Mitglied inaktiv
Hallo und guten Tag Dr. Posth, ich habe gestern ein Posting hier im Forum gelesen, dabei ging es um´s auf die Finger hauen und Alice Miller, vonwegen Widerholungstaten, etc.. Ich selber erlebe es auch, daß ich keine Geduld mit meinem Sohn habe (er wird jetzt 2), oft laut werde, und einfach so mit ihm umgehe, daß ich es selber überhaupt nicht gut finde, und abends oft dasitze und "Rotz und Wasser heule" weil ich nicht weiß, wie ich mich besser "am Riemen reißen" könnte. Ich hatte einige sehr unschöne Erlebnisse in meiner Kindheit, und ich habe mir immer geschworen NIE so zu werden wie meine Mutter!!! Nun erkenne ich aber immer öfter Verhaltensweisen meiner Mutter an mir, und das soll und darf nicht sein. Wie gehe ich das denn an? Wo fange ich an, mir Hilfe zu suchen? Einfach unsere Hausärztin ansprechen? Bekommt man einfach eine Gesprächs-Therapie "verschrieben"? Liebe Grüße, Pocoyo.
Hallo, die eigenen Kinder sind für einen selbst immer eine starke Herausforderung, was die Toleranz angeht. Da die Kinder genau das machen, was einem selbst damals untersagt gewesen ist, und man sich damals unterworfen hatte, um der Strafe zu entgehen, erwartet man unbewusst jetzt dasselbe Verhalten von seinem Kind. Ja man fühlt sich doppelt herausgefordert, wenn das Kind es wagt, sich jetzt, da man selbst Erwachsener ist, den Anweisungen zu widersetzen. Man missgönnt dem Kind seinen Anspruch an Freiheit. Ich glaube, das ist entscheidende Punkt, über den man sich im Klaren sein muss. Professionelle Hilfe bekommt man von tiefenpsychologisch geschulten Psychotherapeuten. An die kann man sich auch direkt wenden, insb. dann, wenn sie die Kassenzulassung haben. Auf jeden Fall sollte man etwas mit sich selbst unternehmen. Viele Grüße
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