mine08
Guten morgen, mein sohn (10 monate) zeigt seit zwei wochen dtl. Loslösungsverhalten. Hat von 3 1/2 bis 7mon. Stark gefremdelt, auch vater gegenüber, jetzt manchmal noch leichtes fremdeln. Vater ist jetzt interessanter, wenn er von der arbeit kommt, will lieber zu ihm auf den arm. . . Nur wenn er schmerzen hat oder schlecht einschlafen kann, werde ich noch bevorzugt. Sollen wir dieses loslösungsverhalten unterstützen, oder (meine grosse angst) spricht das so früh für eine schlechte bindung. Sohn von anfang an sehr fordernd, schnell unzufrieden. Nach dem 3. Mon forumsgem erzogen, nie schreien gelassen (kannte das forum vorher nicht!) bin leider manchmal recht ungeduldig mit ihm, vater nie. Kann die frühe ll daher kommen? Wie verhalte ich mich jetzt richtig? Möchte der ll nicht im weg stehen, aber auch nicht gefährden, dass ich eine evtl schlechte bindung nicht noch verbessern kann. Vielen dank für ihre mühe
Hallo, normalerweise spricht ein umkompliziertes Loslösungsverhalten für eine sichere Bindung. Dass die Bindung sicher ist, bemerken Sie bei Ihrem Sohn an dem "Rückzugsverhalten", wenn es ihm nicht gut geht. Die Tatsache, dass man als Mutter manchmal ungeduldig mit seinem Kind ist, macht noch keine schlechte Bindung. Was zählt, ist der "Nettoeffekt", also die Gesamtbilanz zwischen guten und schlechten Bindungsangeboten. Aber so frühe Loslösungserscheinungen sind oft nicht ganz stabil und variieren noch häufiger mit plötzlicher Anhänglichkeit. Überhaupt wächst die Anhänglichkeit noch einmal deutlich, wenn die Loslösung noch stärker in Gang kommt. Schließlich gibt es im 2. Lebensjahr noch die Wiederannäherungskrise (s gezielter Suchlauf). Also vermutlich läuft alles recht gut bei Ihnen. Viele Grüße
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