Haisue
Sehr geehrter Prof. Radke, ich soll meinen 9 Monate alten Sohn (auf Anraten unseres Kinderarztes) mindestens ein Jahr glutenfrei ernähren, da ich selbst an Zöliakie leide. Er wird erst seit dem 6. Monat zusätzlich mit Beikost (vorallem Gläschen und Milchbrei) ernährt und wurde vorher voll gestillt (mittlerweile nur noch morgens und nachmittags und bei Bedarf nachts). Er ist eher ein schlechter Esser, tut sich nach wie vor schwer damit (vor allem auch gröbere Sachen zu schlucken) und zeigt nach wie vor wenig Interesse am Essen/an Lebensmitteln. Nun zu meiner Frage: In fast jedem Gläschen befindet sich Reisgries/-mehl und auch sein Abendbrei (Milch-Grießbrei) besteht aus Reisgries (manche Produkte nur zum Teil, aber dennoch ist das Hauptgetreide Reis). Meine Sorge ist aber, dass mein Sohn zu viel Arsen abbekommt, welches sich wohl vorallem in Reis befindet. Zudem werden aber auch immer wieder schädliche Stoffe in möglichen (glutenfreien) Ausweichbreien gefunden (z.B. 4-Kornbrei Alnatura, Hirsebrei von Holle etc.). Langsam weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich meinem Kind noch mit gutem Gewissen zu essen geben kann?! Muss ich mir große Sorgen machen? Vielen Dank für Ihre Hilfe! Mit freundlichen Grüßen
Das Arsenproblem ist sicher übertrieben. Sie sollten Ihr Kind ab Weihnachten ganz normal, d.h. auch mit glutenhaltigen Nahrungen ernähren. Wenn Sie eine Zöliakie haben, weiß man ja Bescheid, daß Ihr Kind ein etwas höheres Risiko hierfür hat als andere Kinder und kann routinemäßig, z.B. im Frühjahr, eine Antikörperbestimmung im Blut durchführen. Sollte Ihr Kind vorher Symptome zeigen, die für eine Zöliakie sprechen, muß man natürlich vorher Diagnostik betreiben.
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