yoshiko
Hallo Dr. Posth! Unser Sohn (23 Mon) spricht noch nicht, keine Gestik, zeigt durch Führen meiner Hand, technisch interessiert, mag es Türen öffnen/schliessen,mag Tellerkreiseln und Auto schieben (macht alles jedoch nur kurze Zeit) , motorisch fit, anhänglich, keine Stereotypen, ist nicht an Routinen gebunden, reagiert meist auf Ansprache, kann meine Mimik interpretieren (weint oder lacht dann mit), ist sehr anhänglich, mag Körperkontakt, fremdelt, andere Kinder waren früher Problem -jetzt nicht mehr, hat Angst vor manchen Geräuschen, fröhlich und an der Umwelt interessiert. Bei der U7 äusserte Ärztin Verdacht Richtung frühkindlicher Autismus.Er hat sich mehr für die Schiebetüren dort als für das Legepuzzle interessiert. Wir sind zutiefst beunruhigt. Jetzt wird zunächst Hörtest gemacht. Reicht eine Viertelstunde, wie bei der U7, aus, um ein Krankheitsbild schon so eingrenzen zu können? Ist unser Sohn überhaupt so auffällig? Was raten Sie uns? (weiteres Vorgehen) Vielen herzlichen Dank!
Hallo, Sie haben natürlich vollkommen recht. Eine viertel Stunde reicht bei Weitem nicht aus, eine Diagnose von solcher Tragweite zu äußern. Das Interesse an technischen Vorgängen und die verzögerte Sprachentwicklung sind überhaupt nicht beweisend für eine autistische Störung. Sie sind allenfalls ein früher Baustein bei einer solchen Entwicklung. Aber man darf nicht den Umkehrschluss machen und aus Beobachtungen einzelener Bausteine gleich auf ein bestimmtes Störungsbild schließen. Das ist nicht nur vordergründig, sondern auch fahrlässig. Vieles von dem, was Sie über Ihren Sohn schildern, klingt ja auch absolut gegenteilig. Warten Sie in Ruhe den Hörtest ab (hoffentlich pädaudiologisch) und beraten dann, was an Sprechentwicklungsförderung nötig ist. Viele Grüße
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