Lisabeth
Guten Tag, seit meiner Kindheit leide ich unter häufigen Herpesattacken, die nun in der Schwangerschaft wieder besonders häufig sind (ca. alle 2 Wochen, aktuell 34. Ssw). Nun habe ich die Sorge, dass ich zu allem Überfluss an meinem Kaiserschnitttermin oder kurz nach der Geburt Herpes bekommen und eine Gefahr für mein Kind darstellen könnte, da ich in dieser Zeit ja gewiss besonders gestresst sein werde. Obwohl der Herpes bei mir nur im Gesichtsbereich aufgetreten ist, habe ich in der Vergangenheit auf Grund des häufigen Auftretens auch schon Aciclovir-Tabletten bekommen, um ein Wiederauftreten zu verringern. Nun überlege ich, ob ich zur Prävention ein paar Tage vor der Geburt Aciclovir-Tabletten einnehmen sollte und bin mir nun sehr unsicher. Auf der Seite Embryotox steht, dass die Einnahme der Tabletten kein Risiko in Schwangerschaft und Stillzeit darstellt, obwohl das Kind das Medikament auch abbekommt. Meine Frauenärztin hat mir einfach mal ein Rezept aufgeschrieben, meinte aber man mache eine Prävention eher bei Genitalherpes. 1. Würden Sie mir in meinem Fall eher zu- oder abraten Aciclovir Tabletten zu nehmen? 2. Gibt es auf Grund des Kaiserschnitts eine Gegenanzeige für die Einnahme des Medikaments? (Wechselwirkungen oder so?) 3. Sollte ich in der Entbindungsklinik zuvor Bescheid geben, falls ich das Medikament zum Zeitpunkt des Kaiserschnitts einnehmen möchte? Vielen Dank und viele Grüße Lisabeth
Hallo Lisabeth, da es sich um wiederholte Herpesinfektionen handelt, haben Sie diesbezüglich Antikörper (das Kind somit auch) und es geht hier eigentlich um die Frage der vaginalen Geburt. Auch die wäre im Prinzip möglich! Wenn Sie sowieso einen Kaiserschnitt erhalten, ist das eigentlich egal und Sie brauchen auf gar keinen Fall die Aciclovir-Tabletten. Das Kind wird sich nicht infizieren und hat den sogenannten Nestschutz. LG
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