Sehr geehrte Frau Dr. Finger,  ich befinde mich momentan in Kinderwunschbehandlung, hatte 3 Transfers, einer davon mit biochemischer Schwangerschaft. Alle drei mit top Blastozysten. Ich hatte nun eine Endometrium Biopsie die auf Plasmazellen negativ ausgewertet wurde und am 21. September eine Hysteroskopie mit Abtragung von Gewebe. Nun war ich zur Nachsorge und aufgrund von leichtem Jucken, welches schon vor der hysteroskopie bestand, habe ich noch einen Abstrich machen lassen, der dann eingeschickt wurde. Der Befund:  Nugent-Score 2 → normale Vaginalflora, kein Hinweis auf bakterielle Vaginose Mäßig E. coli in der aeroben Kultur Mäßig Ureaplasma spp. Mäßig Döderlein-/Lactobazillen vorhanden Gardnerella nicht nachgewiesen Keine obligat anaeroben Keime nachgewiesen Kein Pilzwachstum zum Zeitpunkt des Befunds Grampräparat: nur vereinzelte Superfizialzellen Beim Antibiogramm sind die Ureaplasmen u. a. sensibel auf Erythromycin, Tetracyclin und Moxifloxacin; das Labor nennt bei Behandlungsindikation Doxycyclin 100 mg 2× täglich für 5 Tage als mögliche systemische Therapie. Beim E. coli zeigt das Antibiogramm Empfindlichkeit gegenüber mehreren üblichen Antibiotika; der Laborarzt schreibt allerdings ausdrücklich, dass Darmbakterien im Vaginalabstrich außerhalb einer Schwangerschaft häufig nur geringe Bedeutung haben. jetzt habe ich Angst, dass irgendwas aufsteigen könnte und eine chronische Endometritis verursachen könnte. Ich habe von meiner Frauenärztin Azithromycin verschrieben bekommen, das wirkt aber ja nicht gegen die ecoli.  Wie würden sie das alles einschätzen? Ich habe aufgrund des Juckens bereits 7 Tage Octenisept Vaginal Therapeutikum genommen und seit gestern mit einer vagisan Kur für 8 Tage gestartet. Ich bin gerade sehr verunsichert und kann meinen Kinderwunscharzt nicht erreichen.  Sehen sie das Risiko für eine aufsteigende Infektion bzw. Chronische Endometritis als realistisch? Welche medikation würde Sie empfehlen?  Ich freue mich sehr über eine Antwort!  Viele Grüße