Frage im Expertenforum Impfen an Prof. Dr. med. Ulrich Heininger:

Meningokokken ACWY

Frage: Meningokokken ACWY

Malou85

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Hallo lieber Prof. Heininger, unsere Kinderärztin hat uns ein Privatrezept für die Impfung unseres 13 Monate alten Kindes gegeben. Wir können uns nun überlegen, ob wir ihn impfen lassen und auch die Kostenfrage mit der Krankenkasse klären. Von letzterer kam nun die Ablehnung der Kostenerstattung, da die Impfung ja für Jugendliche und nicht für jüngere Kinder empfohlen wird.  Ggf könnten wir es als "Reiseimpfung" erstatten lassen. Aber vorher würde ich gerne verstehen, ob Sie die Impfung auch für so kleine Kinder empfehlen würden und wenn ja mit welcher Begründung. Vielen Dank und Gruß  Malou


Prof. Dr. med. Ulrich Heininger

Prof. Dr. med. Ulrich Heininger

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Hallo Malou ich hätte gehofft, ihre Kinderärztin beziehungsweise Kinderarzt hätte ihnen nicht nur ein Rezept für diese Impfung gegeben, sondern sie auch darüber informiert. Denn letztendlich ist es nicht trivial, von der STIKO Empfehlung abzuweichen. Hintergrund von STIKO Empfehlungen sind nicht nur individuelle Gesundheits Aspekte, sondern auch Kosten und Nutzen Verhältnis für die gesamte Bevölkerung. Deshalb wird diese Impfung aktuell für gesunde Personen nur im Alter von 12-14 Jahren empfohlen, weil bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen(man geht davon aus, dass die Wirksamkeit der Impfung einige Jahre lang anhält) das Krankheits Risiko am höchsten ist. Ausserdem erhofft sich die STIKO, dass durch Impfungen in dieser Altersgruppe indirekt durch reduzierte Übertragung der Bakterien auch andere Altersgruppen, insbesondere junge Kinder, geschützt werden. Wer sich darauf verlassen möchte, hält sich an die Stiko Empfehlung. Wer aber optimalen Schutz für sein Kind möchte, der mag mit gutem Gewissen diese zusätzliche Impfung in Anspruch nehmen, sofern man sich die Kosten dafür leisten kann. Zugelassen ist sie nämlich. Man sollte auch noch klären, ob in dem jeweiligen Bundesland, in dem man lebt, diese Impfung ausserhalb der STIKO Empfehlung öffentlich empfohlen ist. Dies ist nämlich die Voraussetzung dafür, dass im unerwarteten Fall eines ImpfSchadens ein Versorgung Anspruch besteht. in der Hoffnung, geholfen zu haben. Bei dieser nicht ganz einfachen Entscheidung, wünsche ich Ihnen alles Gute!


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