Frage im Expertenforum Frühgeburt an Prof. Dr. med. Gerhard Jorch:

Was soll ich nun glauben?

Frage: Was soll ich nun glauben?

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, ich wende mich an Sie weil ich mich im Moment im Kreis drehe. Mein Sohn kam am 31.8.04in der 33+2 SSW per Sectio zur Welt. Er hatte erhebliche Startschwierigkeiten. Sreit Januar machen wir Vojta mit ihm weil er hypoton ist (von Geburt an) und auch die Lagerreaktionen die slt.SPZ erforderten.Nun stellte der Arzt im SPZ aufgrund der Reflexe fest (Rossolimoreflex 3+5.Zehe,angedeutetes Taschenmesserphänomen rechts,Pseudoklonus links) dass er eine leichte sapstische Diparese hat. Wir holten uns eine weitere Meinung durch die Entwicklungsneurolgische Untersuchung im Haunerschen Kinderspital ein: Dianose. Leichte Tonuserhöhung rechts aber keinesfalls besorgniserregend und keine Spastik.Wir sollen Bobath machen. Die KiÄ sagten sie seine keine Spezialisten aber sehen keine deutlichen Anzeichen einer Spastik. Welche Therapie ist nun am geeignetsten? Von einer Mischung rät uns das SPZ ab. Wobei wir dabei das sicherste Gefühl hätten. Wie sehen sie die Diagnose? Er sitzt noch nicht sicher frei (nur kurz wenn man ihn hinsetzt) und krabbelt auch noch nicht.Robbt aber sehr flink und zielgerichtet und rollt über alle Seiten. Geistig ist er fit! Ich danke Ihnen für Ihre Meinung. lg Sandra


Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Beitrag melden

Das Problem ist, dass es streng medizinisch wissenschaftlich keinen sicheren Beleg für den Effekt der Vojta-Therapie z.B. im Vergleich zu einer allgemeinen Spiel- und Bewegungsförderung durch die Eltern oder Physiotherapeuten gibt. Der behauptete Effekt der Vojta-Therapie bei frühem Beginn kann ja durchaus darauf beruhen, dass in den Fällen, wo sie scheinbar besonders gut anspricht, eigentlich keine Therapie notwendig gewesen wäre. Bei schwerer Koordinationsströung und Spastik verhindert die Vojta-Therapie (und ähnliche Therapien) fixierte Fehlhaltungen mit nachteiligen orthopädischen Folgen. Ihr Kind ist - eindeutig, aber nur leicht - in der Entwicklung zurück. Die Reflexauffälligkeiten sind anscheinend ebenfalls nur diskret. Ich würde die Vojta-Therapie fortführen, wenn sie gut vertragen wird, ansonsten eher zurückhaltend sein bzw. auf eine andere besser verträgliche Therapie wechseln. Ich weiß, dass manche SBZ´s und Physiotherapeuten dies nicht gern machen, weil sie sich mit bestimmten "Schulen" (= medizinischen Lehrmeinungen)verbunden fühlen.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

hallo Sandra, so einfah ist deine frage nicht zu beantworten. Ich kann dir ein Buch empfehlen: Spüren-bewegen-Lernen von Petra Zinke-Wolter ISBN 3-86145-191-3 bei borgmann Dieses Buch beschreibt die mehrdimensionale Förderung von Kindern mit Entwicklungsstörungen ehrlich gesagt sind wir irgendwann mit unserem Sohn einen anderen weg eingeschlagen als vom SPZ und den ärzten lieber gesehn. Jn sollte durch uns jeden Tag 3x ! Kg nach Voijta bekommen. Nach kurzem gaben wir dies auf, da er uns nicht mehr traute, jedesmal weinte wenn ich ihn hochnahm. Viele ärzte sehen nur das zu erreichende ziel, sehen aber dabei nicht das kind selbst. Wir haben jetzt eine Kg die auf sehr spielerische Weise seine eigene Motivation herauskizelt und damit gute Ergebnisse erzielt. Du solltest dich frei machen von den zwängen: in dem alter sollte ein Kind dies können, und in dem alter jenes. Mein 2. sohn hat mit 13 monaten anfangen zu krabbeln, konnt da auch erst sitzen, laufen mit 16 monaten , na und... so jetzt hab ich viel zu viel geschrieben. Sorry... gruss annika


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.