Poohbär
Sehr geehrter Herr Dr. Mallmann, ich (41) habe mich vor ca. 3 Jahren das letzte Mal an Sie gewendet, da ich damals unter starken - offensichtlich zyklusbedingten - Problemen litt (wiederkehrende Infektionen, depressive Verstimmungen, Hautunreinheiten, Migräne, starke Blutungen...). Sie hatten mir damals in einem ersten Schritt zu Agnus Castus geraten. Dies habe ich eingenommen, kann aber nicht sagen, ob es etwas gebracht hatte. Die Beschwerden hielten zunächst an und klangen dann nach ca. 6 Monaten - im Falle der wiederkehrenden Infektionen ohne weitere Behandlung, die zuvor offensichtlich auch wirkungslos war - ab. Ich hatte dann ca. 2/ 2,5 Jahre Ruhe, keine Infektionen, keine Stimmungsschwankungen, jedoch nach wie vor mitunter sehr starke Blutungen (teilweise wache ich morgens regelrecht in einer Blutlache auf). Grundsätzlich habe ich festgestellt, dass meine Beschwerden in den Herbst-/Wintermonaten auftreten und dann urplötzlich im Frühjahr verschwinden. Ihr zweiter Tipp war neben Schwangerschaft (kommt für mich nicht mehr in Frage) die Pille. Auch meine Gynäkologin meinte, dass ich darüber nachdenken könnte und hat mir zwei Präparate empfohlen. Jedoch konnte sie mir die Angst nicht nehmen, durch die Einnahme eines Hormonpräparats an Brustkrebs zu erkranken. Haben Sie dazu Informationen für mich? Gibt es Studien, die die Brustkrebsgefahr bei "älteren" Frauen belegen? Oder können Sie mir diese Angst nehmen? Ich bedanke mich im Voraus und sende freundliche Grüße! Diana
Die Pille scheint schon mit einer gewissen Risikoerhöhung für Brustkrebs verbunden zu sein. Alternativ kann man zyklisch Progesteron einsetzen. Das hat aber keine verhütende Wirkung. Wenn Verhütung gewünscht ist, würde ich die Hormonspirale empfehlen. Gruß Dr. Mallmann
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