Frage im Expertenforum Hebamme an Evi Bodman:

Baby Schreit

Frage: Baby Schreit

Bienemaus

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Hallo Mein Baby 1 monat alt bekommt die pre nahrung, den ganzen Tag trinkt sie brav, und abends weint sie ganz bitterlich als würde ihr was weh tun. Bauchmassagen,  mit den Füßen Radfahren haben wir schon alles versucht. Was könnte sie haben gibt es etwas was ich ihr gegen sie schmerzen heben kann? Die Windeln sind immer Nass auch beim stuhl gibt es keine probleme. Lg


Evi Bodman

Evi Bodman

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Hallo liebe Bienemaus, puh, das klingt anstrengend und ich kenne diese IStuation als Hebame nur zu gut.  Gerade in diesem Alter haben viele Babys am späten Nachmittag oder Abend ausgeprägte Unruhe- und Schreiphasen. Das Schreien nimmt in den ersten Lebenswochen häufig sogar erst einmal zu und erreicht etwa um die 6. Lebenswoche seinen Höhepunkt. Dahinter stecken übrigens längst nicht immer Bauchschmerzen oder die sogenannten „Dreimonatskoliken“. Häufig sind die Kleinen am Abend einfach müde, überreizt und können die vielen Eindrücke des Tages noch nicht gut regulieren. Und dann kommt genau dieses überreizt und eigentlich müde, manchmal hungrig zusammen mit "sie können nicht einschlafen und kommen nicht zur Ruhe". Und das ist einfach anstrengend. Dass sie tagsüber gut trinkt, regelmäßig nasse Windeln hat und auch der Stuhlgang unauffällig ist, sind erstmal schöne Zeichen. Das solltet ihr weiter im Blick behalten. Beim Fläschchen würde ich darauf achten, dass sie möglichst ruhig und nicht zu hastig trinkt, der Sauger immer mit Milch gefüllt ist und ihr während und nach der Mahlzeit ausreichend Gelegenheit zum Bäuerchen gebt. Anschließend kann es helfen, sie noch eine Weile aufrecht zu tragen. Auch viel Körperkontakt, Tragen, sanftes Wiegen und eine möglichst reizreduzierte Umgebung am Abend können guttun.  Medikamente oder Tropfen gegen vermeintliche Bauchschmerzen würde ich bei einem so kleinen Baby nicht einfach auf Verdacht geben. Halte da lieber nochmal Rücksprache mit deinem Kinderarzt oder Hebamme. Es gibt Tropfen, die haben in der Regel eine leicht abführende Wirkung. Das kann in manchen Situationen hilfreich sind, in anderen aber auch nicht. Wenn du die Pre-Nahrung wechselst ist immer wichtig, dem ganzen ein paar Tge zu geben. Meist ist es in der ersten Phase der Umstellung erstmal nicht besser. Da braucht der Magen ein paar Tage um sich umzustellen und eigentlich kann man erst danach beobachten, wie dem Kind die andere Nahrung bekommt.  Also vor allem: etwas Geduld haben. Die ersten Wochen sind oft anstrengend und was du beschreibst würde ich jetzt nicht als "außerhalb der Norm" einordnen.  Probiert ein bisschen, was euer Kind gut beruhigt. Am besten ab nachmittags reduziertes Program. Und natürlicha auch auf euch achten. Das alles macht Stress und irgendwann hat man selbst keine Puffer mehr und dann schaukelt sich das ganze hoch.  Schau, dass du zwischendurch immer mal Zeiten hast, in denen du nicht verantwortlich bist und dir wenigstens für ein paar Minuten etwas Gutes tun kannst.  Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter. Meld dich gern, wenn du noch Fragen hast. Lieben Gruß, Hebamme Evi Bodman 


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