nadipa
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, Mein zweiter Sohn (11 Monate) hat erst relativ spät mit den Silbenketten plappern angefangen, da war er 8,5 Monate alt. Vorher war er ein eher ruhiges Baby, welches auch in der ersten Lallphase nicht sehr viel vokalisiert hat. Auch Anfangs der zweiten Lallphase kamen maximal 5 Silbenketten am Tag. Mittlerweile ist das Lallen täglich sehr viel mehr geworden. Was mir aber auffällt ist, dass mein Sohn nur Silbenketten mit m, b, w am Anfang bildet, also keine Zungen- oder Rachenlaute. Auf Gegenstände oder Personen zeigt er mittlerweile, aber er sagt dann anstelle von "da" "ba". Auch hat er noch nie Laute direkt nachgeahmt, Gesten aber schon. An den Ohren kann es nicht liegen, da auch eine BERA unauffällig war. Im Internet habe ich auch nicht so schöne Sachen wie verbale Dyspraxie gelesen. Was denken sie über meinen Fall? Vielen Dank Nadine
Liebe Nadine, verbale Dyspraxie ist sicher die schwerwiegenste Form aller reinen Sprachentwicklungsstörungen. Gibt es denn so etwas in der Familie? Die Bildung der Silbenketten mit Labiallauten ist eigentlich das typische Bild für das späte Säuglingsalter. Aber Sie haben recht, auch Dentale und Gutturale werden häufig gezeigt, wobei es meines Wissens keinen Verdacht erregt, wenn das nicht der Fall ist. Achten Sie in den nächsten Monaten unbedingt auf den Sprachfortschritt, insbesondere ob auch Worte mit Bedeutung dazu kommen und regen Sie Ihren Sohn zum sprechen an. Mehr kann man im Moment nicht tun. Sprechen Sie auch mit Ihrem KiA/KiÄ über Ihre Sorge, damit wenn nötig rechtzeitig etwas unternommen wird. Viele Grüße
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