Frage im Expertenforum Impfen an Prof. Dr. med. Ulrich Heininger:

Impfung Abstände zur OP

Frage: Impfung Abstände zur OP

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Guten Morgen, ich habe eine ähnliche Frage bereits in diesem Forum gestellt, aber der Rat die Impfungen vorzuziehen war leider nicht umsetzbar. Deshalb hoffe ich, dass eine weitere Frage in Ordnung ist.  Mein Sohn (8 Wochen) soll morgen gemäß Stiko- Empfehlungen (ich glaube: 6-fach, Rotaviren, Pneumokokken, Meningokokken) geimpft werden. Leider wurde bei ihm eine Kraniosynostose diagnostiziert und der Termin in der pädiatrischen Neurochirurgie ist erst eine Woche nach dem Impftermin. Evtl. kommt ein minimalinvasiver Eingriff in Frage, welcher aber bis zum vollendeten 3. LM (hier 1.8.) durchgeführt werden muss. Nun haben wir die Sorge, dass die morgigen Impfungen einer OP entgegen stehen könnte. Deshalb stellen wir uns folgende Fragen: Wie sollten die Abstände einer Impfung zur OP sein? Wird zwischen Tod- und Lebendimpfstoffen unterschieden? Könnten die Impfungen eventuell nachgeholt werden?  Vielen, vielen Dank!


Prof. Dr. med. Ulrich Heininger

Prof. Dr. med. Ulrich Heininger

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Hallo Es gibt keinen immunologischen Grund, die anstehenden morgigen Impfungen wegen der anstehenden Op (meinen Sie das mit "der Termin in der pädiatrischen Neurochirurgie") zu verschieben. Die offzielle Empfehlng der STIKO lautet: "Zeitabstand zwischen Impfungen und Operationen Bei dringender Indikation kann ein operativer Eingriff jederzeit durchgeführt werden, auch wenn eine Impfung vorangegangen ist. Bei Wahleingriffen sollte nach Gabe von Totimpfstoffen ein Mindestabstand von 3 Tagen und nach Verabreichung von Lebendimpfstoffen ein Mindestabstand von 14 Tagen eingehalten werden." Von den genannten anstehenden Impfungen ist nur diejenige gegen Rotaviren eine Lebendimpfung. Alle anderen sind Totimpfstoffe und somit ist der empfohlene Abstand gewährleistet. Mein Rat wäre in so einer Situation der folgende: Entweder alle Impfungen geben und diejenige gegen Rotaviren auf einen frühen Zeitpunkt nach der OP verschieben ODER in der Neurochirurgie nachfragen, ob sie die OP auch nach Rotavirus-Impfung durchführen würden (was meiner Meinung nach bedenkenlos gehen würde, da es sich um eine Shcluckimpfung handelt, welche keinen negativen Einfluss auf Operationen hat). Alles Gute! 


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