Frage im Expertenforum Impfen an Prof. Dr. med. Ulrich Heininger:

Impfabstand

Frage: Impfabstand

Hakunamatata

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Hallo :) Ich habe einen 6 Wochen alten Säugling zuhause der pünktlich mit 8 Wochen geimpft werden soll. Wir wollen gerne 6 fach zu erst impfen und danach erst die pneumokokken Impfung (nicht beides an einen Termin) dann wieder 6 fach und dann wieder pneumokkoken. Damit fühlen wir uns wohler und es sind ja eh zwei Spritzen - also zwei piekse :))  welcher mindestabstand muss zu den Impfungen eingehalten werden ? Müssen die 6 fach Impfungen einen mindestabstand von 8 Wochen haben?  Noch eine weitere Frage zu Men B: ich lese leider dass das sehr schlecht verträglich ist (unsere anderen Kinder sind men c geimpft, weil es damals so empfohlen wurde und die wurde ja super vertragen ) und es wohl (Bezugnahmen aufs Internet ) am häufigsten zu impfschäden kommen bei men B?! Was zählt denn überhaupt als impfschaden - und warum wird Men B empfohlen obwohl die Zahlen rückläufig sind und men c nicht mehr?!  vielen lieben Dank für ihre Antwort :))


Prof. Dr. med. Ulrich Heininger

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Hallo Wenn Sie wirklich die 6 fach- und Pneumokokken-Impfung zeitlich getrennt Ihrem Kind geben lassen müssen, so darf der ABstand dazwischen beliebig sein. Prinzipiell sage ich: je früher desto besser. Zwischen der jeweils (!) 1. und 2. 6 fach- und Pneumokokken-Impfung sollten 8 Wochen (manche sagen 2 Monate was fast das gleiche ist) Abstand sein. Die Fragen zu den Meningokokken-Impfungen sind hie rim Forum nicht so einfach zu beantworten, da wäre das direkte Impfgespräch bei Ihrer Kinderärztin/-arzt whs hilfreicher. Ich versuche es einmal kurz zusammenzufassen. Ich beginne mit der Verträglichkeit der Meningokokken B Impfung. Diese führt tatsächlich bei sehr vielen Kindern zu Fieber innerhalb von 6-24 Stunden nach der Impfung. Deshalb wird in den meisten Ländern, wo diese Impfung im Säuglingsalter empfohlen wird, so auch in Deutschland, empfohlen, zur Vorbeugung unmittelbar vor der Impfung ein Fiebermedikament (zB Paracetamol) zu geben und das noch zweimal innerhalb der ersten 24 Stunden zu wiederholen.  Die KInderärztInnen wissen das. Damit kann diese manchmal unangenehme Nebenwirkung recht gut abgefangen werden. Von Impfschäden ist mir nichts bekannt. Als Impfschaden gelten gravierende gesundheitliche Folgen, die nicht wieder weggehen und mit grosser Wahrscheinlichkeit (wissenschaftlich beweisen kann man es in vielen Fällen nicht) auf die gegebene Impfung zurückzuführen sind. Die Anerkennung ist meistens ein Gutachtensprozess. Wenn ein Impfschaden anerkannt ist, hat die betroffene Person Anspruch auf finanzielle Entschädigung der dadurch entstandenen Folgen (incl. Behandlungskosten.) In Deutschland wird die MenB-Impfung empfohlen für Säuglinge mit nach Impfung bis zum Alter von einschliesslich 5 Jahren, weil in dieser Altersgruppe die meisten Krankheitsfälle durch menB auftreten. Die Impfung gegen Meningokokken Gruppe C wurde letztes Jahr durch die Vierfachimpfung gegen MenACWY abgelöst und wegen der höchsten Krankheitslast bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Alter von 12-14 Jahren verlegt. Das sind Entscheidungen, die auf nationaler Ebene getroffen werden und die Gesamtbevölkerung im Auge haben, nicht aber den individuellen einzelnen Patienten. Es ist ja bekannt, dass man Impfungen für sich oder sein Kind auf eigenen Wunsch haben kann, wenn man die Kosten dafür trägt, auch wenn sie nicht allgemein von der STIKO empfohlen sind. Alles Gute!


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