Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Dr. Posth, ich bin alleinerziehend und habe keine Familie im Umkreis. Mein Sohn geht seit 2 Monaten in die Kinderkrippe und die Eingewöhnung fällt ihm teilweise schwer, da er sich nicht von mir trennen mag. Nun muss ich ab September wieder arbeiten und mein Sohn (10Mon) wird dann ganztägig in die Kinderkrippe gehen. Ich möchte ihn bis dahin ein wenig von mir lösen. Sein Vater möchte ihn allerdings nur 2 bis 3 Mal die Woche für 1-2 Stunden sehen. Reicht das, um Loslösungsvorbild zu sein? Oder sollte ich die Loslösung mit einer Freundin versuchen oder gar mit der Erzieherin in der Kinderkrippe? Ich möchte meinem Sohn eine so normale Basis wie möglich bieten, kann aber nun einmal nichts daran ändern, dass wir nicht in der wünschenswerten Konstellation einer intakten Familie leben. Worauf muss ich bei der Loslösung in unserer Situation besonders achten? Vielen Dank für ihre tatkräftige Unterstützung. Sie haben mir bisher schon sehr viel geholfen!
Hallo, der Wichtigste für sie und Ihren Sohn wird sein, dass er eine Erzieherin oder Tagesmutter bekommt, die er als Ersatzloslösungsvorbild annehmen kann. Grundvoraussetzung hierfür ist die wirklich sanfte Ablösung und das Überspringen eines Sympathiefunkens von Ihrem Sohn auf die Betreuerin. Die Ersatzbezugsperson muss natürlich auch absolut zuverlässig sein und darf nicht ständig ausfallen. Als alleinerziehende Mutter sind Sie auf eine zuverlässige Betreuung Ihres Sohnes absolut angewiesen. Sie müssen ja auch das Gefühl haben, dass Ihr Sohn geut aufgehoben ist und sich während Ihrer Abwesenheit wohlfühlt. Das Vaterbesuchsrecht kann ja bleiben und ein männliches Vorbild ist wenigstens sporadisch vorhanden. Aber für eine regelrechte Loslösung wird das sicher nicht reichen. Darüber muss sich der Vater im klaren sein. Viele Grüße und danke für Ihr Lob
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