Frage im Expertenforum Kinderernährung - Gastroenterologie an Prof. Dr. med. Michael Radke:

Fläschchen Abstand

Frage: Fläschchen Abstand

September2015

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Sehr geehrter Herr Dr. Wirth, meine Tochter (knapp 5 Monate alt) erhielt von Anfang an Pre-Nahrung. Bis Ende März habe ich damit zugefüttert. Danach klappte das Stillen leider gar nicht mehr, wodurch ich seit April eine Pre-Nahrung voll gebe. Anfangs hat sie nur schleppend zugenommen, mittlerweile hat sie aber durch die Umstellung auf volle Flaschen-Ernährung super aufgeholt und gedeiht prächtig. Meine Fragen: Sie trinkt nun 5x 200 ml täglich ( in der Nacht schläft sie durch, sie trinkt die 5 Flaschen also tagsüber). Die Abstände sind immer unterschiedlich. Manchmal 4 Stunden, manchmal aber auch 1,5 Std/2 Std. Sind diese kurzen Flaschenabstände bedenklich? Ich hab zufällig in einem Ökotestartikel gelesen, dass fast alle Milchnahrungen mangelhaft bis ungenügend getestet wurden. Es wurde u.a. folgendes beanstandet Gehalt an 3-MCPD-Estern (berechnet als 3-MCPD), der zu einer Aufnahme von mehr als 2,8 μg/Tag führt. Gesättigte Kohlenwasserstoffe (MOSH/POSH) erhöht. Nachweis von quartären Ammoniumverbindungen (Benzalkoniumchlorid) Natürlich bin ich jetzt beunruhigt über so ein Urteil, da ich auch eine Bio-Milchnahrung (bei der dies von Ökotest beanstandet wurde) bewusst auf Anraten der Hebamme gekauft habe, um sicher zu gehen, dass ich meine Tochter auch bestmöglichst füttern kann, wenn schon das Stillen nicht geklappt hat. Wie sehen Sie dieses Urteil über Milchnahrungen? Vielen Dank! Viele Grüße September2015


Prof. Dr. med. Michael Radke

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Die Abstände zwischen den Flaschen ist okay. Führen Sie aber zügig eine fleischhaltige Beikostmahlzeit ein. Wegen der Tests empfehle ich Ihnen sehr herzlich eine konsequente Ignoranz. Ich halte nichts von derartigen Verunsicherungen von Eltern. Sie dürfen davon ausgehen, daß die Milchnahrungen für Säuglinge in Deutschland zu den am besten geprüften Lebensmitteln gehören, unabhängig davon, was irgend ein Öko-Labor heute gefunden hat oder morgen finden wird. Leider gibt es in unserem Land keine Institution, die der Verbreitung von für Eltern nicht zielführenden Infos unterbindet. Erst, wenn das Bundesinstitut für Risikobewertung Säuglingsmilchnahrungen kritisiert, muß man reagieren. Bleiben Sie also gelassen.


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