baden und Sauna würde ich warten, bis die Blutung vollständig aufgehört hat. Hintergrund ist vor allem, das Infektionsrisiko in dieser Zeit möglichst gering zu halten. Duschen ist natürlich problemlos möglich. Die Ultraschallkontrolle am kommenden Mittwoch ist sehr sinnvoll. Dabei sollte insbesondere geschaut werden, ob die Gebärmutter vollständig entleert ist. Je nach Verlauf kann zusätzlich eine hCG-Verlaufskontrolle sinnvoll sein. Und auch wenn der Blick nach zwei solchen Erfahrungen verständlicherweise sorgenvoller geworden ist: Geben Sie die Hoffnung auf eine gesunde Schwangerschaft bitte nicht auf. 🌷 Herzliche Grüße Friedrich Gagsteiger
Alles klar, dann weiß ich erstmal Bescheid. Vielen Dank für Ihre Ratschläge. Herzliche Grüße Anna Roth
Sehr gerne.
Guten Morgen, leider hat sich doch noch eine Frage entwickelt. Die Einnahme von Misoprostol ist nun bald 48h her. Recht schnell nach der Einnahme (oral) hatte ich periodenähnliche Unterleibsschmerzen, und die Blutung fing auch an. Allerdings ging nur ein Koagel ab, sonst mehr oder weniger nur ein paar Tropfen Blut beim Toilettengang. Und auch dies und die Schmerzen sind gegen Abend weniger geworden, auch über Nacht und gestern tat sich nix weiter. Ich hatte gestern schon in der Praxis angerufen, jedoch war keine Ärztin vor Ort und ich solle abwarten. Ich war auch spazieren und alles, aber ohne Erfolg. Vorhin kontaktierte ich die Praxis erneut. Die Ärztin möchte, dass ich bis morgen abwarte, mich viel bewege und morgen früh soll ich zum Ultraschall kommen. Aber gibt es denn noch die Chance, dass die Wirkung noch einsetzt? Es kann aus meiner Sicht unmöglich alles abgegangen sein. Ich würde sehr gern um einen operative Eingriff herum kommen. Vlt bekomme ich morgen auch noch eine zweite Dosis des Medikamentes. Ich möchte es einfach sehr gern hinter mir haben. Ich danke Ihnen schon mal. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Guten Morgen Frau Roth, ja – es besteht durchaus noch die Möglichkeit, dass sich in den nächsten Stunden noch etwas tut. Bei den meisten Frauen setzt nach Misoprostol innerhalb von etwa 48 Stunden eine deutlichere Blutung ein, es kann aber auch länger dauern; in Patienteninformationen wird beschrieben, dass der eigentliche Abgang gelegentlich erst innerhalb mehrerer Tage erfolgt. Dass Sie bislang nur wenig geblutet haben und lediglich ein Koagel abgegangen ist, macht allerdings tatsächlich eher den Eindruck, dass der Abgang noch nicht vollständig erfolgt ist. Sicher beurteilen lässt sich das aber erst morgen im Ultraschall. Deshalb finde ich das Vorgehen Ihrer Ärztin – heute noch abzuwarten und morgen zu kontrollieren – gut nachvollziehbar. Und wichtig für Ihre Hoffnung, eine Operation vermeiden zu können: Eine zweite Misoprostol-Gabe ist grundsätzlich eine etablierte Möglichkeit, wenn die erste Gabe nicht ausreichend gewirkt hat. Je nach Befund, Schwangerschaftswoche und verwendetem Schema kann eine Wiederholungsdosis angeboten werden. Ein operativer Eingriff ist also keineswegs automatisch der nächste Schritt. Die Bewegung dürfen Sie gern machen, wenn Sie sich dabei wohlfühlen – Sie müssen allerdings nicht versuchen, durch besonders viel Laufen den Abgang „zu erzwingen“. Entscheidend ist die Wirkung des Medikaments und die Reaktion der Gebärmutter. Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie nach all den letzten Tagen einfach möchten, dass dieses Kapitel endlich abgeschlossen ist. Morgen wird der Ultraschall wahrscheinlich viel Klarheit bringen, und wenn noch Schwangerschaftsgewebe vorhanden ist und es Ihnen ansonsten gut geht, kann man mit Ihrer Ärztin durchaus besprechen, ob ein weiterer medikamentöser Versuch sinnvoll ist. Sollten vorher jedoch sehr starke Blutungen, zunehmende starke Schmerzen, Fieber/Schüttelfrost, Kreislaufprobleme oder übelriechender Ausfluss auftreten, sollten Sie nicht bis morgen warten, sondern sich akut ärztlich vorstellen.
Okay alles klar, vielen Dank. Wenn Sie auch der Meinung sind, dass man durchaus so auch Erfolg haben kann, dann bin ich etwas beruhigter. Ich werde spazieren gehen , aber alles in Maßen. Und vlt tut sich noch etwas. Vielen Dank Ihnen.
Sehr gern, Frau Roth. Ja, ein vollständiger Abgang kann auch nach zunächst eher geringer Blutung noch einsetzen, und eine erneute medikamentöse Behandlung kann je nach Ultraschallbefund ebenfalls erfolgreich sein. Gehen Sie ruhig spazieren, aber wirklich so, wie es Ihnen guttut – Sie müssen nichts „erzwingen“. Morgen wird der Ultraschall zeigen, wie viel bereits abgegangen ist und welcher nächste Schritt sinnvoll ist. Ich wünsche Ihnen sehr, dass sich die Situation möglichst unkompliziert und ohne operativen Eingriff löst.
Vielen lieben Dank Ihnen.
Liebe Frau Roth, ich wünsche Ihnen für Ihre Zukunft und ganz besonders für Ihren Kinderwunsch von Herzen alles Gute, viel Zuversicht und hoffentlich bald die Erfüllung Ihres großen Wunsches. 🍀 Wir engagieren uns hier bei „Rund ums Baby“ freiwillig und mit viel persönlichem Einsatz. Wenn Sie mit unserer Beratung zufrieden waren und uns etwas Gutes tun möchten, würden wir uns sehr über eine freundliche und wohlwollende Google-Bewertung für Best Fertility freuen. Sie finden uns über www.bestfertility.de. Damit unterstützen Sie nicht nur uns, sondern helfen auch anderen Patientinnen und Paaren dabei, eine Anlaufstelle zu finden, bei der sie kompetenten Rat und Unterstützung erhalten. Vielen herzlichen Dank – und für Ihren weiteren Weg alles, alles Gute!
Ich weiß Ihre Arbeit und den Einsatz sehr zu schätzen. Ich hoffe, mich auch in Zukunft weiterhin an Sie wenden zu dürfen. Soeben habe ich eine Rezension verfasst. Danke nochmals.
Herzlichen Dank!
Guten Tag Herr Dr. Gagsteiger, im Ultraschall heute bestätigte sich, dass ich kein Abgang eingetreten ist. Ich habe vor 2h nochmal 600Mikrogramm Cytotec genommen, sie diesmal sublingual wenige Minuten lösen lassen und dann geschluckt. Nach kurzer Zeit bekam ich gastrointestinale Beschwerden, leider musste ich mich ca 30min nach Einnahme übergeben. Ich habe nun die Sorge, der Wirkstoff wurde nicht korrekt aufgenommen. Halten Sie dies für wahrscheinlich? Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Nach einer sublingualen Einnahme von Misoprostol erfolgt die Aufnahme relativ rasch über die Mundschleimhaut; maximale Plasmaspiegel werden im Mittel bereits nach etwa 26–30 Minuten erreicht. Daher ist es durchaus wahrscheinlich, dass trotz Erbrechens nach etwa 30 Minuten bereits ein relevanter Anteil des Wirkstoffs aufgenommen wurde. Wenn Sie Frau Roth antworten möchten, würde ich es etwa so formulieren: Guten Abend Frau Roth, ich denke, Sie müssen sich wegen des Erbrechens keine allzu großen Sorgen machen. Da Sie das Cytotec zunächst sublingual haben auflösen lassen und das Erbrechen erst etwa 30 Minuten später aufgetreten ist, dürfte bereits ein wesentlicher Teil des Wirkstoffs aufgenommen worden sein. Misoprostol wird bei sublingualer Anwendung sehr rasch resorbiert. Die Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sind leider typische Nebenwirkungen von Cytotec und treten bei der sublingualen Anwendung sogar etwas häufiger auf. Ich würde daher nicht allein wegen des Erbrechens eigenständig eine zusätzliche Dosis einnehmen, sondern zunächst den weiteren Verlauf abwarten. Entscheidend ist nun, ob Blutungen und gegebenenfalls krampfartige Unterbauchschmerzen einsetzen. Sollten sehr starke Blutungen auftreten (beispielsweise mehr als zwei große Binden pro Stunde über zwei Stunden), starke anhaltende Schmerzen, Kreislaufprobleme oder Fieber bzw. ein deutliches Krankheitsgefühl hinzukommen, sollten Sie sich bitte umgehend ärztlich vorstellen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Gagsteiger
Guten Abend Frau Roth, ich denke, Sie müssen sich wegen des Erbrechens keine allzu großen Sorgen machen. Da Sie das Cytotec zunächst sublingual haben auflösen lassen und das Erbrechen erst etwa 30 Minuten später aufgetreten ist, dürfte bereits ein wesentlicher Teil des Wirkstoffs aufgenommen worden sein. Misoprostol wird bei sublingualer Anwendung sehr rasch resorbiert. Die Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sind leider typische Nebenwirkungen von Cytotec und treten bei der sublingualen Anwendung sogar etwas häufiger auf. Ich würde daher nicht allein wegen des Erbrechens eigenständig eine zusätzliche Dosis einnehmen, sondern zunächst den weiteren Verlauf abwarten. Entscheidend ist nun, ob Blutungen und gegebenenfalls krampfartige Unterbauchschmerzen einsetzen. Sollten sehr starke Blutungen auftreten (beispielsweise mehr als zwei große Binden pro Stunde über zwei Stunden), starke anhaltende Schmerzen, Kreislaufprobleme oder Fieber bzw. ein deutliches Krankheitsgefühl hinzukommen, sollten Sie sich bitte umgehend ärztlich vorstellen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Gagsteiger
Guten Abend Frau Roth, ich denke, Sie müssen sich wegen des Erbrechens keine allzu großen Sorgen machen. Da Sie das Cytotec zunächst sublingual haben auflösen lassen und das Erbrechen erst etwa 30 Minuten später aufgetreten ist, dürfte bereits ein wesentlicher Teil des Wirkstoffs aufgenommen worden sein. Misoprostol wird bei sublingualer Anwendung sehr rasch resorbiert. Die Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sind leider typische Nebenwirkungen von Cytotec und treten bei der sublingualen Anwendung sogar etwas häufiger auf. Ich würde daher nicht allein wegen des Erbrechens eigenständig eine zusätzliche Dosis einnehmen, sondern zunächst den weiteren Verlauf abwarten. Entscheidend ist nun, ob Blutungen und gegebenenfalls krampfartige Unterbauchschmerzen einsetzen. Sollten sehr starke Blutungen auftreten (beispielsweise mehr als zwei große Binden pro Stunde über zwei Stunden), starke anhaltende Schmerzen, Kreislaufprobleme oder Fieber bzw. ein deutliches Krankheitsgefühl hinzukommen, sollten Sie sich bitte umgehend ärztlich vorstellen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Gagsteiger
Guten Abend, vielen Dank für Ihre Schilderungen. Meine Frauenärztin hat mir dies auch nochmals bestätigt. Leider trat keine größere Blutung auf, sodass ich heute nochmals insgesamt 800 Mikrogramm genommen habe. Dieses Mal scheint sich der Erfolg einzustellen. Ich bin recht sicher, dass ich vorhin die Fruchthöhle verloren habe. Abschließend werde ich es dann wohl nächste Woche Mittwoch in der Kontrolle sehen. Nun hoffe ich stark, dass ich psychisch langsam heilen und wieder Hoffnung finden kann. Vielen Dank nochmals. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Liebe Frau Roth, es tut mir sehr leid, dass Sie diesen traurigen Weg nun tatsächlich gehen mussten. Nach Ihrer Schilderung klingt es so, als hätte das Misoprostol dieses Mal die gewünschte Wirkung entfaltet. Die Ultraschallkontrolle am Mittwoch ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Gebärmutter vollständig entleert ist. Für die kommenden Tage wünsche ich Ihnen vor allem Ruhe und Zeit. Auch wenn der körperliche Teil irgendwann abgeschlossen ist, braucht die Seele häufig deutlich länger. Sie müssen jetzt weder schnell wieder „funktionieren“ noch sofort neue Hoffnung haben. Trauer und Zuversicht dürfen eine ganze Weile nebeneinander bestehen. Vielleicht kann Ihnen dabei auch Unterstützung von außen guttun: Es gibt ein Netzwerk engagierter und erfahrener Beraterinnen, die sich intensiv mit Kinderwunsch, Verlust und den damit verbundenen seelischen Belastungen beschäftigen. Schauen Sie gerne einmal unter www.bkid.de beim Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland (BKiD). Dort können Sie Ansprechpartnerinnen finden, die Ihnen Trost und professionelle Hilfestellung geben können. Und dennoch möchte ich Ihnen etwas mitgeben: Diese Fehlgeburt bedeutet nicht, dass eine zukünftige Schwangerschaft ebenfalls so verlaufen muss. Die Hoffnung auf eine gesunde Schwangerschaft bleibt bestehen. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie nun Schritt für Schritt wieder Kraft und Vertrauen finden. Herzliche Grüße Friedrich Gagsteiger
Vielen herzlichen Dank.
Gerne.
Guten Tag Hr. Dr. Gagsteiger, ich muss mich nun doch wieder an Sie wenden. Nach meiner Fehlgeburt haben wir versucht nach vorn zu sehen, haben den Urlaub genutzt um ganz ungezwungen an unserem Traum zu arbeiten. Am 19.9. setzte meine Periode ein (ca 35 Tage nach dem Hauptabgang) und da ich damit gute Erfahrungen gemacht habe, nahm ich von ZT 4-8 wieder je 2,5mg Letrozol ein. Heute an Tag 12 war ich zum Ultraschall. Der Befund beunruhigt mich etwas, auch meine Frauenärztin hat das noch nicht gesehen. Zur Schleimhautdicke sagte sie nichts, auch wenn sie gemessen hat. Auf der einen Seite war kein dominanter Follikel zu sehen, auf der anderen jedoch ein rießiger mit einer Größe von über 6cm. Ich frage mich ob dies möglich war, weil vlt direkt nach der Fehlgeburt wieder ein Follikel gewachsen ist, sich aber nicht zurück gebildet hat und nun durch das Letrozol so groß werden konnte. Ferner interessiert mich ob daraus noch ein Ei springen kann, ob der Zyklus verloren ist und was Komplikationen sein können. Ich habe Angst, dass diese Zyste, wie meine Ärztin sagte, meinem Kinderwunsch im Weg stehen könnte. Meine Gynäkologin sagte wir könnten jeden zweiten Tag GV haben. Am Freitag schaut sie sich das aber nochmal per Schall an. Ich bin recht besorgt und hoffe Sie können mich etwas beruhigen. Vielleicht haben Sie schon solche Erfahrungen gemacht? Vielen herzlichen Dank. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Liebe Frau Roth, ich kann gut verstehen, dass Sie dieser Befund nach der Fehlgeburt zunächst erschreckt – insbesondere, wenn auch Ihre Frauenärztin von einem ungewöhnlichen Ultraschallbefund spricht. Ein „normaler“ sprungreifer Follikel ist mit über 6 cm allerdings viel zu groß. Üblicherweise erfolgt der Eisprung bereits bei etwa 20–25 mm. Bei einer Struktur von über 60 mm würde ich daher eher von einer funktionellen Ovarialzyste ausgehen als von einem normalen dominanten Follikel. Ihre Überlegung ist durchaus plausibel: Nach einer Schwangerschaft bzw. Fehlgeburt kann die hormonelle Regulation noch etwas durcheinander sein. Es kann beispielsweise ein Follikel oder Gelbkörper aus dem vorherigen Zyklus persistieren und sich als Zyste darstellen. Auch unter einer anschließenden hormonellen Stimulation kann eine solche funktionelle Zyste weiter bestehen oder größer werden. Aus einer 6-cm-Zyste würde ich nicht mehr mit einem normalen Eisprung rechnen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass dieser Zyklus verloren ist oder dass die Zyste Ihrem Kinderwunsch dauerhaft im Wege steht. Sehr viele funktionelle Zysten bilden sich innerhalb der folgenden Wochen bzw. Zyklen von selbst wieder zurück. Ich finde deshalb die vereinbarte Ultraschallkontrolle am Freitag sehr sinnvoll. Dabei würde ich insbesondere noch einmal Größe und Aussehen der Zyste, die Gebärmutterschleimhaut und beide Eierstöcke genau beurteilen. Falls noch ein normal wachsender Follikel vorhanden ist, kann der Zyklus durchaus noch eine Chance haben. Ergänzend könnten Estradiol, LH und Progesteron hilfreich sein, um besser zu verstehen, wo Sie hormonell im Zyklus stehen. Gegen Geschlechtsverkehr alle zwei Tage spricht grundsätzlich nichts. Bei einer Zyste dieser Größe würde ich allerdings vorerst auf sehr intensive sportliche Belastungen und ruckartige Bewegungen verzichten, da bei größeren Ovarialzysten das Risiko einer Stieldrehung (Torsion) etwas erhöht ist. Bei plötzlich einsetzenden starken einseitigen Unterbauchschmerzen, insbesondere mit Übelkeit oder Erbrechen, sollten Sie deshalb zeitnah ärztlich untersucht werden. Vor allem möchte ich Ihnen aber die Sorge nehmen, dass dieser Befund nun grundsätzlich ein neues Hindernis für Ihren Kinderwunsch darstellt. Eine einzelne funktionelle Zyste nach einer Fehlgeburt ist zunächst kein ungewöhnliches oder dauerhaft bedrohliches Ereignis. Entscheidend ist jetzt vielmehr, wie sie sich bei der Kontrolle entwickelt. Wenn Sie möchten, dürfen Sie mir nach der Untersuchung am Freitag gerne noch einmal schreiben, wie groß die Zyste dann ist, wie die Schleimhaut aussieht und ob ein weiterer Follikel erkennbar ist. Dann können wir das gemeinsam einordnen. Herzliche Grüße Dr. Friedrich Gagsteiger
Vielen lieben Dank für die rasche Antwort. Ich werde abwarten was Freitag heraus kommt und es Ihnen auch mitteilen. Ich hoffe sehr, dass sich die Zyste schon etwas zurück gebildet hat und ein Follikel gewachsen ist. Vorerst haben Sie mir aber etwas Mut gemacht. Neu mit Letrozol starten sollte ich wohl erst wenn die Zyste komplett verschwunden ist. Besteht die Hoffnung, dass dies mit der nächsten Periode geschieht? Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Guten Tag, ich wollte Ihnen nur mitteilen, dass ich den geplanten Ultraschalltermin auf Montag verschoben habe, da ich stark erkältet bin. Meine Hoffnung ist, dass sich bis Montag schon besser beurteilen lässt, ob die Zyste weiter gewachsen oder schon wieder geschrumpft ist. Halten Sie es für gefährlich nicht heute schon einen Blick auf das Wachstum zu werfen? Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Guten Tag Frau Roth, wenn Sie aktuell keine stärkeren Unterbauchschmerzen oder andere akute Beschwerden haben, halte ich es für gut vertretbar, den Ultraschall aufgrund Ihrer starken Erkältung auf Montag zu verschieben. Die wenigen Tage machen für die Beurteilung der Zyste in der Regel keinen entscheidenden Unterschied – im Gegenteil, am Montag lässt sich möglicherweise schon besser erkennen, ob sie sich zurückbildet oder weiter besteht. Wichtig wäre allerdings: Sollten plötzlich starke oder einseitige Unterbauchschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, Kreislaufprobleme oder eine deutliche Verschlechterung auftreten, sollten Sie bitte nicht bis Montag warten, sondern sich zeitnah gynäkologisch untersuchen lassen. Bei einer Zyste dieser Größe möchte man insbesondere eine seltene Stieldrehung des Eierstocks nicht übersehen. Ansonsten dürfen Sie sich jetzt erst einmal von Ihrer Erkältung erholen, und wir schauen am Montag in Ruhe nach der Zyste. Herzliche Grüße und gute Besserung Ihr Dr. Friedrich Gagsteiger
Vielen herzlichen Dank. Aktuell habe ich keine Beschwerden, die ich auf die Zyste zurück führe. Ich melde mich dann am Montag bei Ihnen mit dem Befund. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Gute Besserung und ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen.
Guten Tag Hr. Dr. Gagsteiger, sobene habe ich meinen Kontrolltermin wahrgenommen. Ich wollte Ihnen kurz davon berichten. Meine Ärztin sah eine 12mm aufgebaute Schleimhaut, war damit auch sehr zufrieden. Auf der linken Seite sei kein Follikel gewachsen. Die große Struktur rechts sah deutlich verändert aus, bestand heute vielmehr aus zwei voneinander getrennten schwarzen Bereichen, die jeweils ca 3cm groß waren. Meine Ärztin sagte dazu, es sehe aus als habe der Eisprung stattgefunden. Sie wäre jetzt beruhigt und würde die Daumen drücken. Natürlich steigt nun meine Hoffnung für diesen Zyklus, jedoch frage ich mich ob aus dem großen Follikel/Zyste wirklich noch ein Ei gesprungen sein kann. Ich habe mit der Ärztin besprochen ab jetzt wieder vor dem Schlafen Utrogestan zur Unterstützung anzuwenden. Ist es gerechtfertigt, dass ich meine Hoffnung wieder etwas hoch halte? Ich danke Ihnen sehr und wünsche einen schönen Tag. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Ergänzend fiel mir noch die Frage ein, ob ein Tag in der Sauna mit mehreren Runden (ich gehe jede Saison, in dieser wäre es das erste Mal) schädlich wäre, auch wenn keine Schwangerschaft bestätigt ist bzw. ich einfach in der zweiten Zyklushälfte bin. Ich danke Ihnen sehr.
Liebe Frau Roth, vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Der heutige Befund klingt insgesamt durchaus erfreulich. Eine 12 mm aufgebaute Gebärmutterschleimhaut ist für die zweite Zyklushälfte sehr schön. Dass sich die zuvor große Struktur rechts nun deutlich verändert hat und sich eher in zwei kleinere, etwa 3 cm große flüssigkeitsgefüllte Bereiche darstellt, kann durchaus zu einem stattgefundenen Eisprung beziehungsweise zu einer Veränderung nach dem Eisprung passen. Im Nachhinein lässt sich im Ultraschall allerdings nicht mit letzter Sicherheit beweisen, dass tatsächlich eine befruchtungsfähige Eizelle gesprungen ist. Möglich ist es aber durchaus. Sie dürfen Ihre Hoffnung für diesen Zyklus deshalb wieder etwas höher halten. Die Anwendung von Utrogestan in der zweiten Zyklushälfte ist in dieser Situation ebenfalls gut vertretbar. Von einem Saunabesuch würde ich Ihnen in dieser Phase allerdings eher abraten. Solange eine Schwangerschaft möglich ist, würde ich mich grundsätzlich so verhalten, wie ich es auch einer bereits schwangeren Frau empfehlen würde. Als einfache Faustregel kann man sagen: Man sollte sich nur das zumuten, was man auch einer Schwangeren oder einem Kind ohne Bedenken zumuten würde. Eine starke und wiederholte Überwärmung des Körpers durch mehrere Saunagänge gehört für mich in dieser frühen und möglicherweise bereits bestehenden Schwangerschaft nicht dazu. Für diesen Zyklus würde ich daher lieber auf die Sauna verzichten. Ich drücke Ihnen sehr die Daumen. Herzliche Grüße Dr. Friedrich Gagsteiger
Guten Tag, nach Ihren bisherigen beiden Zyklen würde ich die Letrozoleinnahme eher wieder ab Zyklustag 3 beginnen, also so, wie ursprünglich besprochen. Dass der Ultraschall erst an Zyklustag 12 stattfindet, ist in Ihrem Fall durchaus vertretbar. Im ersten Zyklus war der dominante Follikel an Tag 14 erst 18 mm groß, im zweiten 24 mm. Auch bei einem etwas früheren Beginn mit Letrozol ist deshalb nicht automatisch davon auszugehen, dass der Eisprung bereits vor Tag 12 stattfindet. Der frühere Beginn ab Tag 3 entspricht zudem eher dem üblichen Stimulationsschema und ermöglicht eine etwas frühere Follikelrekrutierung. Ein Start erst an Tag 5 wäre vor allem dann sinnvoll, wenn man bewusst eine spätere Follikelentwicklung erreichen möchte. Ich würde daher für den dritten Versuch Letrozol von Tag 3 bis Tag 7 einnehmen und den Ultraschall an Tag 12 wie geplant durchführen. Sollte sich dort bereits ein größerer, sprungreifer Follikel zeigen, kann man entsprechend zeitnah mit Ovitrelle auslösen. Dass es im ersten Zyklus bereits zu einer Einnistung gekommen ist, ist grundsätzlich ein positives Zeichen. Der sehr frühe Abgang ist leider häufig biologisch bedingt und bedeutet nicht, dass das gewählte Stimulationsschema falsch war. Ich wünsche Ihnen für den nächsten Versuch sehr viel Erfolg. Herzliche Grüße Dr. Friedrich Gagsteiger
Guten Morgen Hr. Dr. Gagsteiger, ich danke Ihnen vielmals für die Bewertung und Einordnung des Befundes. Ich war etwas skeptisch was einen möglichen Eisprung aus der Follikelzyste angeht, nun bleibe ich vorsichtig optimistisch. Danke sehr! Ihren Rat bezüglich der Sauna werde ich beherzigen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Guten Morgen Herr Dr. Gagsteiger, ich habe heute an ZT 30 gerade zwei Frühtests gemacht. Das Ergebnis: beide zeigen eine schwach positive Linie. Ich bin etwas verunsichert bezüglich der Schwäche der Linie, in meinem ersten Letrozolversuch war das genauso und endete leider ja schon in der 5. SSW. Sollte ich besser in zwei Tagen erneut testen oder morgen gleich die Praxis kontaktieren? Ich danke Ihnen sehr. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Guten Tag, das sind doch zunächst einmal erfreuliche Nachrichten! Herzlichen Glückwunsch zu den beiden positiven Schwangerschaftstests! Ich kann gut verstehen, dass Sie nach Ihrer letzten Erfahrung noch etwas vorsichtig mit Ihrer Freude sind. Die Stärke der Testlinie sagt allerdings nur sehr begrenzt etwas über die Entwicklung einer Schwangerschaft aus. Sie hängt unter anderem von der hCG-Konzentration im Urin, der Empfindlichkeit des Tests und dem Testzeitpunkt ab. Eine schwache Linie ist deshalb zunächst kein schlechtes Zeichen. Ich würde Ihnen empfehlen, morgen Ihre Frauenarztpraxis zu kontaktieren und den β-hCG-Wert im Blut bestimmen zu lassen. Eine zweite Kontrolle nach etwa 48 Stunden kann uns dann zeigen, wie sich das Schwangerschaftshormon entwickelt. Das ist wesentlich aussagekräftiger als die Stärke der Testlinie. Falls Sie kürzlich eine hCG-Auslösespritze erhalten haben, sollten wir dies bei der Interpretation berücksichtigen. Nach Ihrer Vorgeschichte würde ich lieber frühzeitig kontrollieren, auch wenn momentan kein Grund besteht, vom Schlimmsten auszugehen. Ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, dass sich die Schwangerschaft diesmal wunderbar weiterentwickelt! Herzliche Grüße Ihr Dr. Friedrich Gagsteiger
Guten Tag, vielen herzlichen Dank für die rasche und ausführliche Antwort. Sie haben Recht, ich bin derzeit sehr vorsichtig was Freude angeht. Sicher ein Schutz meines Körpers vor erneuter Enttäuschung. Wenn Sie das so empfehlen, dann werde ich morgen mal meine Praxis kontaktieren und schauen was sie sagen. Die Tests waren von zwei verschiedenen Herstellern, aber beide Frühtests. Eine Auslösespritze habe ich dieses Mal nicht erhalten, daher denke ich schon, dass das Hcg von der Schwangerschaft kommt. Die Zyste wird es ja wohl nicht produzieren. Dieses Mal habe ich noch gar kein Brustspannen, das verunsichert mich zusätzlich etwas. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
guten Morgen, das klingt doch zunächst einmal wirklich vielversprechend! Wenn Sie keine Auslösespritze erhalten haben, spricht ein positiver Schwangerschaftstest tatsächlich für eine beginnende Schwangerschaft. Eine gewöhnliche Eierstockzyste produziert kein hCG. Dass Sie diesmal kein Brustspannen verspüren, sollte Sie überhaupt nicht beunruhigen. Die typischen Schwangerschaftssymptome treten häufig erst einige Wochen später auf. Ganz am Anfang einer Schwangerschaft spüren viele Frauen überhaupt noch nichts. Auch das Brustspannen ist kein zuverlässiges Schwangerschaftszeichen. Es hängt häufig mit den hormonellen Veränderungen und dem Zusammenspiel von Östrogen und Progesteron zusammen und kann ebenso vor der Menstruation auftreten. Sein Fehlen sagt deshalb überhaupt nichts über die Entwicklung Ihrer Schwangerschaft aus. Ich würde Ihnen empfehlen, morgen den E2, Progesteron und hCG-Wert im Blut bestimmen und nach etwa 48 Stunden kontrollieren zu lassen. Der Anstieg ist zunächst wesentlich aussagekräftiger als die Stärke der Testlinie oder irgendwelche Schwangerschaftssymptome. Ich kann gut verstehen, dass Sie sich nach Ihren bisherigen Erfahrungen noch nicht richtig freuen können. Aber vielleicht dürfen Sie sich zumindest ein ganz kleines bisschen Hoffnung erlauben! Ich drücke Ihnen jedenfalls ganz fest die Daumen! Herzliche Grüße Ihr Friedrich Gagsteiger
Guten Tag nochmal, jetzt bin ich etwas beruhigter, ich neige dazu nach fehlenden Anzeichen zu schauen... Ob meine Praxis mich zur Blutentnahne einbestellt mag ich fast zu bezweifeln, bisher haben sie mir immer einen Termin zum Ultraschall gegeben. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten was das angeht. Ein klein wenig freue ich mich natürlich trotzdem schon, es erscheint mir wie ein Wunder so kurz nach der Fehlgeburt und mit der Zyste. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Ich freue mich sehr mit Ihnen! Und ich finde, ein kleines bisschen Vorfreude dürfen Sie sich durchaus erlauben. Schließlich gibt es trotz der schwierigen vergangenen Wochen jetzt einen wirklich schönen Grund zur Hoffnung. Dass Sie nach der Fehlgeburt besonders aufmerksam auf jedes vermeintliche Schwangerschaftsanzeichen achten, kann ich gut verstehen. Aber versuchen Sie, Ihrem Körper etwas mehr Vertrauen zu schenken. Gerade in der Frühschwangerschaft sagt das Vorhandensein oder Fehlen von Symptomen praktisch nichts über den weiteren Verlauf aus. Eine Blutentnahme zur Bestimmung des hCG-Wertes und gegebenenfalls eine Kontrolle nach 48 Stunden wären jetzt durchaus sinnvoll. Für einen aussagekräftigen Ultraschall ist es vermutlich noch etwas früh. Und was das Wunder betrifft: Die Natur hält manchmal die schönsten Überraschungen bereit – auch nach einer Fehlgeburt und trotz einer Zyste. Ich drücke Ihnen jedenfalls ganz fest die Daumen und freue mich, wenn Sie mich auf dem Laufenden halten! Herzliche Grüße aus Ulm Ihr Friedrich Gagsteiger
Das werde ich machen, sehr gerne sogar! Vielen lieben Dank und bis die Tage. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Alles Gute!
Schönen guten Tag Herr Dr. Gagsteiger, soeben habe ich mit meiner Praxis telefoniert und meine derzeitige Lage geschildert. Von einer Blutentnahme bzw. dem HCG Verlauf wollte die Mitarbeiterin jetzt nichts wissen, sie meinte es würde nicht so viel bringen. Umstimmen konnte ich sie nicht. Da ich nächste Woche im Urlaub bin, ist mein Ultraschalltermin nun für den 3.11. angedacht. Diese Woche würde man noch nichts sehen, sagte sie mir. Da werde ich wohl weiter Urogestan nehmen und warten. Eigentlich will ich am Mittwoch noch einen digitalen Test machen, um sicher zu gehen, dass es verläuft wie es soll. Auch wenn ich davor Angst habe, vor dem Ergebnis. Aber weitere Streifentests und damit eine evtl. schwächere Linie verunsichert mich nur mehr. Ich danke Ihnen für das Lesen der Nachricht. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Liebe Frau Roth, vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich kann gut verstehen, dass Sie sich nach Ihren bisherigen Erfahrungen etwas mehr Sicherheit wünschen. Gerade nach einer Fehlgeburt ist die Freude über einen positiven Schwangerschaftstest häufig mit der Angst verbunden, erneut enttäuscht zu werden. Ganz nachvollziehen kann ich die Aussage Ihrer Praxis allerdings nicht. Zwei quantitative HCG-Bestimmungen im Abstand von etwa 48 Stunden können durchaus hilfreich sein, um die frühe Entwicklung einer Schwangerschaft einzuschätzen. Natürlich garantieren auch gut ansteigende Werte keine intakte Schwangerschaft, aber sie liefern zumindest eine erste Orientierung. Mit dem Ultraschall hat Ihre Praxis insofern recht, als man in diesem sehr frühen Stadium möglicherweise noch wenig erkennen kann. Allerdings könnte man gegen Ende dieser Woche unter Umständen bereits eine kleine Fruchthöhle sehen. Das hängt natürlich vom tatsächlichen Zeitpunkt des Eisprungs und der Einnistung ab. Den digitalen Schwangerschaftstest können Sie am Mittwoch selbstverständlich durchführen. Bitte bedenken Sie aber, dass auch die Anzeige der Schwangerschaftswochen nur eine grobe Einschätzung anhand der HCG-Konzentration im Urin ist. Sie eignet sich nicht zuverlässig zur Beurteilung des Schwangerschaftsverlaufs. Das Utrogestan würde ich zunächst wie bisher weiternehmen. Wenn Sie beschwerdefrei sind, ist der Ultraschalltermin am 3. November durchaus vertretbar. Bei stärkeren oder einseitigen Unterbauchschmerzen, Blutungen, Schwindel oder Kreislaufproblemen sollten Sie sich allerdings umgehend untersuchen lassen, da bislang noch nicht bestätigt ist, dass sich die Schwangerschaft tatsächlich in der Gebärmutter befindet. Und noch etwas möchte ich Ihnen mitgeben: Versuchen Sie, sich nicht zu sehr von der Intensität der Testlinien oder vermeintlich fehlenden Schwangerschaftssymptomen verunsichern zu lassen. Beides sagt in diesem frühen Stadium nur sehr wenig über die weitere Entwicklung aus. Ich weiß, dass das Warten schwerfällt. Aber zunächst haben wir zwei positive Schwangerschaftstests, und das ist erst einmal eine erfreuliche Nachricht! Ich drücke Ihnen jedenfalls ganz fest die Daumen, dass sich diesmal alles gut entwickelt. Herzliche Grüße Ihr Friedrich Gagsteiger
Guten Abend, danke für Ihre Einschätzung. Ja ich hatte mir eine Blutentnahme erhofft, andererseits kann ich mir jetzt keine Gedanken machen, ob der HCG auch entsprechend steigt. Den digitalen Test werde ich wohl machen, ich muss für mich sehen, dass weiter eine Schwangerschaft besteht. Kann man grob abschätzen wie groß die Gefahr ist, dass der digitale Test am Mittwoch negativ ausfällt? Ferner frage ich mich, ob durch das Utrogestan in jedem Fall eine Blutung unterbunden wird, oder diese doch nach gewisser Zeit bei einer biochemischen Schwangerschaft eintritt bzw. ob ich das Ausbleiben der Blutung als ein positives Zeichen werten darf. Ich danke für Ihren Rat bezüglich der fehlenden Symptome, das hilft mir wirklich. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der digitale Schwangerschaftstest am Mittwoch negativ ausfällt, lässt sich leider nicht seriös beziffern. Zwei positive Frühtests ohne vorherige hCG-Auslösespritze sprechen aber zunächst einmal dafür, dass tatsächlich eine Schwangerschaft eingetreten ist. Das ist doch schon eine erfreuliche Nachricht! Ein digitaler Test kann Ihnen bestätigen, dass weiterhin genügend hCG im Urin nachweisbar ist. Ob sich die Schwangerschaft regelrecht entwickelt, kann er allerdings nicht zuverlässig beurteilen. Dafür wäre tatsächlich eine Verlaufskontrolle des hCG im Blut im Abstand von etwa 48 Stunden aussagekräftiger. Zu Ihrer zweiten Frage: Utrogestan kann die Gebärmutterschleimhaut stabilisieren und dadurch eine Blutung verzögern. Es verhindert eine Blutung bei einer nicht intakten Schwangerschaft aber keineswegs zuverlässig. Auch unter Utrogestan kann es bei einer biochemischen Schwangerschaft zu einer Blutung kommen. Das Ausbleiben der Blutung ist deshalb durchaus erfreulich, allerdings leider noch kein sicherer Beweis für eine intakte Schwangerschaft. Und noch etwas möchte ich Ihnen mitgeben: Versuchen Sie, nicht jeden Tag nach Schwangerschaftssymptomen zu suchen. Gerade in diesem frühen Stadium sind fehlende Beschwerden vollkommen normal und sagen nichts über die Entwicklung Ihrer Schwangerschaft aus. Ich würde mich an Ihrer Stelle zunächst einmal vorsichtig freuen. Sie sind wieder schwanger geworden, und das ist nach Ihrer Vorgeschichte doch eine wirklich schöne Nachricht! Ich drücke Ihnen weiterhin ganz fest die Daumen! Mit herzlichen Grüßen Ihr Dr. Friedrich Gagsteiger
Vielen Dank, das versuche ich zu berücksichtigen und mich etwas zu freuen. Wenn es okay ist, dann melde ich mich am Mittwoch mit dem Testergebis. Meine Hoffnung ist, ich falle Ihnen mit den Nachrichten zur Last. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Selbstverständlich dürfen Sie sich am Mittwoch wieder melden. Ich drücke Ihnen weiterhin fest die Daumen und hoffe, dass Sie sich auch nach dem Mittwoch über die Schwangerschaft freuen können. Ihnen ebenfalls einen schönen Abend und herzliche Grüße Ihr Friedrich Gagsteiger
Vielen vielen Dank!
Guten Morgen Herr Dr. Gagsteiger, vor dem Test eben war ich so unheimlich nervös... Aber er zeigte Schwanger 1-2 Wochen an, ich bin so unglaublich erleichtert. Nun werde ich nicht weiter testen, das würde mich nur weiter verunsichern. Ich danke Ihnen fürs Daumen drücken. Es hat scheinbar geholfen. Nun bleibt mir bis zum Termin am 3.11. nur weiter das Utrogestan zu nehmen, zu hoffen, dass keine Blutung einsetzt und nicht auf fehlende Schwangerschaftssymptome zu achten. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Guten Tag, das sind doch wunderbare Nachrichten! Ich freue mich wirklich sehr mit Ihnen und habe Ihnen offenbar nicht ganz umsonst die Daumen gedrückt! 😊 Das Ergebnis „Schwanger 1–2 Wochen“ passt gut zu einer noch sehr frühen Schwangerschaft. Natürlich können wir damit noch nicht beurteilen, wie sich die Schwangerschaft weiterentwickelt, aber heute dürfen Sie sich erst einmal von Herzen freuen! Ich finde Ihre Entscheidung, jetzt nicht weiter zu testen, sehr vernünftig. Nehmen Sie das Utrogestan wie besprochen weiter und versuchen Sie, die kommenden Tage möglichst unbeschwert zu genießen. Und bitte denken Sie daran: Fehlende Schwangerschaftssymptome sind in diesem frühen Stadium überhaupt kein Grund zur Sorge. Nach allem, was Sie in den vergangenen Monaten erlebt haben, wünsche ich Ihnen von Herzen, dass sich dieses kleine Wunder nun ganz ungestört weiterentwickeln darf. Meine Daumen bleiben jedenfalls bis zum 3. November fest gedrückt! Herzliche Grüße aus Ulm Ihr Friedrich Gagsteiger
Vielen lieben Dank, es scheint geholfen zu haben. Ich frage mich ob heute bei 4+4 nicht besser schon ein "Schwanger 2-3"Wochen da hätte stehen müssen. Aber zumindest kann ich etwas aufatmen. Der Test am Sonntag war ja mit 10mlU/ml weniger empfindsam als der heutige digitale mit 25mlU/ml. Sprich für den heutigen ist ja mehr HCG notwendig und es muss dementsprechend gestiegen sein die letzten drei Tage. Das hoffe ich zumindest. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Nachricht. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Guten Tag Herr Dr. Gagsteiger, heute war der große Tag, ich war so extrem aufgeregt und neben der Spur. Umso erleichterter bin ich jetzt. Der Schall ergab eine Fruchthöhle, eine Dottersack und einen ca 3mm großen Embryo mit Herzflattern. Das war viel mehr als ich mir erträumt habe. In zwei Wochen gehe ich wieder hin, bin ab morgen auch krank geschrieben und kann mein Glück nicht fassen. Vielen lieben Dank für das Daumen drücken! Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Was für eine wunderbare Nachricht! Ich freue mich von Herzen mit Ihnen! 😊 Nach all der Anspannung, den Sorgen und der Ungewissheit ist dieser Ultraschallbefund ein ganz besonderer Glücksmoment. Eine Fruchthöhle, ein Dottersack und vor allem ein kleiner Embryo mit bereits sichtbarer Herzaktion – das ist ein wunderschöner und sehr ermutigender Entwicklungsschritt! Jetzt dürfen Sie sich erst einmal freuen, durchatmen und dieses Glück genießen. Die nächste Ultraschallkontrolle in zwei Wochen wird uns hoffentlich zeigen, wie schön sich Ihr kleiner Bauchbewohner weiterentwickelt hat. Ich drücke Ihnen selbstverständlich weiterhin ganz fest die Daumen – die bleiben vorerst im Dauereinsatz! 😉 Vielen Dank, dass Sie mich an diesem besonderen Moment teilhaben lassen. Solche Nachrichten sind auch für mich als Arzt immer wieder etwas ganz Besonderes. Mit ganz herzlichen Grüßen und den allerbesten Wünschen Ihr Dr. Friedrich Gagsteiger
Vielen lieben Dank, ich weiß Ihren Einsatz sehr zu schätzen. Und sehr gerne habe ich Ihnen diese tolle Nachricht übermittelt. Sie haben mir ja immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Bei 3mm Größe schon den Herzschlag zu sehen, das ist so verrückt. Und hoffentlich ein gutes Omen. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Ja, das ist es! Ein gutes Ohmen!
Nur eine Frage noch: Ist die Größe von knapp drei Zentimetern für die Woche 6+3 in Ordnung? Ich bin noch immer so aufgeregt, das ist wirklich so wunderbar. Ich danke Ihnen, dass Sie meine vielen Fragen immer so nett beantworten. Einen schönen Abend wünsche ich Ihnen. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Guten Abend, vielen Dank für Ihre liebe Nachricht – und bitte entschuldigen Sie das Missverständnis. Ein Embryo von knapp 3 mm kann bei 6+3 Wochen gut zur Schwangerschaftswoche passen. Ich hoffe, das beruhigt Sie ein wenig. Der Ultraschallbefund insgesamt und die weitere Entwicklung geben natürlich die beste Einschätzung. Ich wünsche Ihnen alles Gute und danke Ihnen sehr für Ihre Geduld mit meinen Antworten. Herzliche Grüße
Nochmals guten Abend, Ihre letzte Antwort war sicher nicht so beabsichtigt. Meine letzte Frage bezog sich ja auf die heutige Größe des Embryos von knapp 3mm und ob dies angemessen is für 6+3. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld, was meine Fragen betrifft. Herzliche Grüße Anna Roth
Guten Abend, vielen Dank für Ihre liebe Nachricht – und bitte entschuldigen Sie das Missverständnis. Sie hatten allerdings drei Zentimeter geschrieben. Ein Embryo von knapp 3 mm passt bei 6+3 Wochen gut zur Schwangerschaftswoche. Ich hoffe, das beruhigt Sie ein wenig. Der Ultraschallbefund insgesamt und die weitere Entwicklung geben natürlich die beste Einschätzung. Ich wünsche Ihnen alles Gute und danke Ihnen sehr für Ihre Geduld mit meinen Antworten. Herzliche Grüße
Guten Tag, ja vielen Dank, das beruhigt mich tatsächlich etwas. Fürs erste habe ich sowieso die Nase voll vom Bangen und Gedanken machen. Man hört ja auch immer, dass das Messen der winzigen Embryos auch nicht ganz so genau erfolgen kann. Ich versuche an meinen kleinen Krümel zu glauben. Vielen Dank nochmals. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Guten Abend Herr Dr. Gagsteiger, entschuldigen Sie bitte die erneute Nachricht von mir... Seit heute Mittag habe ich plötzlich immer mal für wenige Sekunden wiederkehrend ein stechenden Schmerz bzw. ein piecksendes oder ziehendes Gefühl eher auf der rechten Seite etwas unterhalb des Bauchnabels. Ab und zu pieckst es in den Leisten oder es gibt ein kurzes pulsierendes Gefühl In der Gegend. Vorhin hatte ich auch einen Stich linksseitig. Ich vermute und hoffe, es handelt sich einfach um Dehungsschmerzen und normale Prozesse. Die Sorge vor einsetzenden Blutungen kann ich leider nicht ganz abschütteln. Vor allem dieses zu Anfang beschriebene Ziehen rechts unterhalb des Bauchnabels macht mir etwas Sorgen. Es ist nur leicht und stets nur für wenige Sekunden. Wahrscheinlich höre ich zu sehr in mich hinein. Ich danke Ihnen für das Lesen der Nachricht. Mit freundlichen Grüßen Anna Roth
Sie müssen sich für Ihre Nachrichten wirklich nicht entschuldigen. Ich kann sehr gut verstehen, dass Sie gerade in dieser frühen Phase der Schwangerschaft besonders aufmerksam auf jede Veränderung Ihres Körpers achten und dass die Sorge vor einer Blutung Sie weiterhin begleitet. Die von Ihnen beschriebenen kurzen, stechenden oder ziehenden Beschwerden sind zunächst nicht ungewöhnlich und müssen keineswegs auf ein Problem mit der Schwangerschaft hinweisen. Im Bauchraum ist schließlich immer einiges los, nicht zuletzt durch die Verdauung. Im Bereich der Gebärmutter und der Eierstöcke erwarten wir derzeit vor allem langsame Wachstums- und Anpassungsprozesse. Der erfreuliche Ultraschallbefund ist dabei sehr beruhigend, erklärt allerdings nicht unmittelbar die von Ihnen beschriebenen Empfindungen. Aus der Ferne lassen sich solche Beschwerden leider nicht sicher beurteilen. Sollten die Schmerzen stärker werden, länger anhalten oder Blutungen hinzukommen, lassen Sie sich bitte zeitnah frauenärztlich untersuchen. Bei starken oder anhaltenden einseitigen Schmerzen, Schwindel oder Kreislaufproblemen sollten Sie sich umgehend ärztlich vorstellen. Noch etwas liegt mir besonders am Herzen: Sie müssen mit Ihren Ängsten nicht allein bleiben. Ich möchte Ihnen die wunderbare Internetseite www.bkid.de empfehlen. Dort finden Sie über 150 Beratungsangebote mit erfahrenen Fachkräften, die Sie gerade in dieser emotional so aufregenden Phase begleiten können. Wir bekommen immer wieder sehr positive Rückmeldungen von Patientinnen, denen solche Gespräche unglaublich guttun und viel von ihren Sorgen nehmen. Versuchen Sie, sich auch ein wenig über den schönen Ultraschallbefund zu freuen. Nicht jedes Ziehen und Pieksen bedeutet, dass etwas nicht stimmt. Ich wünsche Ihnen von Herzen weiterhin einen guten und möglichst unbeschwerten Schwangerschaftsverlauf! Mit herzlichen Grüßen Ihr Dr. Friedrich Gagsteiger
Nochmals vielen lieben Dank für Ihre Nachricht. Wenn Sie da etwas Entwarnung geben bin ich beruhigt. Diese Stiche sind auch wirklich nur kurz, auch schon weniger in der Häufigkeit. Ich schiebe es erstmal auf die Wachstumsprozesse, und versuche entspannt zu bleiben. Danke auch für die Empfehlung was die Internetseite betrifft, vielleicht schaue ich dort mal vorbei. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Herzliche Grüße Anna Roth
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