Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Einschlafen mit Papa

Frage: Einschlafen mit Papa

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Hallo Dr. Posth, meine Tochter (20 Monate) läßt sich seit geraumer Zeit nicht mehr von ihrem Papi ins Bett bringen. Vorher haben wir sie abwechselnd ins Bett gebracht. Seit Weihnachten hatte sie dann nach ein paar Krankheiten und Wehwehchen nur noch nach mir verlangt. In der Annahme, daß es sich um ein vorübergehendes Phänomen handelt, haben wir nachgegeben. Wir haben es seitdem immer mal wieder versucht daß sie der Papa ins Bett bringt, aber sie weint dann bitterlich und verlangt nach Mama, solange bis ich seinen Platz einnehme. Ich bekomme in einigen Wochen unser 2.Baby und es wäre schön, wenn es vorher stressfrei klappen würde. Zur Info: Sie schläft bei uns im Zimmer und wir haben jeden Abend das gleiche Einschlafritual, wobei Papa ein Buch mit ihr anschaut und sie dann ins Bett gebracht wird. Mein Mann arbeitet viel, aber sie hat Großeltern zu denen sie gerne geht und die sich liebevoll um sie kümmern. Was können wir tun? Vielen Dank im voraus Sofia


Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Sofia, wahrscheinlich müßte sich Ihr Mann auch tagsüber etwas intensiver um seine Tochter kümmern. Wenn er beruflich sehr angespannt ist, gibt es ja noch die Feiertage und Wochenenden. Es wäre gut, wenn er an diesen Tagen sich schon nachmittags mit ihr beschäftigen würde, z.B. auch mit ihr spazieren gehen oder jemanden besuchen. Solche Unternehmungen erhöhen die Bindungsfestigkeit an das Loslösungsvorbild Vater und und fördern so die Loslösung von der Mutter (genauso umgekehrt). Wenn das Baby da ist, wird es allerdings auch erst einmal wieder einen vorübergehenden "Rückschritt" geben mit stärkerem Anklammern an die Mutter. Aber je zuverlässiger und liebevoller der Vater jetzt einspringt, desto schneller geht diese Phase vorüber. Viele Grüße


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