AndreaOtt
Hallo, mein Sohn 5 ist vor allem bei Gleichaltrigen - generell aber in nicht sehr sehr vertrauten Situationen sozial extrem unsicher, spricht nicht, kann keine Bedürfnisse äussern. Er ist seit 2 Jahren in einem sehr geschützten Kindergarten, den er jetzt zum Sommer wechseln soll. Kommt dann zusammen mit Bruder. Frage: Wieder in geschlossener, immer gleicher Gruppe (Wald) ODER in halboffenen KiGa (sein Wunsch), viele Kinder - wenig Erzieher. Wenig Einflussnahme durch Erzieher auf Kinder. Ist es wichtiger, jetzt mit vielen potenziellen Schulkollegen zusammen zu bringen, damit diese vertraut werden? Oder noch ein Jahr zum reifen geben und Übergang in die Schule evlt. erschweren? Danke und Gruß, Andrea O.
Liebe Andrea, zunächst einmal wäre zu fragen, warum Ihr Sohn sich so schwer tut, mit seinen Spielkameraden Kontakt aufzunehmen und seine eigenen Positionen vorzutragen. Wie ist es denn zu Hause und Ihnen gegenüber oder anderen Familienmitgliedern? Soziale Ängstlichkeit hat viel mit der Selbstkonstruktion zu tun, also mit dem Gefühl über die eigene Wertigkeit. Und hierbei ist zu fragen, wie Bindung und Loslösung vonstatten gegangen sind und wieviel positive Selbstzuschreibungen ein Kind erleben konnte. An all diesen Punkten lässt sich aber auch im Nachhinein noch arbeiten. Sozial unsichere Kinder sind grundsätzlich besser in strukturierten Gruppen mit viel Erzieher(innen)präsenz aufgehoben. Das setzt aber voraus, dass die Erzieher(innen) das Problem des Kindes kennen und sich entprechend sach- und fachgerecht verhalten. Spätere Schulkameraden muss man nicht schon im Ki-ga kennen, vorteilhaft ist es aber. Viele Grüße
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