danisahnee
Guten Morgen Herr Dr. Hellmeyer Ich bin nach mehreren FG's mit meinem ersten Kind schwanger in der 34. Woche. Ich habe seit wenigen Jahren Colitis ulcerosa und nehme während der gesamten SS Mesalazin oral, rektal und unter anderem auch Prednisolon, welches ich aber bereits am ausschleichen bln. Ich habe mehrere verschiedene Meinungen, was die Geburtsplanung angeht, deswegen würde ich einfach mal gern Ihre Meinung hören. Ist ein Kaiserschnitt bei Colitis ulcerosa wirklich besser (wegen Dammschnitt, etc) als eine natürliche Geburt? Ich muss gestehen, dass ich schon ziemlich Angst habe, bei einer natürlichen Geburt meinen Darm zu sehr zu beanspruchen. (Beim Pressen oder so) Zusätzlich haben mich mein Gastroenterologe und mein Hausarzt schon mal vorgewarnt, dass nach der SS womöglich ein neuer Schub der CU kommt. Ich weiß ja nicht inwiefern mich das bei der Kaiserschnitt-Narbe oder eben bei nem eventuellen Dammris/Schnitt zusätzlich beanspruchen würde... Mein Gyni jedoch sieht da bei allem kein Problem. (Der spielt meine CU aber leider seit Beginn der SS etwas herunter) Habe das Gespräch für die geburtsplanung im Klinikum noch vor mir, bin aber über ihre Meinung gespannt. Vielen Dank! LG Danisahnee
Hallo danisahnee, Ihre Colitis ist per se erst einmal kein Grund für eine Sectio. Die Gefahr einer Fistelbildung im Rahmen eines Dammschnittes ist für den M. Crohn spezifisch, aber nicht für die Colitis ulcerosa. Die Medikamente, die Sie nahmen sind gängig und haben auch keine Auswirkungen auf die Planung der Geburt. Also, bitte ganz normal entbinden, wenn es nicht andere Gründe gibt. Jede Bauch-OP sollte bei Ihrer Grunderkrankung gerade vermieden werden. LG
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