Wie könnte die Entwicklung sein?

Fachärztin Louise-Caroline Büttner Frage an Fachärztin Louise-Caroline Büttner Fachärztin, Neonatologin

Frage: Wie könnte die Entwicklung sein?

Sehr geehrtes Team, aufgrund meiner starken Zervixinsuffizienz und Muttermundsöffnung kann die Geburt jeden Tag los gehen. Bin bei 36+0. Meine Frage wäre, welches Risiko mein Baby hätte, wenn es jetzt kommen würde im Gegensatz zu einem reif geborenen Kind? Mit welchen Komplikationen muss man rechnen? Lese im Netz überall was anderes ... Lieben Dank für Ihre Antwort!

von Barron am 18.09.2020, 15:03



Antwort auf: Wie könnte die Entwicklung sein?

Hallo, ab der 36/0 SSW ist die Wahrscheinlichkeit, dass Komplikationen unter/nach der Geburt auftreten, sehr gering. Ich kenne nicht all Ihre Daten und Werte, aber so gesehen spricht nichts gegen eine spontane Geburt. Die meisten Kinder ab der 36SSW können bei ihrer Mutter bleiben und werden engmaschiger hinsichtlich Blutzucker, Temperatur und Gewichtsverlauf überwacht. Auch werden Kontrollen bezüglich der sog. Gelbsucht (Ikterus/Hyperbilirubinämie) durchgeführt. Natürlich haben Kinder, die ab der 36SSW geboren werden, ein höheres Risiko für Komplikationen nach der Geburt, als reife Neugeborene. Diese Komplikationen können sich ganz unterschiedlich äußern: sie reichen vom i.v. Zugang mit Glucose-Gabe bis hin zur Atemhilfe bei respiratorischer Anpassungsstörung. Insgesamt sind aber die Chancen, dass die Geburt ohne Komplikationen (aufgrund der SSW) verlaufen wird, höher, als eine Geburt mit Komplikationen. Lassen Sie sich nicht verunsichern und streben Sie eine vaginale Geburt an. Alles Gute, Louise-Caroline Büttner

von Fachärztin Louise-Caroline Büttner am 19.09.2020



Antwort auf: Wie könnte die Entwicklung sein?

Mein Großer kam bei 36+4 spontan auf die Welt und war wie ein ganz normales, reifgeborenes Baby. Er war von Anfang an bei mir, konnte alles selbstständig und es gab keinerlei Probleme. Er hatte lediglich Gelbsucht und bekam deshalb eine Phototherapie. Aber das war nicht schlimm und haben Reifgeborene auch hin und wieder. Nach einer Woche KH wurden wir beide entlassen, ich habe gestillt und er hatte mit nichts Probleme. Ich habe auch alles ganz normal wie mit jedem Baby machen können und er hat sich völlig normal entwickelt. Ich habe ihn nie als Frühchen gesehen. Jetzt ist er 6,5 Jahre alt und ein komplett normal entwickelter, gesunder Junge. Meine richtigen Frühchen kamen 4,5 Jahre nach dem Großen bei 25+2 zur Welt und das war was ganz anderes mit langem KH-Aufenthalt, vielen Komplikationen und auch Folgen. Du brauchst aber vor einer Geburt ab 36+0 keine Angst haben. Dein Kind hat bestimmt nichts, das es nicht auch hätte, wenn es diese paar Tage später auf die Welt käme und offiziell keine Frühgeburt mehr wäre. Und passieren kann ja immer etwas, auch bei reifgeborenen Kindern, aber davon sollte man einfach nicht ausgehen und positiv denken! Ich wünsche euch alles Gute!

von sunnydani am 20.09.2020, 12:04



Antwort auf: Wie könnte die Entwicklung sein?

Hallo, ich habe zwei Söhne. Der erste kam an 35+6 spontan nach Einleitung wegen beginnender Präeklampsie. Beim zweiten platzte nach bis dahin unauffälliger Schwangerschaft die Fruchtblase an 36+1. Auch er kam dann spontan. Beide Geburten verliefen recht schnell und völlig problemlos. Mit beiden Kindern konnte ich 3 Tage nach der Geburt das Krankenhaus verlassen und sie hatten keinerlei Anpassungsschwierigkeiten. Beide entwickeln sich absolut normal. Der Große ist jetzt 5 Jahre alt und kognitiv sehr weit. Er kann beispielsweise bereits lesen und schreiben. Also, ich würde mir an Deiner Stelle keine allzu großen Gedanken machen. Die späten Frühchen haben in der Regel keinerlei Nachteile durch die verfrühte Geburt. Dir noch weiterhin alles Gute!

von Jano am 20.09.2020, 21:50



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