Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Stefan Wirth:

Ist das bereits eine Fütterstörung?

Frage: Ist das bereits eine Fütterstörung?

Blacky3152

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Hallo, Mein Sohn Jona (knappe 20 Monate) isst seit einigen Wochen mehr schlecht als recht. Er war von Geburt an ein strammes Kerlchen, das sich direkt auf die hohe Gewichts- und Größenkurve geschlagen hat, und bis vor einigen Wochen hatte ich mit dem Essen mit ihm nie Probleme. Auch wenn er sich nicht von der Anfangsmilch 1 auf die Folgemilch 2 und 3 umstellen lassen wollte, weil die ihm scheinbar nicht geschmeckt und er sie deswegen auch nicht getrunken hat, verlief die Umstellung auf Gläschen (altersentsprechend) und auch die auf Essen vom Tisch eigentlich unproblematisch. Ihm schmeckte es und er aß, bis er satt war... ließ sich auch problemlos füttern. Seit einigen Wochen ist das nicht mehr so.... Ich dachte, dass das mit dem Infekt zusammenhängt, während dem er wegen starker Hustenattacken mehrfach auch das Gegessene mit erbrochen hat, aber er ist jetzt schon ne Weile wieder richtig gesund. Ich biete ihm das Essen immer wieder an, setze ihn zu den Mahlzeiten (wenn wir zusammen am Tisch essen) in seinen Stuhl, aber die Reaktion ist immer dieselbe. Er weint, will aus dem Stuhl raus, schlägt nach dem Löffel, nach dem Teller, nach mir, dreht sich demonstrativ weg, wenn ich mit demj Löffel oder der Gabel komme und selbst wenn ich das Essen mungerecht schneide und ihn "matschen" lasse, weil mir in der Mutter-Kind-Kur vor 3 Wochen gesagt wurde, dass es damit zusammenhängen könnte, dass er jetzt selber essen möchte, landet das Essen nur auf der Kleidung oder dem Boden, aber essen tut er seltenst was. Über Tag fordert er immer wieder sowas wie Milchbrötchen oder Kekse ein, generell Süßes geht, aber deas geb ich ihm natürlich nicht ständig, weil er sich ja nicht nur von sowas ernähren kann. Dann kommt auch noch sein aufbrausendes Temperament dazu, denn dann rennt er schreiend und weinend weg und haut irgendwo gegen (auch mit dem Kopf) oder kratzt, beißt und schlägt nach demjenigen, der ihm seinen Willen verweigert oder wirft sich mit Schmackes auf den Boden. Die Trotzphase, der ich dieses Verhalten zuordne allein wäre bereits fordernd genug, aber zusammen mit den Ein- und Durchschlafproblemen (er schläft noch bzw. wieder bei mir im Bett, schläft nur mit mir ein (dauert zwischen 20 Minuten und 1 1/2 Stunden) und auch nur wenn ich daneben liegen bleibe, ich muss mich rausschleichen und hoffen, dass er nicht dabei wieder wach wird, und er wird oft mehrfach die Nacht wach, steht auf und steht dann weinend im Wohnzimmer o. Ä. und lässt sich teilweise dann nicht wieder hinlegen oder nur mit dem oben beschriebenen Aufwand) und dieser Ess- und Fütterverweigerung bin ich kräftemäßig ziemlich am Ende und mache mir auch langsam Sorgen, ob das noch normal ist oder ob das schon eine Fütterstörung ist... und vor allem beschäftigt mich die Frage, wie ich meinen Sohn wieder dazu animieren kann, vernünftig und mit Appetit, sowie vorher zu essen und Neues zu probieren? Können sie mir helfen und können sie meine Frage an Experten, die sich mit Schlaf- und Verhaltensproblemen auskennen weiterleiten? Mit freundlichen Grüßen Blacky3152


Prof. Dr. med. Stefan Wirth

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Es gibt ja auf der Verhaltensebene erheblche Probleem, die sich auch auf das Schlafen und Essen beziehen. Den Grund dafür sollte man erarbeiten. Aus meiner Sicht ist hier psychologische Unterstützung gefragt. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Kinderarzt. Gruss S. Wirth


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