CornyS
Sehr geehrter Herr Dr. Hellmeyer, ich habe 2016 meinen Sohn per Kaiserschnitt entbunden (CTG war auffällig, es war kein Notksiserschnitt). Leider in Vollnarkose, der Arzt konnte die örtliche Betäubung im Rücken wegen Verknöcherung nicht setzen. Der Kaiserschnitt an sich verlief problemlos und es ging mir schnell wieder gut. 2018 hatte ich einen ZystenOP am Eierstock plus Chromopertubation, dabei wurden Darmbakterien in den Körper gespült. Nachdem mich wochenlang kein Arzt trotz Fieber ernst nehmen wollte, wurde ich 6 Wochen nach der ersten OP in einer Not OP nochmals operiert und ein Abszess entfernt. Mit viel Glück konnte der Eierstock erhalten werden und ich wurde wieder schwanger. In 12 Wochen erwarte ich mein zweites Kind und hoffe auf eine natürliche Geburt. Aktuell steht dem wohl auch nichts im Wege. Meine Frage bezieht sich auf den Fall dass es doch wieder ein Kaiserschnitt werden muss. Ich habe durch die Erlebnisse 2018 leider eine gewisse Angst vor Infektionen bei OPs entwickelt und wollte nun sie fragen, wie begründet meine Angst überhaupt ist, aus praktischen Erfahrungen meine ich. Dass es ein theoretisches Risiko gibt, ist mir sowieso bewusst. Natürlich ist es auch so dass man, wenn man sensibel ist für ein Thema, natürlich immer die Horrorstories aufschnappt: Frau ist nach Kaiserschnitt an multiresistentem Keim gestorben, Mutter ist nach Kaiserschnitt an einer Fruchtwasserembolie oder auch Lungenembolie gestorben (was natürlich keine Infektion, aber ein Risiko bei Kaiserschnitt ist). Muss ich Angst haben vor solchen Szenarien, oder ist das typisch deutsche Panikmache? Vielen Dank für ihre Antwort und danke dass sie sich die Zeit nehmen.
Hallo CornyS, die Komplikation, die verschleppt wurde, da nicht erkannt, hat nichts mit dem Kaiserschnitt zu tun. Abszessbildung nach Sectio ist eine absolute Seltenheit, das wird nicht wieder passieren. Sie brauchen sich hier keine Panik machen, das wird diesmal alles gut gehen, selbst wenn es zum Kaiserschnitt kommt. LG
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