Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Michael Radke:

Geringe Trinkmengen

Anzeige kindersitze von thule
Frage: Geringe Trinkmengen

Thea0922

Beitrag melden

Guten Tag, Meine Tochter ist 15 Wochen alt und wurde in der 40ssw mit 2600g geboren. Eine Ursache hat man damals nicht gefunden. Schon von Anfang an gab es Probleme mit dem Trinkverhalten, häufig zu schläfrig, geringe Gewichtszunahme von 100-150 g pro Woche. Ich hatte genug Milch und habe gewechselt zwischen stillen und Abpumpen. Vor zwei Wochen hatte meine Tochter dann eine Bronchiolitis bei RSV mit Krankenhausaufenthalt. Ab da fing es an, dass die gar nciht mehr trinken wollte, weder Flasche noch Stillen. Deshalb hat sie dort eine Magensonde bekommen und sogar gut zugenommen. (Pre Nahrung haben wir schon vorher ausprobiert, hat gut geklappt und sogar teilweise Mengen von 150 ml getrunken) Jetzt ist jede Flasche ein Kampf, meistens gehen nur 60-80 ml rein und ich muss sie auch alle 2-3h wecken damit sie trinkt. Wir kommen so auf grade mal 600ml am Tag. Aktuell wiegt sie 5kg. Meine Frage wäre, denken Sie es liegt noch an dem Infekt und es pendelt sich wieder ein? Soll ich sie lieber häufiger, also alle 2h füttern und die kleinen Mengen akzeptieren? Die Windeln werden gut nass, sind so ca bei 5 am Tag. Gewichtszuname ist weiterhin bei max 100g. Vielen Dank und liebe Grüße.


Prof. Dr. med. Michael Radke

Prof. Dr. med. Michael Radke

Beitrag melden

Also, ich finde das gar nicht so problematisch. Definitionsgemäß war Ihr Kind ein sog. hypotrophes Neugeborenes, wahrscheinlich lag es an der Plazenta (sog. Plazentainsuffizienz). Es fehlten ja 600 bis 700 g bei der Geburt. Gesunde Babys sollen mit etwa 5 Monaten ihr Geburtsgewicht in etwa verdoppeln. Das hat Ihr Kind trotz RSV schon mit 15 Wochen geschafft (Grund zum Feiern!). Probieren Sie es mal ohne Wecken aus, Ihr Kind wird sich schon melden. Halten Sie ruhig mal 5 bis 6 Stunden durch, vor allem nachts. Ich denke, das pendelt sich dann auf 5 bis 6 Mahlzeiten pro Tag ein. Bleiben Sie bei der PreNahrung, 1er oder 2er Nahrung sind nicht nötig. Ich empfehle Gelassenheit. Wenn es wider Erwarten innerhalb der nächsten 2 bis 3 Wochen doch nicht besser werden sollte, müßte genauer nach den Ursachen geschaut werden.


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.