Guten Morgen, meine Tochter (9 Jahre) leidet schon seit vielen Jahren unter wiederkehrenden Bauchschmerzen. Ihr Blinddarm wurde bereits entfernt. Wir waren deshalb mehrfach in kinderärztlicher Behandlung, bislang ohne dauerhafte Besserung oder eindeutige Erklärung. Empfohlen wurden unter anderem Ernährungsbeobachtung und gegebenenfalls ein Allergietest. Bisherige Untersuchungen: In den Sommerferien 2026 wurde sie aufgrund starker Bauchschmerzen in einem Krankenhaus in Darmstadt untersucht. Dort wurde eine Magenentzündung festgestellt und Schonkost empfohlen. Auch damals bestand eine starke emotionale Belastung durch das Vermissen einer engen Bezugsperson. Aktuelle Beschwerden: Häufig großflächige Bauchschmerzen rund um den Bauchnabel, besonders abends vor dem Einschlafen. Oft benötigt sie eine Wärmflasche. Gelegentlich auch Bauchschmerzen in der Schule, weshalb sie bereits nach Hause geschickt wurde. Wiederholtes Hochkommen von Mageninhalt bis in den Mund, den sie herunterschluckt, teilweise auch tagsüber beim normalen Herumlaufen. In letzter Zeit berichtet sie außerdem, dass ihr besonders im Liegen Magensäure hochkommt und anschließend der Hals schmerzt. Wiederholtes nächtliches Erbrechen. Zuletzt erbrach sie mehrfach, auch erneut etwa 15 Minuten nach dem Einschlafen. Dabei beschrieb sie das Gefühl, ihr Hals würde zuschwellen. Morgens geht es ihr meistens besser. Es gibt auch völlig beschwerdefreie Tage und Nächte. Psychische und familiäre Belastung: Seit der Trennung ihrer langjährigen familiären Bezugspersonen vor etwa anderthalb Jahren leidet meine Tochter stark unter der veränderten Familiensituation. Sie wünscht sich ihre frühere Familie zurück und vermisst ihre Bezugspersonen teilweise sehr intensiv. Besonders abends steigert sich dieses Vermissen manchmal so stark, dass sie heftig weint, Bauchschmerzen bekommt und sich teilweise übergeben muss. Auch während längerer Trennungen von mir traten solche Beschwerden auf. Wir sprechen viel darüber, bisher gelingt es ihr jedoch nur schwer, mit diesen intensiven Gefühlen umzugehen. An emotional ruhigen Abenden schläft sie häufig völlig beschwerdefrei ein. Da die Bauchprobleme schon lange vor der familiären Veränderung bestanden und auch unabhängig von emotionalen Situationen auftreten, vermute ich, dass körperliche und psychische Faktoren zusammenwirken könnten. Meine Fragen: - Können die Beschwerden auf eine anhaltende oder wiederkehrende Magenschleimhautentzündung beziehungsweise eine Refluxkrankheit hinweisen?  - Welche weiteren körperlichen Ursachen sollten insbesondere wegen des nächtlichen Erbrechens und der Halsbeschwerden ausgeschlossen werden? Welche konkreten Untersuchungen wären nach der langen Vorgeschichte sinnvoll? - Würden Sie eine kinder-gastroenterologische Abklärung empfehlen? - Wie lässt sich einschätzen, welchen Anteil die starke emotionale Belastung an den körperlichen Beschwerden haben könnte, und welche weitere fachliche Unterstützung wäre sinnvoll? Ich möchte sowohl mögliche körperliche Ursachen gründlich abklären lassen als auch die psychische Belastung meiner Tochter ernst nehmen. Vielen Dank für Ihre Einschätzung!