Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Einschlafstillen

Frage: Einschlafstillen

AnneB79

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Hallo Herr Posth, Sohn, 15 Wochen, vollgestillt, nie schreien gelassen, getragen, da er Kinderwagen verweigert, schläft im Babybalkon direkt neben mir, wird einschlafgestillt. Habe gehört, das man das nicht machen, sondern das Kind in sein Bett legen, leise mit ihm reden und Händchenhalten soll. Das funktioniert bei uns nicht. Er fängt umgehend an zu schreien, die Arme nach mir auszustrecken. Tagsüber liegt er während seiner 3 Schlafphasen in meinen Armen bis er aufwacht, da auch ablegen nicht funktioniert, wacht dabei sofort auf, weint. Nachts hingegen stille ich ihn bis er einschläft, lege ihn in sein Bettchen, er schläft bis zur nächsten Mahlzeit durch, wird erneut gestillt, schläft weiter, bis wir dann aufstehen. Ist das Verhalten normal? Mache ich etwas falsch? Bisher habe ich nur Gegenwind bekommen. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis er es auch tagsüber schafft in seinem Bettchen zu schlafen. (Anmerkung: Ich bin, wenn er nachts schläft auch immer bei ihm.) Vielen Dank, Anne


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Anna, Sie machen das genau richtig! LassenSie sich nicht durch die falschen Vorstellungen über den Umgang mit Säuglingen, die im Umlauf sind, verunsichern. Einschlafen mit Danebensitzen, Lieder singen, eine Geschichte erzählen und Händchen halten ist etwas für sehr viel ältere Säuglinge und Kleinkinder über 1 Jahr. Solange aber diese zum Einschlafen noch die Brust bekommen, also das sog. Einschlafstillen als Teil des Einschlafrituals, benötigen sie meistens gar keine anderen Praktiken. Ihr kleiner Sohn befindet sich jetzt in der wichtigen Anfangsphase der Mutter-Kind-Bindung. Da gehören Säuglinge an die Brust, wenn sie einschlafen sollten. Denn die Kombination aus Saugen, Mutterkontakt und Entspannung ist prägend und sollte nicht falschen Erziehungsvorstellungen preisgegeben werden. Viele Grüße


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